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Arzneien aus dem Küchenschrank: Schnelle pflanzliche Hilfen die jeder zuhause hat

Kartoffeln, Zwiebeln, Kümmel, Gewürznelke, Zitrone und Oregano – alle haben gemeinsam, dass sie Lebensmittel sind, aber auch gleichzeitig bewährte Hausmittel. Auch heute können wir noch von dem großen Erfahrungsschatz unser Großmütter profitieren und durch Lebensmittel, die sich fast in jeder Küche finden lassen, schnelle Linderung bei so manchen Erkrankungen erfahren.

  • Basilikum – Lecker zu Tomaten und vertreibt Winde

    Basilikum gibt dem Mozzarella-Tomaten-Teller erst den richtigen Pepp, aber es soll auch Blähungen und Übelkeit vertreiben. Basilikum wirkt darüber hinaus schleimlösend, nervenstärkend und entzündungshemmend. Bei Rachenentzündung, Völlegefühl und Blähungen kann ein Tee aus getrocknetem Basilikum hilfreich sein. Dazu 2 gehäufte Teelöffel Basilikum mit 150 ml kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und 2-3-mal zwischen den Mahlzeiten trinken.
  • Erdbeere – kalorienarm und ein schmackhaftes Entschlackungsmittel

    Die frische Erdbeere wirkt abführend, harntreibend und blutreinigend. Als kalorienarmes Obst ist die Erdbeere daher ideal für kurzfristige Entschlackungskuren. Die Erdbeerblätter als Tee zubereitet können bei Rachenentzündungen, Durchfall, Erkältungen und Harnwegserkrankungen eingesetzt werden. Auch gegen Nervosität kann ein Erdbeerblätter-Tee gute Dienste leisten.
  • Gewürznelke – das bewährte Hausmittel bei Zahnschmerzen

    Gewürznelke gilt in der Volksheilkunde als ein gutes Hausmittel bei Zahnschmerzen. Besonders wenn Zahnschmerzen an Wochenenden und Feiertagen auftauchen, kann man sich mit der Gewürznelke behelfen, bis man den Zahnarzt aufsuchen kann. Kommen die Schmerzen von einem Loch im Zahn, wird die Gewürznelke einfach in das Zahnloch gesteckt. Ansonsten wird die Nelke in der Nähe des schmerzenden Zahnes zerbissen. Gewürznelken-Öl soll daneben ein gutes Mittel gegen Mundgeruch sein. Für ein Mundwasser zum Gurgeln werden einige Tropfen des Öls in ein Glas mit warmem Wasser gegeben.
  • Fenchel, Dill und Kümmel – Gewürzsamen gegen Verdauungsbeschwerden

    Alle drei Gewürzsamen wirken gegen Blähungen, sind krampflösend, appetitanregend und verdauungsfördernd. Fenchelsamen wirken darüber hinaus auch harntreibend, antibiotisch und auswurffördernd, und können deswegen auch bei Husten und Rachenentzündungen Verwendung finden. Dem Kümmelsamen werden dagegen zusätzlich kopfschmerzlindernde Eigenschaften zugesprochen. Für eine Teezubereitung aus den genannten Gewürzsamen sollten die Samen vorher mit einem Mörser zerstoßen werden, damit das ätherische Öl in den Tee übergehen kann. Der Tee sollte abgedeckt ziehen, damit sich die ätherischen Öle nicht verflüchtigen.
  • Kakao – sorgt für Glücksgefühle

    Schlechte Laune, stressige Arbeitstage oder leichte depressive Verstimmungen lassen sich mit Kakao vertreiben. Kakao entspannt, regt an und wirkt euphorisierend. Nicht umsonst gilt Schokolade als der Glücklichmacher, jedoch nur Schokolade mit einem hohen Kakaogehalt. Denen in Kakao enthaltenen Wirkstoffen Dopamin, Serotonin und Theobromin werden stimmungsaufhellende Eigenschaften zugesprochen, sie wirken somit gegen schlechte Laune und Stress. Gute Gründe, sich öfter mal einen leckeren Kakao zu gönnen.
  • Muskatnuss – ein würziges Aphrodisiakum

    Kartoffelgerichte, Suppen und Eintöpfe werden gern mit frisch geriebener Muskatnuss verfeinert. Planen Sie einen romantischen Abend, dann sollten Sie mit dem Gewürz nicht zu sparsam umgehen, denn der Muskatnuss wird eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Daneben wirkt Muskatnuss verdauungsfördernd und stimmungsaufhellend. Große Mengen Muskatnuss soll eine ähnliche Rauschwirkung wie Cannabis haben. Allerdings müssten dazu solch große Mengen Muskatnuss eingenommen werden, dass sie unweigerlich zu einem Brechreiz führen. Statt eines Rausches kommt es eher zu starken körperlichen Nebenwirkungen und im schlimmsten Fall zu Vergiftungserscheinungen (siehe dazu auch Oregano).
  • Oregano – das Küchengewürz gegen Kopfschmerzen

