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Aloe (Kap-Aloe - Aloe vera) - Aloe vera und Aloe ferox

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Aloe (Kap-Aloe - Aloe vera) - Aloe vera und Aloe ferox

Hautschmeichler oder Abführmittel?

Im alten Ägypten galt sie als Pflanze der Unsterblichkeit, deren Saft Schönheit und Gesundheit verleihen würde. Ja, die Aloe ist ein legendes Heilgewächs, das seit langer Zeit auf der ganzen Welt verwendet wird. In ihren Blättern verbirgt sich ein schleimhaltiges Pflanzenmark, das Gel der Aloe vera, das als Naturheilmittel dermatologisch gern bei Wunden und Hauterkrankungen eingesetzt wird.

Aloe vera steht für gesunde und weiche Haut. Tatsächlich sind die Extrakte aus der Aloe-vera-Pflanze – oder besser gesagt: das Aloe-vera-Gel – Bestandteil unzähliger Cremes und Kosmetikprodukte. Tatsächlich wird Aloe dermatologisch gerne eingesetzt, ganz besonders wirksam zeigt sie sich dank ihres abführenden Saftes aber auch bei Verstopfung.

Wissenswertes über Aloe vera

Die Aloe ist eine bemerkenswerte Pflanze. In ihren 40 bis 50 Zentimeter langen Blättern besitzt sie ein Gewebe, auch Parenchym genannt, mit dem sie große Wassermengen speichern und Dürrezeiten überdauern kann.

Im Inneren der Blätter, direkt unter der Blattoberfläche befindet sich eine gelblich rote Schicht aus Aloin. Einem Stoff, der bitter schmeckt, extrem abführend wirkt und dadurch potentielle Angreifer wie Vögel oder Nagetiere fernhält.

Medizinische Verwendung finden vor allem zwei Arten der Aloe: Die Echte Aloe (Aloe vera; Syn. Aloe barbadensis) und die Kap-Aloe (Aloe ferox). Darüber hinaus können noch weitere Arten eingesetzt werden, sofern sie den erforderlichen Gehalt an Inhaltstoffen besitzen. Dazu gehören beispielsweise Aloe spicata oder Aloe soccotria.

Dass die Aloe keine einheimische Pflanze ist, sondern ursprünglich in Afrika beheimatet, erklärt die überschaubare Zahl ihrer Synonyme: Barados-Aloe, Curaçao Aloe.

Botanik der Aloe vera

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Bei den beiden medizinisch verwendeten Aloe-Arten Echte Aloe (Aloe vera) und Kap-Aloe (Aloe ferox) handelt es sich um lilienartige Pflanzen, die zur Familie der Affodillgewächse (Asphodelaceae) gehören. Die Pflanzen ähneln Kakteen, sind aber stammlose, kurzstämmige oder baumartige Blattsukkulenten. Mit ihrer Fähigkeit, Wasser in den Blättern zu speichern, überleben sie auch in Regionen, denen die klimatischen Bedingungen nur wenig oder sehr wechselhaften Niederschlag bescheren. Sie besitzen etwa 20 aufrechte lanzettenförmige Blätter, die in einer Rosette angeordnet sind. Aus ihrer Mitte wächst ein baumähnlicher Blütenstand heraus, der 60 bis 90 Zentimeter hoch sein kann. Aus ihm entwickeln sich zahlreiche Blüten von gelber, oranger und roter Farbe.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe der Aloe vera

Für medizinische Zwecke wird der eingedickte Saft der Blätter der Aloe Pflanzen eingesetzt. Dieser wird in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache als Extractum aloes bezeichnet, was zu Deutsch Aloe-Extrakt bedeutet. Die Qualität des Aloe-Extraktes ist durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) festgelegt.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe in dem Aloe-Extrakt sind die sogenannten Anthranoide. Sie werden auch als Anthracenderivate bezeichnet und setzten sich vor allem aus Aloin A, Aloin B, 7-Hydroxyaloin A und 7-Hydroxyaloin B sowie Aloeresine B, C und D zusammen. Zusätzlich enthält die Pflanze Flavonoide.

Medizinische Wirkungen

Aloe-Extrakte sind medizinisch vor allem wegen ihrer Abführwirkung von Bedeutung. Da sie jedoch reizend auf die Darmschleimhaut wirken, darf eine Anwendung nicht länger als ein bis zwei Wochen dauern.

Traditionell und volksmedizinisch werden Aloe-Extrakte und Aloe-vera-Gel auch bei Hauterkrankungen eingesetzt. Die Wirkungen sind jedoch bis heute nicht offiziell anerkannt.

Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte und der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) empfehlen die Einnahme von Aloe-Extrakten bei Verstopfung.

Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 26.06.2015

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