Anzeige
Anzeige

Sie kennen uns vielleicht auch aus:

Trockene Haut: Behandlung und Pflege

Anzeige
Trockene Haut: Behandlung und Pflege

Die Haut ist trocken, rau, sie juckt und spannt, besonders im Gesicht und an den Schienbeinen. Im Alter nimmt Hauttrockenheit von Natur aus zu. Dabei ist die Haut viel mehr als bloß eine Hülle: Sie ist eines unserer größten und wichtigsten Organe. Die Haut erfüllt lebensnotwendige Schutzfunktionen, um unseren Körper vor schädigenden Faktoren wie Sonnenlicht und Krankheitserregern zu bewahren. Sie regelt den Temperaturhaushalt und ist Sitz des Tastsinns. Über die Haut nehmen wir Zärtlichkeit auf. Unser Gesicht mit der sensiblen Gesichtshaut bestimmt viel von unserem Aussehen und Selbstwertgefühl. Eine gute Hautpflege mit den richtigen Cremes, Ölen und pflanzlichen Wirkstoffen hilft, trockene Haut wieder geschmeidig zu machen.

Trockene Haut im Überblick:
  • Trockene Haut kommt durch mangelnde Talgproduktion beim trockenen Hauttyp, falscher Ernährung, mit zunehmendem Alter, durch Umweltfaktoren wie UV-Strahlung, niedrige Luftfeuchtigkeit und eine falsche Hautpflege vor.
  • Die Haut ist rau, spannt, schuppt sich, kann einreißen und jucken. In der Diagnose muss der Arzt mögliche Allergien und Hautkrankheiten erkennen.
  • Die richtige Hautpflege mit pH-neutralen Waschlotionen und fetthaltigen Cremes ohne Zusatzstoffe ist die beste Vorbeugung und Behandlung trockener Haut.

Die Haut als Schutz- und Sinnesorgan

Die Haut eines Menschen bedeckt die gesamte Körperoberfläche und geht an den Körperöffnungen in Schleimhaut und das Körperinnere über. Je nach Person wiegt die Haut 3.5-10 Kilogramm und ist 1,5 bis 2 Quadratmeter groß. Sie besteht aus drei Hautschichten:

  • Oberhaut (Epidermis)
  • Unterhaut (Subkutis)
  • Lederhaut (Dermis)

Die Oberhaut ist die äußerste Schicht. Von unten wachsen in fünf Zellschichten immer neue Zellen aufwärts und verhornen nach außen zu einem natürlichen Schutzmantel. Sie ist nur bis zu 4 Millimeter dick, an manchen Stellen sehr zart, an den stark beanspruchten Fußsohlen ist sie sehr dick. Außer den hornbildenden Zellen enthält sie Immunzellen und Melanozyten, welche die Haut vor schädlichen UV-Strahlen schützen und unsere Hautfarbe bestimmen. Blutgefäße sind nicht vorhanden, die Oberhaut wird von der Lederhaut mit Sauerstoff mitversorgt. Diese zweite Schicht besteht zum großen Teil aus reißfesten Fasern und stabilisiert die Haut. Sie enthält viele feine Blutgefäße, welche die Körpertemperatur regulieren, indem sie sich weit oder eng stellen. Abwehrzellen des Immunsystems wehren hier als erste Krankheitserreger ab. Nervenenden reagieren auf Reize wie Wärme, Kälte, Druck und Schmerz und deren Nervenfasern leiten dies dem Gehirn weiter. Haarwurzeln, Talgdrüsen und Schweißdrüsen befinden sich in der Lederhaut.

Die Unterhaut ist aus lockerem Bindegewebe zusammengesetzt. Ihre Fettschicht puffert Stöße gegen Muskeln und Knochen ab und isoliert gegen Kälte: Wer nur eine dünne Fettschicht auf der Haut hat, friert schneller.

