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Anisöl – Anisi aetheroleum

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Anisöl – Anisi aetheroleum

Wirksam bei Bauchweh und entzündeten Atemwegen

Anis besitzt zwei Wirkstoffe: Anisfrüchte und Anisöl. Die medizinischen Wirkstoffe des Anisöls sind seine ätherischen Öle. Anisöl ist dementsprechend selbst ein ätherisches Öl, das durch Wasserdampfdestillation aus Anisfrüchten (Anisi fructus) oder aus Sternanisfrüchten (Anisi stellati fructus) gewonnen wird. Durch seine Wirkungen gegen Bakterien, Viren und Pilze wirkt das ätherische Öl einerseits nachweislich bei leichten Bauchschmerzen im Oberbauch. Gleichzeitig lösen sich wegen dieser Effekte Krämpfe und Blähungen vergehen. Andererseits wirkt das Anisöl erwiesenermaßen bei Entzündungen der oberen Atemwege. Hier greift das ätherische Öl direkt im Lungengewebe und sorgt dafür, dass es sich entkrampft und der lästige Bronchialschleim abgehustet werden kann.

Auf einen Blick:

Anisöl

  • Wirkt: antibakteriell, gegen Pilze und Viren, auswurffördernd und krampflösend
  • Kann eingesetzt werden bei: Magen-Darmbeschwerden und Entzündungen der Schleimhäute der Luftwege

Inhaltsstoffe des Anisöls

Für die Wirksamkeit des Anisöls sind seine ätherischen Öle verantwortlich, wobei das ätherische Öl trans-Anethol mit einem Anteil von 80-95 % die Hauptkomponente und damit den wichtigsten Inhaltsstoff darstellt. Die Schmelztemperatur des Anethols liegt bei etwa 21°C. Bei Temperaturen unter 21°C bilden sich Kristalle, die überdies einen wichtigen Qualitätsindikator des Öls darstellen.

Anwendung bei Verdauungsbeschwerden und Husten, Bronchitis

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Wohltuend für den Magen und die Bronchien

Manchmal reicht alleine der Geruch von lecker gewürzten Speisen aus, dass einem das Wasser im Munde zusammen läuft. Genau diesen Reflex löst auch das Anisöl aus, wenn es in den Mund und in den Magen gelangt. Im Mund regt es die Speicheldrüsen an und im Magen die Drüsen der Magenschleimhaut. Wegen dieser Wirkungen können Speisen leichter verdaut werden und Bauchschmerzen sowie Völlegefühl lassen nach. Gleichzeitig wirkt das Anisöl leicht krampflösend im Magen-Darmbereich. Dieser Effekt kann besonders bei Blähungen nützlich sein: Sie lassen durch die Wirkung des Anisöls nach.

Gleichzeitig besitzt das Anisöl wertvolle Eigenschaften gegen festsitzenden Husten. Es erweitert nachweislich die Bronchialwege und regt diese an, bei Atemwegserkrankungen den Schleim aus den Atemwegen zu transportieren. Der Effekt: Der Schleim kann sich leichter lösen und abgehustet werden.

Anisöl

Darreichungsform und Dosierung des Anisöls

Anis-Spiritus

Der Anis-Spiritus ist ein alter, bewährter Hustenlöser für die innerliche Einnahme. Nehmen Sie hierzu 1 ml Anisöl, 75 ml Ethanol, 20 ml gereinigtes Wasser und 3 ml Ammoniumchlorid. Das Änisöl wird nun in Ethanol gelöst. Dann wird das Ammoniumchlorid und das gereinigte Wasser hinzugefügt. Schütteln Sie den Anis-Spiritus kräftig durch.

Dosierung

Nehmen Sie 2 bis 3-mal täglich, vor allem morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen, 15 in heißem Wasser aufgelöste Tropfen Anis-Spiritus ein.

Aniswasser

Wie der Anis-Spiritus wird auch das Aniswasser zum Schleimlösen bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Es enthält jedoch weniger Alkohol und ist daher besser für Kinder geeignet. Geben Sie hierzu 1 ml Anisöl auf 35 ml Ethanol und lösen Sie das Anisöl. Anschließend wird 35 ml gereinigtes Wasser hinzugefügt. Schütteln Sie das Aniswasser nun kräftig.

Dosierung

Dosieren Sie das Aniswasser wie den Anis-Spiritus.

Achtung! Sowohl Anis-Spiritus als auch Aniswasser enthalten Alkohol. Sie sind nicht für Alkoholkranke geeignet und sollten für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Inhalation

Bei einer beginnenden oder bestehenden Erkältung ist die Inhalation von verdünntem Anisöl geeignet. Nehmen Sie hierzu ein größeres, breites Gefäß. Geben Sie in das Gefäß etwa 1 Liter heißes Wasser und 5 bis 8 Tropfen des ätherischen Öls. Zur Inhalation legen Sie sich bitte ein großes Handtuch über den Kopf, damit die Dämpfe nicht entweichen können.

Dosierung

Inhalieren Sie je nach Intensität der Beschwerden 2 bis 3-mal täglich. Tipp: Wenn Sie einmal keine Zeit zum Inhalieren bei Schnupfen haben, träufeln Sie 1 Topfen des ätherischen Öls auf ein sauberes Taschentuch und riechen über den Tag verteilt immer wieder daran.

Anisöl

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Bei bekannten Allergien oder Unverträglichkeiten gegen Anisöl oder Anisfrüchte sollte das ätherische Öl nicht angewendet werden. In seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen der Haut, der Atemwege oder des Margen-Darmtrakts kommen. Bei oft wiederholter Anwendung wurde eine Sensibilisierung beobachtet. Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Anisöl ist als Fertigarzneimittel in Kombination mit anderen Heilpflanzen als Kapseln, Tropfen, Sirup oder Pastillen erhältlich oder als reines Öl unter dem Namen Anisi aetheroleum. 

Anisöl wirkt aufgrund seiner anregenden und krampflösenden Wirkungen nachweislich bei Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl und Blähungen. Durch seine Fähigkeit, die Bronchien zu erweitern und Bronchialschleim aus den Atemwegen herauszubefördern, wirkt es zudem erwiesenermaßen bei entzündlichen Erkrankungen der Atemwege.

In der Volksmedizin wird Anisöl bei mangelnder Stillleistung, Menstruationsbeschwerden, Libido- und Potenzmangel innerlich angewendet. Äußerlich findet das Anisöl als hautreizende Einreibung bei rheumatischen Beschwerden sowie gegen Insekten und Läuse seinen Einsatz.

Quellen:
  • Au F: Hausrezepte gegen alle Krankheiten. München 1994
  • Bäumler, S: Heilpflanzen Praxis Heute. München 2007
  • Boskabady MH, Ramazani-Assari M: Relaxant effect of Pipinella anisum on isolated guinea pig tracheal chains and its possible mechanism(s). In: Journal of Ethnopharmacology 2001; 74: 83-88
  • ESCOP (the European Scientific Cooperative on Phytoherapy) (Hrsg.): ESCOP Monographs. 2nd Edition, Stuttgart – New York 2003
  • Kubelka W, Länger R: Phytokodex – Pflanzliche Arzneispezialitäten in Österreich. Gabliz 2001
Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 10.12.2013
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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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