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Verstopfung

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Verstopfung

Unter einer Verstopfung (Obstipation) versteht man die ausbleibende oder unregelmäßige Entleerung von teilweise hartem Stuhl, die mit Schmerzen einhergehen kann und die betroffenen Personen sehr belastet. Oft besteht nach dem Stuhlgang das Gefühl, den Darm nicht richtig entleert zu haben. In der Regel verschwindet die Verstopfung nach einigen Tagen wieder von selbst, da nur in Ausnahmefällen kompliziertere Erkrankungen dahinterstecken.

Ursachen der Verstopfung

Im Idealfall hat jeder Mensch einmal pro Tag Stuhlgang. Dabei wird der Stuhl, der vorher im Dickdarm für bis zu fünf Tage gespeichert und geformt wurde, über den Mastdarm entleert. Im Falle einer Verstopfung läuft dieser Prozess nicht reibungslos ab. Entweder treibt der Dickdarm den Stuhl nicht schnell genug voran und entzieht ihm damit zu viel Wasser oder die Ausscheidung über den Enddarm ist gestört. In der Medizin unterscheidet man dabei die akute von der chronischen Verstopfung. Eine akute Verstopfung entsteht meistens aufgrund eines Hindernisses im Darm oder einer Nahrungsumstellung. Bei einer chronischen Verstopfung transportiert der Dickdarm den Stuhl zu langsam, was unterschiedlichste Ursachen haben kann.

Mehr zu den Ursachen der Verstopfung.

Symptome der Verstopfung

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Generell leidet man an einer Verstopfung, wenn man weniger als drei Stuhlgänge pro Woche hat. Dabei ist der Stuhl zusätzlich sehr hart und trocken und es ist ein starkes Pressen zur Entleerung notwendig. Zudem besteht danach in vielen Fällen das Gefühl, den Darm nicht richtig entleert zu haben. Die Symptome einer akuten Verstopfung beginnen meist plötzlich wohingegen sich eine chronische Verstopfung schleichend über Monate entwickeln kann.

Mehr zu den Symptomen der Verstopfung.

Diagnose der Verstopfung

Um die Ursache der Verstopfung zu klären, führt der Arzt zunächst ein ausführliches Patientengespräch durch und untersucht danach den Bauch sowie den Mastdarm. Wenn möglich wird eine Stuhlprobe entnommen. Weitere Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen oder eine Darmspiegelung sind nur in Ausnahmefällen angebracht.

Mehr zur Diagnose der Verstopfung.

Therapie der Verstopfung

Die Behandlung gründet sich auf die Beseitigung der Ursache der Verstopfung, zum Beispiel durch die Korrektur einer Darmverengung oder das Absetzen von verstopfungsfördernden Medikamenten. Wenn sich keine Ursache finden lässt und die Obstipation anhält, dann bleibt nur eine symptomatische Therapie, die unter anderem aus ballaststoffreicher Kost, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und sportlicher Betätigung besteht. Auch Abführmittel können nur die Symptome bekämpfen und sollten erst angewendet werden, wenn sich die Verstopfung durch die Allgemeinmaßnahmen nicht bessert.

Mehr zur Therapie der Verstopfung.

Verstopfung im Überblick:
  • Die Verstopfung (Obstipation) beschreibt den erschwerten bis ausbleibenden Stuhlgang (weniger als 3x pro Woche), der oft mit Schmerzen bei der Entleerung verbunden ist.
  • Es existieren zahlreiche Ursachen für eine Verstopfung. In vielen Fällen ist jedoch kein Grund für die Beschwerden ausfindig zu machen.
  • Der Arzt untersucht den Bauch und den Mastdarm. Gegebenenfalls muss auch eine Röntgenuntersuchung oder eine Darmspiegelung durchgeführt werden.
  • Im Regelfall ist keine Behandlung erforderlich und die Verstopfung klingt nach einigen Tagen ab. Andernfalls helfen ballaststoffreiche Kost und Abführmittel zur Linderung der Beschwerden.
Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Wenn nach einer Woche keine Besserung eintritt.
  • Wenn sich Blut im Stuhl befindet.
  • Wenn Verstopfung und Durchfall abwechselnd auftreten.
  • Wenn die Verstopfung plötzlich beginnt und mit starken Bauchschmerzen oder Fieber einhergeht.
  • Bei ungewolltem Gewichtsverlust.
Dr. med. Tim Hollstein
Geschrieben von Dr. med. Tim Hollstein , Arzt
Zuletzt aktualisiert am 15.10.2013