Funktion der Haut

Ihre erste Aufgabe besteht im Schutz vor der Außenwelt. Schädliche UV-Strahlen werden gefiltert. Die Haut bietet einen mechanischen Schutz vor Stößen und Gewalteinwirkung und Schutz vor Krankheitserregern. Der saure pH-Wert der Hautoberfläche liegt bei 5.7 und bildet einen Säureschutzmantel, in dem viele Erreger nicht überleben können. Ist ein Erreger dennoch eingedrungen, wird er von den Immunzellen der Oberhaut und Lederhaut sofort angefallen und abgewehrt.

Die Temperaturregulierung des Körpers findet über feinste Blutgefäße statt, die sich weit stellen können und bei guter Hautdurchblutung Wärme abgeben, während sie bei Engstellung Wärme konservieren. Über die Schweißdrüsen entsteht durch Verdunstung des Schweißes ein System der Abkühlung. Die Blutgefäße unserer Haut sind an der Blutdruckregulierung beteiligt.

Die intakte Haut schützt vor Feuchtigkeitsverlust – bis zu 20 Liter Wasser pro Tag würde der Mensch ohne sie verlieren. Trockene Haut gibt zu viel Wasser nach außen ab. Es ist wichtig den Körper mit guter Hautpflege vor dieser Austrocknungsgefahr zu schützen.

Die Haut ist ein Sinnesorgan des Tastsinns. Das unmittelbare Erfahren der Umwelt von Zärtlichkeit über Wärme und Kälte bis zum Schmerz wäre ohne sie nicht möglich. Deshalb spricht man in der Psychologie auch von der Haut als „Spiegel der Seele“.

Ursachen: Schöne Haut kommt von innen und außen

Anzeige

Ob die gesunde Haut eher trocken oder fettig ist, variiert je nach Hauttyp. Die Ursachen für zu trockene Haut (Xerodermie) sind zu hoher Feuchtigkeitsverlust über die Oberhaut und verminderte Talgproduktion der Talgdrüsen (Sebostase). Innere und äußere Faktoren können die Haut strapazieren und austrocknen.

Innere Faktoren für trockene Haut

Ganz wesentlich bestimmt der erbliche Hauttyp, ob die Haut zu Trockenheit oder Fettigkeit neigt. Die meisten Menschen haben eine Mischhaut, bei der trockene und fettige Körperregionen abwechseln.

Im Alter nimmt die Hauttrockenheit zu. Das liegt an der abnehmenden Talgproduktion der Talgdrüsen und einer Veränderung der Oberhaut, die weniger Feuchtigkeit binden kann.

Ernährung ist ein wichtiger Faktor für gesunde Haut. Vitamin A und E werden vom Körper benötigt, um die Haut glänzend und geschmeidig zu halten. Mangelernährung, Alkoholmissbrauch und Untergewicht begünstigen trockene Haut.

Äußere Faktoren für trockene Haut

UV-Licht setzt die Haut großen Strapazen aus. Ohne diesen Schutzmantel würden wir schnell durch die schädlichen Strahlen sterben, denn UV-Strahlung kann Schäden im Zellkern am Erbmaterial verursachen. Die Melanozyten in der Oberhaut (die Zellen, die den Hautfarbton bestimmen) filtern diese Strahlung. Setzen wir uns direkter Sonneneinstrahlung oder dem Solarium aus, kann die Haut den Schutz nicht mehr aufrechterhalten und die Haut trocknet aus. Ähnliches erleben Menschen, die aufgrund einer Krebserkrankung eine Bestrahlungstherapie erhalten – auch sie neigen zu extremer Hauttrockenheit.

Luftfeuchtigkeit und Lufttemperatur bestimmen wieviel Wasser wir über die Haut verlieren. Viele Menschen neigen im Winter, in geheizten und in klimatisierten Räumen zu trockener Haut.

Waschgewohnheiten und Waschlotionen haben einen erheblichen Einfluss auf die Haut. Basische Seifen und Duschgele entziehen der Haut Feuchtigkeit. Übertriebene Hygienemaßnahmen ohne Rückfettung können bis zu einem Austrocknungsekzem führen.

