Anzeige
Anzeige

Sie kennen uns vielleicht auch aus:

Ödeme (Wassereinlagerung im Gewebe)

Anzeige
Ödeme (Wassereinlagerung im Gewebe)

Dicke, schwere Beine und andere Schwellungen

Ödeme zeigen sich am häufigsten durch geschwollene, dicke Beine, die man am Abend nur noch hochlegen möchte. Manchmal sind diese Einlagerungen von Flüssigkeit in den Beinen nur unschön anzusehen oder einfach unangenehm. Die meisten Menschen kennen geschwollene Beine nach längerem Stillsitzen auf Autofahrten oder Reisen. Diese natürliche Störung klingt nach etwas Bewegung von allein wieder ab. Manche Frauen kennen Ödeme prämenstruell, einige Tage bevor die Regelblutung einsetzt. Bei anderen Formen fehlt den Betroffenen aufgrund schwerer Herz- Leber- oder Nierenleiden der Kompensationsmechanismus – dann können Wassereinlagerungen im Gewebe sogar lebensbedrohlich sein oder schwere Behinderungen im Alltag verursachen und müssen mit Medikamenten behandelt werden. Bei einigen Ödemen helfen je nach Ursache Lymphdrainagen, Kompressionsstrümpfe oder pflanzliche Wirkstoffe.

Ein Ödem ist eine Wassereinlagerung im Gewebe aufgrund von Flüssigkeitsaustritt aus den Gefäßen in den Zwischenzellraum, meist unter der Haut. „Wassersucht“ sagt man im Volksmund auch dazu. Ödeme sind kein Krankheitsbild, sondern Symptom vieler zugrundeliegender Störungen.

Ursachen und Symptome von Ödemen

Die Ursachen und Symptome sind vielfältig. Man unterscheidet generalisierte Ödeme, die den ganzen Körper betreffen können von lokalisierten Ödemen, die nur bestimmte Körperpartien wie ein Bein oder Arm betreffen.

Häufige Ursache für Beinödeme sind Stauungen der Beinvenen wie bei chronisch venöser Insuffizienz. Krankheiten und Verletzungen der Lymphbahnen (z.B. nach Brustkrebs-Operation) verursachen Lymphödeme, die sehr derb sind. Allergien wiederum können das sogenannte Quincke-Ödem im Gesicht auslösen. Generalisierte Ödeme entstehen bei Herzschwäche, Nierenversagen, Leberschäden oder Eiweißmangel. Häufig schwellen beide Beine an, auffällig ist dabei das weiche Gewebe, in das sich leicht mit dem Finger Dellen hineindrücken lassen.

Mehr zu den Ursachen & Symptomen eines Ödems.

Diagnose eines Ödems

Anzeige

Entscheidend für die Diagnose von Ödemen sind die körperliche Untersuchung und die Patientenbefragung. Die Begutachtung, Tastuntersuchung und die Fragen nach Verlauf (akut oder chronisch, vor der Regel aufgetreten?), nach Allergien und Medikamenten wie Entwässerungsmittel, Abführmittel oder Schmerzmittel sind sehr wichtig, ebenso wie das Abklären von möglichen Herz-Nieren-Lebererkrankungen, Operationen und Unfälle mit Verletzungen.

Mehr zu den Diagnose eines Ödems.

Therapie eines Ödems

Therapeutisch steht die Behandlung der Grundkrankheit an erster Stelle. Bei venösen Stauungsödemen helfen Bewegung, Venengymnastik und Kompressionstherapie. Zur Linderung des Lymphödems gibt es eine spezielle Streichmassage, die Lymphdrainage. Generalisierte Ödeme werden mit Entwässerungsmitteln (Diuretika), allergische Ödeme mit Gabe von Antihistaminika behandelt.

Mehr zu den Therapie eines Ödems.

Ödeme im Überblick:
  • Ein Ödem ist immer Ausdruck einer Grundkrankheit wie Herzschwäche, Nierenleiden, Hormonstörungen oder Venenkrankheiten.
  • Deshalb ist das Erscheinungsbild so vielfältig: Schwellungen am ganzen Körper oder nur an einem Bein oder Arm, von weich bis derb, von akut-entzündlich bis chronisch dick kommt alles vor.
  • Typischerweise lässt sich eine Delle im Gewebe eindrücken. Tastuntersuchung, Begutachtung und Befragung führen in der Regel zu einer schnellen Diagnose
  • Die Behandlung zielt auf die Grundkrankheit. Beschwerden können je nach Art des Ödems gelindert werden mit Bewegung, Kompression, Lymphdrainage oder Entwässerungsmitteln.
Wann zum Arzt?

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Wenn Schwellungen an den Unterschenkeln, dem Fußrücken oder anderen Körperpartien (Armen, Gesicht, Bauchraum) auffallen.
  • Wenn Sie auf der Schwellung mit dem Finger eine Delle eindrücken können, die nicht gleich wieder verschwindet.
  • Wenn Sie nicht nachvollziehen können, warum sie mehrere Kilogramm Gewicht zugenommen haben.
  • Wenn Lippen, Mund- und Rachenschleimhaut anschwellen und sie plötzlich Luftnot verspüren (Gefahr des Quincke-Ödems).
  • Wenn plötzlich eine druckschmerzhafte Schwellung an einem Bein auftritt und sich im Stehen blau färbt (Gefahr der tiefen Venenthrombose).
  • Wenn in der Schwangerschaft nicht nur die Beine anschwellen, sondern auch Hände und Gesicht betroffen sind (Gefahr der „Präeklampsie“ - eine gefährliche Komplikation für Mutter und Baby).
Morgana Hack
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 02.10.2013
Anzeige
   Pflanzliche Medikamente bei Ödeme (Wassereinlagerung im Gewebe):
* Hinweis
Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

News zu Ödeme (Wassereinlagerung im Gewebe)

Der Frühling naht mit aller Macht – Zeit für einen Blick über den Tellerrand. Oder? Eigentlich bleiben wir in dieser Woche genau dort, nämlich auf unseren Tellern, und schenken einem unserer liebsten Gemüse etwas wohlve...