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Topinambur

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Die Knollen der Topinambur mögen im Gemüseregal keine so glänzende Figur abgeben wie manch anderes exotisches Gewächs, doch auf dem Teller sorgen sie für ein süßes Aroma und besitzen zudem eine ausgesprochen positive Gesundheitswirkung.

Wer Topinamburknollen das erste Mal in den Händen hält, fühlt sich an unförmige Kartoffeln oder auch an Ingwerknollen erinnert. Doch die Pflanze ist ein Korbblütler und eng mit der Sonnenblume verwandt. Wenn sie voll in der Blüte steht, ist dies kaum zu übersehen: Die einjährigen Triebe werden zwei bis drei Meter hoch und tragen leuchtende gelbe Blüten. Topinambur wächst buschähnlich und breitet sich durch seine unterirdischen Ausläufer schnell aus. An diesen bilden sich die dicken Knollen mit ihrem weißen Fleisch, umgeben von hellbrauner bis violetter Haut. Auch als „Indianerknolle“ wird Topinambur manchmal bezeichnet und das verrät ihre Herkunft aus Mittel- und Nordamerika. Als die Knollen Anfang des 19. Jahrhunderts nach Europa gelangten, wurden sie hier sehr schnell zum Volksnahrungsmittel, da sie sehr nahrhaft und sättigend sind und sich leicht anbauen und vermehren lassen. Durch den Siegeszug der Kartoffel geriet die Topinambur dann irgendwann fast in Vergessenheit.

Was die Topinambur heute zum begehrten Wintergemüse macht, ist ihr süßes, nussiges Aroma und die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten: Als gedünstetes Gemüse oder als kartoffelähnliche Beilage, als Basis für eine cremige Suppe oder auch als geraspelte Zutat im Rohkostsalat ist die Knolle schnell und einfach zubereitet. Die Süße der Topinambur ist übrigens in roher Form am intensivsten und geht beim Kochen weitestgehend verloren.

Besonders Diabetiker wissen die Indianerknolle sehr zu schätzen: Sie enthält viel Inulin. Das hat nicht nur positiven Einfluss auf die Verdauung und die Darmflora, sondern quillt als wasserbindender Ballaststoff in Magen und Darm stark an. Dadurch macht Topinambur schnell satt, enthält aber kaum Kalorien. Weil die enthaltene Fructose im Inulin gebunden ist und erst im Dickdarm freigesetzt wird, erhöht sie den Blutzuckerspiegel nicht so stark wie Stärke von Kartoffeln.

Geschrieben von Redaktion am 03.02.2014

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