Allergien verursachen trockene Haut. Worauf der Mensch reagiert, ist individuell sehr unterschiedlich. Inhaltsstoffe von Kosmetika, Konservierungsstoffe, Parfümstoffe – oft verursachen wir durch die falsche Wahl unserer Kosmetika trockene Haut.

Symptome bei trockener Haut

Trockene Haut ist rau, spröde, feinporig und leicht rissig und fühlt sich an wie Pergamentpapier. Bei extremer Trockenheit schuppt sie, kann einreißen und bluten. Die Haut spannt, häufig begleitet von Juckreiz. Besonders betroffen sind Stellen mit wenig Unterhautfettgewebe, wie das Gesicht und die Schienbeine. Trockene Hautstellen können sich mit fettigen Hautstellen abwechseln. Abhängig vom Hauttyp kann z.B. trockene Körperhaut mit fettiger Gesichtshaut vorkommen.

Eine mögliche Komplikation ist das Austrocknungsekzem. Ein Ekzem ist ein gerötetes, entzündetes Hautgebiet. Trockene Haut ist ein Risikofaktor für das Entstehen von Ekzemen.

Trockene Haut kann auch Zeichen von HautkrankheitenStoffwechselkrankheitenAutoimmunerkrankungen (wenn das eigene Immunsystem den Körper schädigt) oder Allergien sein. Dazu zählen:

  • Neurodermitis
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Autoimmunkrankheiten der Haut: Lupus erythematodes, Sklerodermie
  • Autoimmunkrankheiten des Darms: Colitis ulcerosa, Morbus Crohn
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hashimoto-Thyreoiditis)
  • Nebenschilddrüsenunterfunktion
  • Diabetes (Zuckerkrankheit)
  • Sprue (Zöliakie, Gluten Unverträglichkeit) und Nahrungsmittelallergien
  • Medikamentenallergien (Nesselsucht)
  • Ulcus cruris (Geschwüre am Unterschenkel aufgrund einer Venenkrankheit)

Diagnose von trockener Haut

Der Hautarzt sucht nach Faktoren, die Hauttrockenheit verursacht haben klärt ab, ob eine bestimmte Hautkrankheit zugrunde liegt. Dazu fragt er in der Anamnese (ärztliches Gespräch):

  • seit wann die Haut trocken ist
  • welche Stellen betroffen sind (Gesicht, Hände, Füße, andere Körperregionen)
  • ob andere Symptome oder ungesunde Ernährungsgewohnheiten vorliegen
  • welche Kosmetika und Hautpflegemittel benutzt werden
  • ob eine Allergie vorliegt
  • nach Medikamenteneinnahme
  • ob Hautkrankheiten oder Grunderkrankungen bestehen
  • nach bekannten Haut- und anderen Krankheiten in der Familie

In der körperlichen Untersuchung schaut er die betroffene(n) Hautstelle(n) an und untersucht sie auf Größe, Aussehen, Entzündungszeichen und Erhabenheit. Manche Hautkrankheiten haben ein charakteristisches Erscheinungsbild. Eine Gewebeprobe lässt dann unter dem Mikroskop typische Effloreszenzen (Hautzeichen) erkennen.

Um eine Krankheit auszuschließen, kann eine Blutentnahme nötig sein. Blutwerte wie der Gehalt an roten Blutkörperchen schließen Anämie (Blutarmut) aus, Schilddrüsenhormone grenzen Schilddrüsenerkrankungen ab. Bei Verdacht auf eine Darmkrankheit wie Morbus Crohn muss eine Darmspiegelung vorgenommen werden, Ultraschall- und Röntgenuntersuchung können zur Diagnose anderer Krankheiten nötig werden.

Allergietests lassen erkennen welches Allergen (z.B. Lebensmittel) für die trockene Haut verantwortlich sein kann. Beim Prick-Test werden kleinste Einheiten eines Allergens (Lebensmittel, Gräser, Pollen) unter die Oberhaut gespritzt und so Hautreaktionen getestet.

