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Schlafstörungen

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Schlafstörungen

Ohne Schlaf kann man nicht leben. Viele Menschen versuchen es aber trotzdem. Irgendwie. Sie leiden an Schlafstörungen. Sie wälzen sich abends in ihrem Bett und fühlen sich am Morgen wie zerschlagen. Es ist eigentlich gar nicht so erheblich, wie viel Schlaf man persönlich braucht, das ist eine subjektive Angelegenheit. Für die Gesundheit viel wichtiger ist die Schlafqualität: Beginnt man den Tag mit einem guten, wachen Gefühl, ist fit und ausgeruht, hat man genug geschlafen. Ein Glücksgefühl, das nicht jedem vergönnt ist. In Deutschland liegt etwa jeder Dritte nachts wach. Wer nachts dauerhaft keine Ruhe findet, sollte dringend sich auf Ursachenforschung begeben. 

Schlafstörungen - was steckt dahinter?

Gut schläft, das lässt sich einfach definieren, wer schnell einschläft, in der Nacht nicht aufwacht und sich morgens erholt fühlt. Jeder Mensch weiß aus eigener Erfahrung, dass man nicht jede Nacht »wie ein Baby« durchschlummert: Berufliche oder private Sorgen, Ängste oder auch Schmerzen können einem den Schlaf rauben. Verschwinden die Probleme rasch, hält meist auch die Schlaflosigkeit nicht länger an. Dauern die Schlafprobleme allerdings mehrere Wochen, sollte man sich Hilfe suchen.

Der Schlafzyklus des Menschen hängt ganz wesentlich von seinem Alter ab. Säuglinge schlafen pro Tag 15 Stunden oder länger, wobei ungefähr die Hälfte aus leichtem Schlaf besteht. Mit dem Älterwerden reduziert sich diese Leichtschlafphase. Da die Tiefschlafphase etwa gleich lang bleibt, nimmt die gesamte Schlafdauer ab. Kinder zwischen fünf und acht Jahren schlafen pro Tag noch acht bis neun, Erwachsene zwischen sechs und acht Stunden. Im höheren Alter braucht man nicht mehr so viel Schlaf: Ein 80-Jähriger kommt mit fünf bis sechs Stunden Schlaf pro Nacht aus.

Es spielt keine Rolle, wie lange man schläft, sondern wie ausgeruht man sich am Morgen fühlt. Häufige Schlafstörungen, die das verhindern, sind die Ein- und Durchschlafstörung (Insomnien). Sie zeigen sich entweder als eigenes Krankheitsbild (primäre Insomnie) oder als Symptom körperlicher oder psychischer Krankheiten (sekundäre Insomnie).

Es gibt Krankheiten, die zu speziellen Formen der Schlafstörung führen, zum Beispiel heftiges Schnarchen oder das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS). Stören schlafgebundene Aktivitäten wie Zähneknirschen oder Albträume den Schlafenden, spricht man von Parasomnien. Dazu gehören auch dramatische Schlafstörungen wie Schlafwandeln und Essen im Schlaf. Eine solche Störung muss nur selten medizinisch behandelt werden.

  Schlafstörungen im Überblick:
  • Gut schläft, wer schnell einschläft, in der Nacht nicht aufwacht und sich morgens erholt fühlt.
  • Häufigste Formen der Schlafstörung sind die Ein- und Durchschlafstörung.
  • Spezielle Formen der Schlafstörung sind zum Beispiel das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS).
  • Eine Schlafstörung sollte man ärztlich abklären, wenn sie länger als einen Monat dauert und den Alltag durch starke Müdigkeit und Leistungsabfall behindert.
  • Zur Diagnose einer Schlafstörung reicht oft die sorgfältige Befragung des Patienten. Weitere Diagnosemöglichkeiten sind Schlaftagebuch, Schlaflabor und Abklärung körperlicher und geistiger Krankheiten.
  • Bei einfachen Schlafstörungen reichen Informationen zur Schlafhygiene und eine Verhaltenstherapie oft aus.
  • Schlafmedikamente sollten nur für kurze Zeit eingenommen werden, da sie ein hohes Suchtpotenzial aufweisen.
  • Gute Natürliche Einschlafhilfen sind Hopfen, Baldrian und Passionsblume. Sie sind nebenwirkungsarm und machen nicht abhängig.