    Oregano darf auf keiner Pizza fehlen, deswegen wird das Gewürz auch in fast jedem Haushalt zu finden sein. Oregano wirkt antibiotisch, harmonisierend und schmerzlindernd. Ein Tee aus dem getrockneten Kraut soll Kopfschmerzen lösen, Übelkeit vertreiben und gegen Gereiztheit wirken. Für die Teezubereitung werden 1-2 Teelöffel getrocknetes Oreganokraut mit heißem Wasser übergossen und zugedeckt etwa 10 Minuten ziehen gelassen. Im Internet kursieren Gerüchte, dass das Rauchen von Oregano Rauschzustände auslösen kann. Oregano ist aufgrund seiner Inhaltsstoffe ebenso wenig als Rauschdroge brauchbar wie andere Gewürzpflanzen (siehe dazu auch Muskatnuss).
  • Pfefferminze – vertreibt Übelkeit und Kopfschmerzen

    Bei leichten Verdauungsbeschwerden und Übelkeit (die nicht auf eine Viruserkrankung zurückzuführen sind) ist in der Volksheilkunde ein Pfefferminztee das Allheilmittel. Pfefferminze wirkt hierbei krampflösend und galletreibend. Daneben soll Pfefferminzöl gegen Kopfschmerzen helfen, wenn es auf Stirn, Schläfen und Nasenwurzel aufgetragen wird. Die schmerzlindernden Eigenschaften der Pfefferminze werden dafür verantwortlich gemacht. Auch bei Erkältungskrankheiten soll ein Pfefferminztee hilfreich sein. Es lohnt sich also, Pfefferminze im Garten oder auf dem Balkon anzupflanzen, um das hilfreiche Heilkraut stets bei Bedarf zur Hand zu haben.
  • Salz – Weißes Gold, das sogar Leben retten kann

    Salz ist zwar keine Heilpflanze aber ein Hausmittel. das nicht unerwähnt bleiben darf. Eine stark gesättigte Salzlösung kann gegen Zahnschmerzen genutzt werden. Dazu die Salzlösung solange wie möglich im Mund behalten, bis die Zahnschmerzen nachlassen. Die Lösung darf nicht heruntergeschluckt werden und ist deswegen für kleine Kinder nicht geeignet. Bei einem Insektenstich im Mund- und Rachenraum kann Salz lebensrettend wirken, wenn sofort Salz auf die Zunge aufgebracht  wird, damit diese nicht anschwillt. Gleichzeitig sollte sofort ein Notarzt gerufen werden, denn bei einem Insektenstich im Mundraum besteht höchste Lebensgefahr. Äußerlich kann ein Brei aus Salz und Wasser bei Insektenstichen und juckenden Hautreaktionen den Juckreiz lindern, indem der Salz-Brei auf die betreffende Stelle aufgetragen wird.
  • Kartoffeln und Zwiebeln – zwei Hausmittel gegen Hals- und Ohrenschmerzen

    Kartoffeln und Zwiebeln, die Zutaten für schmackhafte Bratkartoffeln - aber daneben sind die beiden Nahrungsmittel bewährte Hausmittel bei Ohren- und Halsschmerzen. Entweder nutzt man kleingeschnittene Zwiebeln oder gekochte, noch warme und zerdrückte Kartoffeln, wickelt diese in ein Tuch und legt den Wickel um den Hals. Gegen Ohrenschmerzen wird der Saft von Zwiebeln verwendet, mit dem ein Tuch getränkt und auf das erkrankte Ohr gelegt wird. Die Zwiebel wirkt daneben auch verdauungsfördernd, hustenstillend, entzündungshemmend und bindegewebsstärkend. Zwiebeln in Speisen sind aber auch dafür bekannt, Blähungen zu verursachen. Daher ist es empfehlenswert, Speisen wie Zwiebelkuchen mit Kümmel zu würzen, um Blähungen vorzubeugen.
  • Zitrone – die saure Frucht für alle Fälle

    Kaum ein Obst kann so vielfältig eingesetzt werden wie die Zitrone. Ihr hoher Vitamin C-Gehalt kann das Immunsystem stärken und gegen Erkältungen helfen. Auf kleine Wunden geträufelt wirkt die Zitrone blutstillend und desinfizierend. Als Mittel gegen Mundgeruch soll eine Mischung aus Wasser und Zitrone, mit der gegurgelt wird, Wunder wirken. Bei Kopfschmerzen wird in der Volksheilkunde eine Mischung aus ungesüßten, schwarzen Bohnenkaffee mit einem Schuss Zitronensaft empfohlen. Ein Hühnerauge kann mit einer frischen Zitronenscheibe behandelt werden, die über Nacht aufgelegt wird. Durch die antiseptische Wirkung soll sich das Hühnerauge zurückbilden.
Geschrieben von Redaktion am 15.10.2012

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