Anzeige
Anzeige

Sie kennen uns vielleicht auch aus:

Adonisröschen – Adonis vernalis

Adonisröschen – Adonis vernalis

Geschützte Pflanze für ein starkes Herz

Als die griechische Göttin den Tod ihres geliebten Adonis beweinte, sollen aus ihren Tränen Adonisröschen entsprungen sein. Das Adonisröschen ist ursprünglich eine Steppenpflanze. Es wächst im Gebiet des nördlichen Urals, über Südost-Schweden und ist bis Mitteleuropa zu finden.

Wobei hilft Adoniskraut?

Adoniskraut eignet sich nachweislich zur Behandlung von leichten Herzbeschwerden in Folge eingeschränkter Herzleistung (Herzinsuffizienz) und ist besonders dann geeignet, wenn die Herzprobleme mit nervösen Leiden verbunden sind. Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung von Adoniskraut „bei leicht eingeschränkter Herzleistung (Herzinsuffizienz im Stadium I bis II nach New York Heard Association), vor allem in Kombination mit nervöser Begleitsymptomatik".

Wissenswertes über das Adonisröschen

Wer das blühende Adonisröschen bestaunen möchte, kann dies am besten im April tun. Allerdings ist die hübsche Heilpflanze außerordentlich wählerisch was ihr Verbreitungsgebiet betrifft.

In Deutschland trifft man die Pflanze mit großer Sicherheit in Teilen Brandenburgs, zur Grenze nach Polen und zwar bevorzugt auf Mergelhängen. Mergel ist ein Gestein, das zu etwa 50% je aus Ton und aus Kalk besteht – und genau dieses Ausgangsgestein trägt dazu bei, dass sich das Adonisröschen relativ schwer verbreiten kann.

Kalkreiche Böden sind in Deutschland relativ selten und haben meistens einen vergleichbar hohen pH-Wert (5 bis 7,5). Aber wie kam das Adonisröschen in die kühlen nordischen Länder, wo es doch bereits in der griechischen Mythologie erwähnt wird und möglicherweise schon in der Antike von dem Gelehrten und Heilkundigen Hippokrates verwendet wurde?

Wie viele Steppenpflanzen wanderte auch das Adonisröschen mit dem Abschmelzen des Eises vor mehreren tausend Jahren nach Mitteleuropa ein und konnte sich durch die Kulturtätigkeit der Menschen ausbreiten.

Aber auch die Schafhaltung spielte eine Rolle bei der Verbreitung der Adonisröschen. Sowohl seine gelb-leuchtenden Blüten als auch sein Kraut enthalten Substanzen, die für die Schafe giftig sein können. Die Tiere weideten rundum das Adonisröschen alles ab, ohne die Pflanze dabei anzurühren. Dadurch könnte sich die Heilpflanze ungestört über ihr Wurzelwerk und ihre Früchte verbreiten.

Trotzdem gilt das Adonisröschen heute als gefährdet und steht unter vollständigem gesetzlichem Naturschutz.

Botanik des Adonisröschens

Das Adonischröschen ist eine mehrjährige, 10 bis 40 cm hoch wachsende Pflanze, aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Ihr schwarzer, kräftiger Wurzelstock ist reich verzweigt und kann bis zu 1 Meter in die Tiefe reichen. Der Stängel wächst aufrecht, ist zur Basis hin schuppig, längsseitig gerieft und innen markig. Seine stängelumfassenden Laubblätter sind sitzend und fiederschnittig mit schmalen, nach unten gebogenen Zipfeln.

Die endständigen 10 manchmal auch 20 Kronblätter sind schmal, granzrandig, an der Spitze leicht gezähnt und von leuchtend gelber Farbe. Auch ihre zahlreichen Staubblätter sind gelb. Aus den Blüten der Adonisröschen entwickeln sich kleine, eiförmige, runzelige Früchtchen, die spindelförmig auf dem Blütenboden angeordnet sind.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Adonisröschens

Zu medizinischen Zwecken wird das blühende Kraut der Adonisröschen eingesetzt, das anschließend getrocknet wird. Adoniskraut heißt in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Adonidis herba. Seine Qualitätsanforderungen sind im Deutschen Arzneibuch (DAB) festgelegt.

Adoniskraut enthält zwischen 0,2 bis 0,8% herzwirksame Steroidglykoside sowie Flavonoide (ca. 1%).

Geschrieben von Redaktion 26.08.2014
Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 26.08.2014
Anzeige