Ein spezifischer Hautfunktionstest ist der Alkaliresistenztest. Dabei wird ein bestimmter chemischer Stoff auf die Innenseite des Unterarms getropft und mit Glasblöckchen bedeckt. Normale Haut zeigt keine Reaktion. Vorgeschädigte Haut reagiert nach 10 Minuten mit einer Rötung und Aufrauhung. Dies gibt Aufschluss über den Zustand der natürlichen Hautbarriere.

Behandlung und Pflege von trockener Haut

Besteht eine Hautkrankheit, so muss die Ursache gezielt behandelt werden. Trockene Haut bei gesunden und älteren Menschen braucht tägliche und hochwertige Hautpflege. Cremes, Salben, Feuchtigkeitscremes, Tages- und Nachtpflege aus der Apotheke, dem Kosmetikladen, dem Online-Shop - der Markt ist groß und unüberschaubar. Was kann man hier falsch, was richtig machen?

Die richtige Grundlage

Die Zellmembranen der Haut sind lipophil (fettliebend) und hydrophob (wasserabweisend), damit die Haut Feuchtigkeit optimal bindet. Trockene Haut verliert einen Teil dieser Funktion und lässt zuviel Wasser durch. Daher helfen fettige Substanzen. Zu ausgiebiges Baden oder Duschen trocknet die Haut zusätzlich aus.

Alles was wir auf die Haut auftragen besteht aus einer Grundlage. Für die Hautpflege werden meist die zwei Grundlagen Öl/Fett und Wasser in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen verwendet.

  • Eine lipophile (fettige) Creme besteht aus einer „Wasser-in-Öl-Emulsion“. In überwiegend Öl wird eine wässrige Phase hineingemischt. Fetthaltige Cremes sind gut für trockene Haut.
  • Reine Öle/Fette (Salben) sind gut bei extremer Austrocknung. Es gibt mineralische Öle (Vaseline), tierische Fette (Wollwachs, das immer weniger verwendet wird, da es häufig Allergien auslöst) und pflanzliche Öle, die bevorzugt in der Naturheilkunde eingesetzt werden.
  • Eine hydrophile (wässrige) Creme besteht aus einer Öl-in-Wasser Emulsion. Sie enthält weniger Öl als Wasser und ist für die Mischhaut oder fettige Haut geeignet.

Allein die richtige Grundlage bestimmt, ob die Haut geschmeidig wird, oder noch mehr austrocknet. Die zwei Phasen der Grundlage werden durch Hilfsstoffe (Emulgatoren) miteinander verbunden und stabilisiert. Eine Creme enthält Zusatzstoffe. Das können Konservierungsstoffe, Parfümstoffe, Wirkstoffe und Vitamine (A+E) sein. Viele Menschen reagieren mit Trockenheit und Allergien auf den einen oder anderen Zusatzstoff. In der Apotheke kann man sich beraten lassen und Hautpflegecremes kaufen, die frei von Parfümstoffen, Konservierungsstoffen und weiteren Wirkstoffen sind. Bei Kindern, die eine sehr dünne, sensible Haut haben, empfiehlt sich dies ebenfalls.

Hautpflege mit Wirkstoffen aus der Natur

Aus dem alten Ägypten, Griechenland und Rom wurde uns eine Vielzahl an Hautpflegemitteln und Kosmetika überliefert. Die Haut vor vorzeitiger Alterung, Falten und Austrocknung zu bewahren ist traditionell eine Domäne der Pflanzenheilkunde. Aus Samen gewonnene Öle bilden die fette Grundlage für Salben und Cremes. Heilpflanzenzusätze sorgen nicht nur für einen duftenden Körper, sondern entfalten eine spürbare und sichtbare Wirkung auf die Haut und unterstützen die natürliche Hautbarriere.

Die Kamille ist eine der wichtigsten Heilpflanzen für die Haut und hilfreich bei zahlreichen Hautkrankheiten. Kamillenblüten-Extrakt hat eine lindernde und beruhigende, entzündungshemmende und keimhemmende Wirkung auf Haut und Schleimhäute. Dafür wird ihr Wirkstoff alpha-Bisabolol verantwortlich gemacht, ein ätherisches Öl, das die Cycloxygenase und Lipoxygenase im menschlichen Körper hemmt und so eine Entzündungsreaktion ausbremst.

