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Zeichen der Zeit - Natürliche Mittel gegen Hautalterung

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Irgendwann tauchen sie auf: die ersten Fältchen. Anfangs spielen sie noch fein um Mund und Augen, dann werden sie immer tiefer. Die Zeit blickt einem förmlich aus dem Spiegel entgegen. Doch wie verändert die Zeit unsere Haut? Welche Faktoren beschleunigen den Prozess noch weiter und wie können wir ihn vielleicht ein bisschen aufhalten? Die Kosmetikindustrie hat dazu eine reiche Palette an Produkten auf dem Markt, doch häufig führen sie zu allergischen Reaktionen oder zur Reizung der Haut. Vielleicht bieten sich hier pflanzliche Alternativen an? 

So verändert sich die Haut

Mit dem Alter werden die Bindegewebsfasern immer weniger und lascher. Sie verlieren an Spannkraft, wie Gummifasern ihren Zug verlieren. Auch die Fettschicht und der Wassergehalt nehmen ab, sodass die Haut nicht mehr prall nach außen gedrückt wird. Mit 20 bis 30 Jahren setzt diese Prozesse unaufhaltsam ein - die genetisch vorprogrammierte natürliche Hautalterung ("intrinsisches Altern"). Doch hinzu kommt, dass UV-Strahlung aber auch ungesunde Ernährung, Stress sowie Alkohol- und Nikotinkonsum zur äußeren Hautalterung ("extrinsisches Altern") führen. Sie führen zur Bildung von reaktiven Sauerstoffspezies, die Zellbestandteile und Bindegewebsfasern angreifen. Extrinsisch gealterte Haut sieht man: sie zeigt sich als typische "Lederhaut" mit Pigmentstörungen, tiefen Falten und Erschlaffung.

Die natürliche Verjüngungskur?

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In der Pflanzenheilkunde wird intensiv an Stoffen geforscht, die Hautalterung nicht stoppen aber immerhin verlangsamen könnten. Wir stellen Ihnen einige der neuesten Erkenntnisse vor:

 

Schon lange fester Bestandteil der Volksmedizin - zum Beispiel äußerlich als Erste Hilfe nach Sonnenbrand oder bei entzündlichen Erkrankungen von Haut oder inneren Organen - wurde jetzt auch ein Zusammenhang zur Hautalterung hergestellt. In einem Experiment waren die Level von Enzymen, die das Bindegewebe schädigen, bei Mäusen mit UV-Bestrahlung, die Calendula Präparate geschluckt hatten gleich hoch wie bei Vergleichsmäusen die nie den Strahlen ausgesetzt waren.
Die Blätter des in unseren Gefilden heimischen Baums scheinen es in sich zu haben: sie enthalten zum einen sehr starke Antioxidantien, die reaktive Sauerstoffspezies unschädlich machen. Zum anderen können sie anscheinend die Zellen des Bindegewebes dazu anregen sich zusammenzuziehen. Forscher konnten nach sechs Wochen Behandlung mit 3 % igem Gel aus Rosskastanien Extrakt einen deutliche Abnahme von Falten in der Augenpartie feststellen.
Extrakte aus der auch als Zaubernuss bezeichneten Pflanze konnten im Experiment menschliche Hautzellen zum Wachstum anregen und den Wasserverlust reduzieren. Auch gegen die Rötung nach einem Sonnenbrand scheinen die antientzündlichen Effekte von Hamamelis zu helfen: in einer Studie war die Rötung im Gegensatz zur Vergleichsgruppe nach zwei Tagen um 20 - 27% geringer.

Ihre persönliche Anti-Aging-Creme

Und mit diesen neuen Erkenntnissen können Sie direkt zur Tat schreiten und sich selbst Ihre Anti-Faltencreme herstellen. Das könnte zum Beispiel folgendermaßen aussehen:

 

 

  • 30 ml Calendula-Öl
  • 4 Gramm Bienenwachs
  • 15 Gramm Laonlin (Wollwachs)
  • 30 ml Rosskastanien- oder Hamamelistinktur

 

 

Und was jeder weiß, aber zu guter Letzt als Hinweis auch nicht fehlen darf: die beste Hilfe bei Hautalterung ist und bleibt Vorbeugung. Das heißt: lange Sonnenbäder, wenig Trinken, Rauchen und ungesunde Ernährung wirken beschleunigend auf die Alterungsprozesse der Haut.

 

Quellen:
  • Mukherjee, Pulok K., et al. "Bioactive compounds from natural resources against skin aging." Phytomedicine 19.1 (2011): 64-73.
  • Fujimura, Tsutomu, et al. "A horse chestnut extract, which induces contraction forces in fibroblasts, is a potent anti-aging ingredient." Journal of cosmetic science 57.5 (2006): 369.
  • Wilkinson, J. A., and A. M. G. Brown. "Horse Chestnut–Aesculus Hippocastanum: Potential Applications in Cosmetic Skin‐care Products." International journal of cosmetic science 21.6 (1999): 437-447.
Katharina Haller
Geschrieben von Katharina Haller , Medizinstudentin an der Universität Rostock
Zuletzt aktualisiert am 31.01.2017