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Wechseljahrsbeschwerden (Klimakterium)

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Wechseljahrsbeschwerden (Klimakterium)

Die Zeit der Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, ist keine Krankheit, sondern eine natürliche Übergangsphase im Leben jeder Frau. Zwischen ihrem 45. und 55. Lebensjahr geht die Frau von der Geschlechtsreife in die Zeit des Alters (Senium, ab dem 70. Lebensjahr) über. 

Als junges Mädchen entwickelt sie in der Pubertät die Geschlechtszeichen, bis zum 15. Lebensjahr setzt der Zyklus mit den monatlichen Regelblutungen ein. Die Phase der Zyklen, in der in den Eierstöcken Eibläschen bis zum Eisprung heranreifen, ist die Zeit der Fruchtbarkeit, auch Geschlechtsreife genannt und dauert circa 30 Jahre. Am Ende der Geschlechtsreife ab dem 45. Lebensjahr nimmt die Zahl der Eibläschen in den Eierstöcken stetig ab. Mit durchschnittlich 51 Jahren, wenn die Eierstöcke schließlich leer sind, ist die Menopause erreicht. Die Regelblutung, das äußere Zeichen für die Eierstockzyklen, bleibt ganz aus.

Das Leben jeder Frau macht diese Phasen durch, sie kennzeichnen die Entwicklung und den Verlust der Fruchtbarkeit. Bildhaft können wir uns die vier Jahreszeiten vorstellen: die Pubertät wäre der Frühling, die Geschlechtsreife der Sommer, die Wechseljahre wären der Herbst und das Alter schließlich würde vom Winter bestimmt. Leicht vorstellbar, dass die Übergangsphase des Klimakteriums nicht ganz einfach ist, denn sie ist mit vielen hormonellen Umstellungen verknüpft, an die sich der Organismus erstmal gewöhnen muss. Auch die Frau selbst erlebt sich anders in ihrer weiblichen Rolle. In den Wechseljahren, die 10 bis 15 Jahre andauern, geschehen eine Menge Umstellungen, an die sich der Stoffwechsel anpassen muss, und die seelisch verarbeitet sein wollen.

Begrifflich wird unterschieden:

  • Prämenopause: Zeit vor der Menopause in der die Regelblutungen unregelmäßig werden und die Eierstockfunktion im Erlöschen begriffen ist (ab dem 45. LJ)
  • Menopause: Zeitpunkt nach der letzten Regelblutung (durchschnittlich 51. LJ)
  • Perimenopause: Zeit um diese letzte Regelblutung herum (45.-55. LJ)
  • Postmenopause: Zeitraum nach der letzten Regelblutung bis zum Alter, das mit dem 70. LJ beginnt
  • Klimakterium: bezeichnet die Symptome und Beschwerden, die während der Perimenopause auftreten können
  • Wechseljahre: entsprechen dem Klimakterium, wobei die Wechseljahre auch beschwerdefrei ablaufen können

Ursachen von Wechseljahrsbeschwerden

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Ursachen für diese Umstellungen sind die sinkende Zahl der im Eierstock bereitstehenden Eibläschen. Dadurch entsteht ein Östrogenmangel, der die Wechseljahrsbeschwerden verursacht, auch klimakterische Beschwerden genannt.

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Symptome von Wechseljahrsbeschwerden

Ein Drittel aller Frauen erlebt die Wechseljahre beschwerdefrei, ein Drittel ist von leichten bis mittleren Beschwerden betroffen, und ein Drittel macht eine Phase mit heftigen Symptomen und Beschwerden durch. Dazu gehören Regelblutungsstörungen, Hitzewallungen und die vaginale Atrophie (Abnahme der Scheidenschleimhaut mit Trockenheit). Weitere Symptome können Schlafstörungen, Nervosität, Reizbarkeit und Harnwegsbeschwerden sein, langfristig kann es zur Osteoporose kommen - einem Verlust der Knochendichte mit einer erhöhten Gefahr für Knochenbrüche.

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Diagnose von Wechseljahrsbeschwerden

Zur Diagnose ist oft das ärztliche Gespräch ausreichend, mit dem Verlauf der Regelblutungen und dem Alter der Frau und eine Untersuchung der Zellen der Scheidenschleimhaut. Zusätzlich kann eine Hormonbestimmung, bei Verdacht auf Osteoporose eine Knochendichtemessung durchgeführt werden.

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Therapie bei Wechseljahrsbeschwerden

Eine Hormonsubstitutionstherapie (Behandlung mit einem Hormonpräparat) handhabt man heute eher zurückhaltend, bei massiven klimakterischen Beschwerden oder wenn die Eierstöcke operativ entfernt werden mussten.

Als Alternative gibt es pflanzliche Wirkstoffe, die der Frau helfen, die Wechseljahre sanft und natürlich zu durchleben.

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Wechseljahrsbeschwerden im Überblick:
  • Die Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, sind eine natürliche Übergangsphase jeder Frau vom Ende der Geschlechtsreife in die Unfruchtbarkeit – ein Drittel erlebt sie beschwerdefrei
  • Dabei erlischt die Eierstockfunktion was mit circa 51 Jahren zum Aussetzten der Regelblutungen führt.
  • Die vielen hormonellen Umstellungen führen bei zwei Drittel jedoch zu leichten bis starken Symptomen wie unregelmäßige Menstruation, Hitzewallungen und Trockenheit der Scheidenschleimhaut, begleitet von anderen psychischen und vegetativen Symptomen, zudem kann es zu Osteoporose kommen.
  • Eine Therapie mit einem Hormonpräparat empfiehlt man bei starker Beeinträchtigung durch die Symptome, alternativ stehen gute pflanzliche Präparate zur Verfügung.
Wann zum Arzt:


Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Wenn Symptome wie Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Harninkontinenz (unkontrollierbarer Harnabgang) oder Scheidentrockenheit die Lebensqualität zu sehr beeinträchtigen
  • Wenn die Blutung schon mal ganz ausgesetzt hat (länger als 3 Monate) und dann wiedergekommen ist (postmenopausale Blutungen) sollte eine Krebserkrankung ausgeschlossen werden.
  • Wenn es vor dem 42. Lebensjahr zu Wechseljahrbeschwerden kommt, da dann die Eierstockfunktion vorzeitig erlöschen kann und die Frau zu früh in die Phase der Unfruchtbarkeit eintritt.
Morgana Hack
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 15.10.2013