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Gesunde Gewürze in Lebkuchen

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Lebkuchen ist durch seine Zutaten wie Nüsse, Mandeln, Honig und Schokolade zwar sehr kalorienreich, aber das macht ihn lange nicht zu einem No-Go für gesunde Ernährung. Ganz im Gegenteil: Früher war Lebkuchen in den Fastenzeiten eine willkommene Ergänzung des Speiseplanes, da das „Magenbrot“ für seine gesundheitlichen Wirkungen geschätzt wurde. Die Gewürze Koriander und Piment waren es wohl, die dem Gebäck seinen (berechtigten) verdauungsfördernden Ruf eintrugen. Die ätherischen Öle von Nelken und Zimt haben eine antiseptische, antibakterielle und antimykotische Wirkung und vor allem bei Husten und Bronchialerkrankungen kann der Anis im Lebkuchen seine wohltuende Wirkung zeigen. Die enthaltenen Gewürze variieren von Sorte zu Sorte: Welche sind in Ihren Lieblingslebkuchen enthalten?

Ingwer

Ingwer gehört zu den beliebtesten asiatischen Gewürzen, würzt so manche Chinapfanne, britische Kekse und ist auch als Tee beliebt. Die Öle der frischen Wurzel bekämpfen Übelkeit und Appetitlosigkeit und werden in der Naturheilkunde auch bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt.

Kardamom

Süß und leicht scharf ist dieses Gewürz aus Asien. Kardamom gehört zu den Ingwergewächsen, allerdings bei ihm die Frucht genutzt und nicht die Wurzel wie beim Ingwer. Seine ätherischen Öle sind hilfreich bei Blähungen und Magenbeschwerden und regen die Verdauung an.

Koriander

Magenkrämpfe, Appetitlosigkeit, Blähungen und Durchfall sind das Haupteinsatzgebiet des Korianders, doch auch zur Entgiftung und gegen chronische Entzündungen kann Koriander gute Dienste leisten. Die Gewürzpflanze, deren Blätter und Samen verwendet werden, diente früher als eine Art pflanzliches Antibiotikum.

Anis

Dieses Gewürz wurde nicht erst aus Asien eingeführt, Anis wächst auch im Mittelmeerraum und ist von seinem Erscheinungsbild her dem Dill sehr ähnlich. Heute wird Anis gerne in Kräutertees und Kräuterbonbons verarbeitet, denn er hat ein süßes, wohlschmeckendes Aroma. Seine ätherischen Öle regen die Verdauung sanft an und beugen Blähungen vor – eine Eigenschaft, die bei Säuglingen gerne eingesetzt und durch Babytees und über die Muttermilch genutzt wird. Antibakteriell, krampflösend, harntreibend, schleimlösend – diese und viele weitere Eigenschaften vereint die gesunde Wirkung des Anis.

Nelken

Das Aroma der Nelke ist ausgesprochen intensiv und als Würzmittel in Currymischungen, im Glühwein und in Rotkraut häufig zu finden. Bekannt ist die betäubende Wirkung des Nelkenöls, das in der Zahnheilkunde auch heute noch sehr gerne genutzt wird. Bei gastritischen Beschwerden, Blähungen, Erbrechen und anderen Verdauungsproblemen leistet Nelkenöl gute Dienste. Dass es als Zutat in so manchem Magenbitter enthalten ist, wundert deshalb nicht. Doch auch äußerlich wird Nelkenöl bei rheumatischen Beschwerden und Muskelschmerzen eingesetzt.

Zimt

Dieses beliebte Gewürz wird aus der getrockneten Rinde des asiatischen Zimtbaums hergestellt, die als Zimtstangen gehandelt werden. Früher war Zimt ein äußerst teures, exklusives Gewürz, heute verleiht es in großen Mengen so manchem Gebäck und dem Glühwein seine besondere Note und ist ein wichtiger Geschmacksgeber im Lebkuchen. Zimtöl regt, äußerlich angewendet, die Durchblutung an, wirkt schmerzstillend und entkrampfend. Sowohl den Blutdruck als auch den Blutzucker senkt man in der Naturheilkunde gerne mit Zimt und bekämpft damit Verdauungsbeschwerden. Die adstringierenden, also blutstillenden Eigenschaften des Zimtes sind besonders bemerkenswert, ebenso seine antibakteriellen und schleimlösenden.

Muskatnuss

In unseren Küchen wird die Muskatnuss hauptsächlich im Kartoffelbrei oder in Saucen zu Blumen- und Rosenkohl eingesetzt. Die heilsame Wirkung der Muskatnuss ist kaum noch bekannt, doch im Mittelalter war sie bei Verdauungsbeschwerden, Nervenleiden und zur geistigen Leistungssteigerung ein wichtiges Heilmittel. Bei Überdosierung kann es allerdings zu Kopfschmerzen, Schweißausbrüchen und starken Halluzinationen kommen – Muskatnuss wurde einst auch als Rauschmittel eingesetzt!

Piment

Die Früchte der Pimentpflanze stammen nicht aus Asien wie die meisten Gewürze, die den Lebkuchen bereichern, sondern wurden von Christopher Kolumbus auf Jamaika und anderen Antilleninseln entdeckt und nach Europa gebracht. Wegen seiner verdauungsfördernden Wirkung wird es als Gewürz oft beim Zubereiten schwer verdaulicher Lebensmittel eingesetzt.

Geschrieben von Redaktion am 06.12.2013

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