Fasten – Reinigung für Körper, Geist und Seele

Fasten – Reinigung für Körper, Geist und Seele

Wenn sich der Winter dem Ende entgegenneigt, und das Frühjahr vor der Haustür steht, möchten viele Menschen den angesammelten Ballast der vergangenen Wochen oder des alten Jahres loswerden. Wir klagen darüber zu viel geschlemmt zu haben, leiden unter Bewegungsmangel, fühlen uns aufgebläht, dick und träge. Die guten Neujahrsvorsätze sind noch längst nicht umgesetzt. Eine Fastenkur möchte fast jeder Deutsche einmal im Jahr durchführen, nicht nur Frauen, auch Männer schließen sich diesem Trend immer häufiger an. Doch was bedeutet Fasten, für wen ist Fasten geeignet und wie führt man eine erfolgreiche Fastenkur durch?

Fasten ist ein uraltes Brauchtum, das seine Wurzeln in den Weltreligionen hat. Denn Fasten bedeutet viel mehr als nur „Abnehmen“ – es geht um Reinigung von Körper, Geist und Seele. Fasten kommt vom gotischen „fastan“ und bedeutet „festhalten, beobachten, bewachen“. Damit ist die Enthaltsamkeit, der Verzicht auf Nahrung über einen gewissen Zeitraum, meist einige Tage bis Wochen gemeint. Das moderne Heilfasten entstand Ende des 19. Jahrhunderts.

Heilfasten dient dem Zweck die eigene Gesundheit zu fördern, Krankheiten vorzubeugen oder zu lindern, und ist definiert als freiwilliger Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für eine begrenzte Zeit. Für das richtige Fasten gibt es Leitlinien, die berücksichtigt werden sollten, damit es seine vielen positiven Wirkungen entfalten kann, neben denen der Gewichtsverlust nur zweitrangiges Ziel ist. In erster Linie geht es um eine Entgiftung und „Entschlackung“ von Körper und Seele durch die Darmreinigung und starke Entwässerung während der ein- bis sechswöchigen Fastenkur. Diese entfaltet einen ausgleichenden Effekt auf Blutdruck, Blutfette und Blutzucker und ein Anti-Aging Effekt. Die Müdigkeit weicht dem Gefühl von Vitalität und Lebenslust.

Vom Fasten profitieren alle gesunden Erwachsenen, außer Schwangere und sehr alte Menschen. Gefastet werden sollte immer unter ärztlicher Aufsicht, auch beim Fasten daheim. Als Buchinger-Heilfasten, Schroth-Kur oder Mayr-Kur wird es in vielen Kliniken auch chronisch kranken Menschen angeboten.

Heilpflanzen unterstützen den Entgiftungsprozess während des Fastens. Pflanzliche Wirkstoffe die das Entwässern anregen, helfen Schadstoffe über die Nieren auszuscheiden und wirken blutreinigend. Andere regen die Verdauungsenzyme des Leber- und Gallestoffwechsel an. Während der Fastenzeit wird viel Flüssigkeit getrunken, drei bis vier Liter pro Tag dürfen es sein. Selbsthergestellte Heilkräutertees mit Brennnesselkraut oder Löwenzahnwurzel sind nun ein ideales Getränk.

Geschrieben von Redaktion am 08.02.2012
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