Coole Kräuterdrinks für heiße Tage

Auf der Suche nach leckeren und gleichzeitig auch gesunden Erfrischungsgetränken begegnen uns in Discountern und im Getränkefachhandel immer häufiger Bio-Limonaden, die mit Kräutergeschmack werben. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät sehr schnell, dass auch diese Getränke fast ausschließlich aus Wasser und Zucker bestehen und der Geschmack oft natürlichen Aromen zu verdanken ist.
Warum aber zum aromatisierten Zuckerwasser der Industrie greifen (das noch dazu nicht besonders preiswert angeboten wird!), wenn das Herstellen eines erfrischenden Kräutergetränkes doch so einfach ist? Limonade, Bowle und andere Getränke lassen sich auch in der eigenen Küche ohne großen Aufwand selbst produzieren. Auf Zucker kann man auch hier aus Gründen der Konservierung und des besseren Geschmacks nicht verzichten, aber man kann den Anteil selbst steuern und zum Teil auch auf Rohrzucker oder auch Honig ausweichen. Und bei der Auswahl der Kräuter sind dem eigenen Geschmack keine Grenzen gesetzt.
Am Anfang stehen die Kräuter
Wer selbst in einer Kräuterspirale oder eine passenden Ecke seines Gartens Kräuter zieht, hat es natürlich am einfachsten. Er kennt die Pflanzen, die dort wachsen und weiß, dass sie nicht verschmutzt und chemisch behandelt sind. Als Alternative können Sie Kräuter auf dem Markt beim Händler Ihres Vertrauens einkaufen oder auch einfach selbst sammeln. Dabei sollten Sie einige Grundregeln beherzigen:
- Sammeln Sie nur Kräuter, die Sie gut kennen. Es müssen keine ausgefallenen, seltenen Pflanzen sein. Informieren Sie sich vorher gut über Aussehen und Eigenschaften
- Meiden Sie Wiesen und Sammelplätze in der Nähe von intensivbewirtschafteten Feldern und vielbefahrenen Straßen, da die Kräuter dort mit Schadstoffen belastet sind
- Nehmen Sie immer nur so viele Kräuter mit, wie Sie an diesem Tag auch verarbeiten können und lassen Sie an der Sammelstelle immer genug von der Pflanze zurück, damit sie sich weiter vermehren kann
- Wählen Sie junge, frische Blätter und Stängel aus, die Sie am besten mit den Fingernägeln abknipsen. Natürlich können Sie auch eine kleine Schere oder ein scharfes Messer verwenden. Wichtig ist, dass Sie die Kräuter nicht einfach nur abrupfen, damit Sie die Wurzeln nicht unbeabsichtigt mit herausreißen
- Sammeln Sie nicht in einer Plastiktüte, in der sie schnell well werden, sondern in einem luftdurchlässigen Korb oder einem Leinenbeutel
- Nach starken Regenfällen sollten Sie nicht sofort sammeln gehen, ebensowenig bei lang anhaltender Trockenheit. Die Kräuter enthalten dann weniger Wirkstoffe und ätherische Öle. Auch die Tageszeit ist wichtig: Am besten ist die Ernte kurz vor der Mittagszeit.
Zur Herstellung unserer Getränke trockenen wir die Kräuter nicht, sondern verwenden sie frisch.