Beim Austrocknungsekzem kann die Hautpflege mit einer Kamillenlotion sehr hilfreich sein. Kamillenblütensalbe kann mit anderen entzündungshemmenden Zubereitungen wie Ringelblumenblütensalbe oder Johanniskrautöl kombiniert werden. Ein Bad mit Kamillenöl spendet der Haut neue Feuchtigkeit.

Dieser Strauch ist ursprünglich in Nordamerika beheimatet. Er wird auch Zaubernuss genannt, vermutlich weil die Indianer ihm magische Kräfte zusprachen.

Hamamelisblätter und Hamamelisrinde enthalten Gerbstoffe, die eine zusammenziehende Wirkung auf Haut und Schleimhäute haben, und Heilungsprozesse fördern. Ihr Extrakt wirkt blutstillend, entzündungshemmend und regenerierend. Hamamelis-Extrakte lindern Rauigkeit, Juckreiz und Spannungsgefühle der Haut. Als Wund- und Heilsalbe ist es in der Apotheke erhältlich und besonders gut für die trockene Altershaut.

Die Rose ist seit alters her ein Symbol für die Liebe und Schönheit der Frau. Rosenblüten sind wegen ihres Wohlgeruchs in der Parfümherstellung und der Kosmetik beliebt. Rosenöl regeneriert und erfrischt die Haut, macht sie geschmeidig und verleiht ihr neuen Glanz.

Der Olivenbaum mit seinen Oliven ist seit über 5000 Jahren die Quelle eines hochwertigen pflanzlichen Öls. Das Olivenöl besteht zu 86% aus ungesättigten Fettsäuren und wird von Ernährungswissenschaftlern wegen seiner vor Gefäßverkalkung schützenden Wirkung in der täglichen Nahrung empfohlen. Olivenöl enthält einen hohen Anteil an Vitamin E und Antioxidantien, welche als Sauerstoffradikalfänger die Haut regenerieren. Auf der Basis von Olivenöl findet man Cremes und Pflegeserien für die trockene Haut.

Jojobaöl, Mandelöl, Nachtkerzenöl, Sojaöl und Weizenkeimöl sind weitere pflanzliche Öle, die in Pflegeserien die Basis für natürliche Hautpflegeprodukte bilden und besonders rückfettend für trockene Haut sind.

Kokosöl und Sesamöl

Diese zwei pflanzlichen Öle stammen aus dem Orient. Im Ayurveda (die indische traditionelle Medizin) wird Sesamöl als Grundlage für Massageöle und bei starker Hauttrockenheit verwendet.

Kokosöl wird aus den Kokosnüssen, den Früchten der Kokospalme gewonnen. In Indien verwenden es Frauen und Männer für die Pflege der Haare vor Austrocknung und zum Schutz vor der Sonne. Als eines der wenigen pflanzlichen Öle enthält es viel Selen, ein essentielles Spurenelement welches die Haut vor UV-Strahlung, vorzeitiger Zellalterung und Krebs schützt.

Wahre Schönheit kommt von innen – diesen Spruch haben wir alle schon mal gehört. Dass dieser viel Wahrheit enthält verrät uns schon die Bedeutung der richtigen Ernährung für gesunde Haut. Frischpflanzenpresssäfte aus Brennnesselkraut und Löwenzahnwurzel können innerlich eingenommen helfen, die Spannkraft der Haut zu verbessern und haben eine entwässernde und blutreinigende Wirkung.

Brennnesselkraut enthält ungesättigte Fettsäuren und Caffeoyläpfelsäure, die das Immunsystem stimulieren und eine entzündungshemmende Wirkung entfalten.

Löwenzahnwurzel regt aufgrund seiner Bitterstoffe den Stoffwechsel an und hat eine stimulierende Wirkung auf Galle und Leber.

