Tinnitus Pflanzliche Wirkstoffe

Ginkgo-biloba
Der Extrakt aus den Blättern des Ginkgobaumes verbessert die Durchblutung der Organe und lässt das Blut leichter fließen. Diese Eigenschaften können Patienten mit Tinnitus im Anfangsstadium helfen.
Wirkung von Ginkgo-biloba bei Tinnitus
Extrakte aus den Blättern des Ginkgobaumes fördern die Durchblutung und verbessern die Fließeigenschaften des Blutes. Fachleute vermuten, dass der Tinnitus zum Teil durch eine Durchblutungsstörung des Innenohrs zustande kommt. Das Innenohr ist eine winzige Struktur im Schädelknochen und wird von feinen Gefäßen mit Blut versorgt. Bei vermindertem Blutfluss arbeiten die Sinneszellen des Innenohrs nicht einwandfrei und es entsteht das lästige Ohrgeräusch. Verschwindet das Ohrgeräusch nicht mehr, kommt es zum chronischen Tinnitus, der die Patienten jahrelang begleitet.
Ginkgoextrakte helfen vor allem zu Beginn einer Tinnitus-Erkrankung. Bei der chronischen Form verlagert sich das Problem womöglich in die Nervenleitungen und ins Gehirn. Es ist bis heute unklar, ob Ginkgomedikamente beim chronischen Tinnitus eine Wirkung haben oder nicht. Generell sind alle durchblutungsfördernden Therapien des Tinnitus umstritten, sei es nun mit Infusionen oder Ginkgoextrakten.
Therapieempfehlungen
Die Therapie mit Ginkgo biloba Blätter-Extrakten hat im Anfangsstadium des Tinnitus die beste Wirkung. Zur täglichen Dosis und Dauer der Einnahme gibt es keine einheitlichen Empfehlungen: Berichte aus der Praxis gehen von einer Tagesdosis zwischen 120 mg und 160 mg aus. Die Patienten sollten das Medikament mindestens vier Wochen einnehmen.
Nebenwirkungen
Ginkgopräparate verursachen selten Nebenwirkungen. Dazu gehören leichte Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen oder allergische Hautreaktionen. Vorsicht ist geboten, wenn ein Patient gerinnungshemmende Mittel einnehmen muss. In diesem Fall sollte man einen Arzt um Rat fragen.
Ein Überblick über das Krankheitsbild Tinnitus: das Wichtigste kurz gefasst.
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Die Behandlung des Tinnitus orientiert sich an der Ursache, dem Zeitverlauf (akut oder chronisch) und dem Leidensdruck des Patienten.
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Quellen:
- Hänsel R, Sticher O. Pharmakognosie - Phytopharmazie. 9. Auflage: Springer; 2010.
- Wiesenauer M. PhytoPraxis. 4. Auflage: Springer-Verlag; 2010.
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- Fattinger K, Meier-Abt A. Interaktionen zwischen Phytopharmaka und Arzneimitteln. Schweiz Med Forum. 2003;29/30:693-700.
- Zittlau J. Heilmittel Ginkgo. 1. Auflage: Südwest-Verlag; 2006.