Tipps für Alltag und Urlaub

  • Zum Duschen und zur Handhygiene sind pH-neutrale (pH=5.7) Waschlotionen geeignet, da sie den natürlichen Säureschutzmantel der Haut regenerieren. Basische Seifen, Waschlotionen und Schaumbäder vermeiden!
  • Zur Gesichtsreinigung und Rasur keine alkoholhaltigen Gesichts- oder Rasierwässer verwenden, sondern eine milde Reinigungsmilch.
  • Nach jedem Duschen, Baden, Saunieren und Schwimmen und nach jeder Händedesinfektion sollte man die Haut eincremen und rückfetten.
  • Im Urlaub nach dem Schwimmen empfiehlt es sich, Meereswasser oder Chlorwasser gründlich abzuduschen und sich dann einzucremen.
  • Menschen mit heller, trockener Haut sollten direktes Sonnenbaden meiden und Schattenplätze aufsuchen.
  • Bei extrem trockener Haut wie beim alten Menschen kann reines Fett (z.B. Vaseline) helfen.

Vorbeugen

  • Übermäßiges Baden und übertriebene Hygiene vermeiden.
  • Sonnenschutz mit hohem UV-Faktor und Eincremen nach jedem Sonnenbaden ist unerlässlich. Langes Sonnenbaden und Solariumbesuche sollten vermieden werden.
  • Der Raumtrockenheit im Winter bei geheizten Räumen kann man durch Luftbefeuchter vorbeugen.
  • Ausreichend Trinken (mehr als 2 Liter Flüssigkeit pro Tag)
  • Verzicht auf Nikotin und mäßiger Alkoholkonsum
  • Gesunde Ernährung fördert gesunde Haut. Vitamin A in Karotten und Vitamin E in Olivenöl fördern die Geschmeidigkeit der Haut. Spurenelemente wie Selen und Enzyme beugen vorzeitiger Hautalterung vor.
  • Ausreichend langer und erholsamer Schlaf ist wichtig für gesunde Haut, denn im Schlaf findet der Körper Zeit für die Regeneration.
  • Regelmäßiger Sport erhöht die Hautdurchblutung. Die Talgproduktion und Schweißproduktion profitiert davon, ebenso wie das Immunsystem, das mit der Haut in Verbindung steht.
Wann zum Arzt?

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Wenn der Verdacht auf eine Hautkrankheit oder Allergie besteht.
  • Wenn die Haut entzündet ist.
  • Mit Kindern, die trockene Haut in Leistenbeugen, Ellenbeugen oder Gelenknähe haben die nicht abheilt und juckt, um Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Windeldermatitis frühzeitig zu behandeln.
  • Wenn die Haut trotz guter Hautpflege nicht weich und geschmeidig werden will.
Quellen:
  • Dermatologie (E.G. Jung, Duale Reihe, Hippokrates Verlag)
  • Leitfaden Phytotherapie (H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegnener; Urban & Fischer Verlag)
  • Pharmakognosie, Phytopharmazie (Hänsel, Sticher; Springer Verlag)
  • Heilpflanzenpraxis heute (S. Bäumler; Urban & Fischer Verlag)
  • Urania Pflanzenreich – Blütenpflanzen 1 (Urania Verlag)
 
Geschrieben von Redaktion 15.02.2017
Anzeige
   Pflanzliche Medikamente bei Trockene Haut: Behandlung und Pflege:
* Hinweis
Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

News zu Trockene Haut: Behandlung und Pflege

Irgendwann tauchen sie auf: die ersten Fältchen. Anfangs spielen sie noch fein um Mund und Augen, dann werden sie immer tiefer. Die Zeit blickt einem förmlich aus dem Spiegel entgegen. Doch wie verändert die Zeit unsere Haut? Welche Fa...
Wenn es draußen klirrend kalt ist, dafür aber drinnen umso kuscheliger, steigt das Pflegebedürfnis unserer Haut enorm. Auf sinkende Temperaturen reagiert der Schutzmantel der Haut mit einer verlangsamten Talgproduktion, so dass diese ...
Alle anzeigen