Ursachen und FormenUrsachen und Formen von Schlaflosigkeit

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In der Schlafmedizin spricht man von Schlafstörungen, wenn die Beschwerden mindestens vier Wochen dauern. Probleme beim Ein- oder Durchschlafen können ein eigenes Krankheitsbild darstellen, in diesem Fall spricht man von einer primären Insomnie. Schlafstörungen können als sogenannte sekundäre Insomnien aber auch die Folge chronischer Erkrankungen sein. 

Primäre Insomnie

Die primäre Insomnie ist die häufigste Schlafstörung bei Erwachsenen. Betroffene leiden an Ein- oder Durchschlafproblemen und vorzeitigem Erwachen, ohne dass eine körperliche oder psychische Krankheit als Ursache vorliegt. Ursächlich ist meist eine stressige Lebenssituation. Hält diese länger an, tritt ein Lernprozess mit negativen Folgen ein. Die Patienten »lernen« den Schlaf zu verhindern.

Typisch sind Einschlafstörungen: Man geht zu Bett, liegt wach und wartet auf den Schlaf. Gerät das Einschlafen zur Willensübung, fällt es natürlich schwer, ein Auge zuzubekommen. Wen das Einschlafen aktiv anstrengt, dem wird es nicht gelingen. Erschwerend hinzu kommt die Sorge, am Morgen nicht ausgeruht zu sein. So wird die Einschlafzeit oft um bis zu mehrere Stunden verlängert und der folgende Tag zur Tortur. Wird diese Erfahrung zur Regel, nimmt die Sorge zu und die Fähigkeit ab, am Abend entspannt die Augen zu schließen: Man gerät aus dem Rhythmus. 

Ähnliches geschieht bei der Durchschlafstörung: Der Betroffene wacht in der Nacht auf und seine Gedanken kreisen um Alltagsprobleme oder er sorgt sich um das erneute Einschlafen. Mit der Zeit fühlt er sich tagsüber schläfrig, unkonzentriert und gereizt. Wird der Teufelskreis von Einschlafangst und zu wenig Schlaf nicht durchbrochen, können Depressionen und Angsterkrankungen die Folge sein. Auch äußere Ursachen kommen für eine primäre Insomnie infrage: zum Beispiel Konsum von Koffein, Alkohol und Nikotin spät abends, Lärm oder helles Licht im Schlafzimmer, Schichtarbeit und Nebenwirkungen von Medikamenten.

Sekundäre Insomnie

Menschen mit sekundärer Insomnie leiden an einer chronischen Krankheit. Hauptsächlich Krankheiten, die sich mit Schmerzen äußern (Krebserkrankungen, rheumatische Krankheiten), rauben den Betroffenen den Schlaf. Es entsteht wiederum ein Teufelskreis: Die Schmerzen verhindern das Einschlafen und der Patient nimmt sie stärker wahr. Das führt zur Angst vor der nächsten Nacht; das Problem wird verschärft. Andere Krankheiten, die den Schlaf stören können, sind Demenzerkrankungen, Parkinson-Krankheit, Depressionen, Ohrgeräusche (Tinnitus), saures Aufstoßen (Reflux) oder chronische Muskelschmerzen (Fibromyalgie).

Schlafapnoesyndrom

Ein häufiges Schlafproblem bei übergewichtigen Männern zwischen 40 und 65 Jahren ist das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS). Dieses Problem beginnt meist mit starkem Schnarchen. Während des Schlafes erschlafft die Zungen- und Rachenmuskulatur, was zur Verlegung der Atemwege führt. Der Patient erleidet in regelmäßigen Abständen Atemaussetzer (Apnoe). Der dadurch ausgelöste Sauerstoffmangel im Gehirn hat einen Weckreiz zur Folge. Der Betroffene wacht kurz auf, ohne das bewusst wahrzunehmen. Er fühlt sich am Morgen wie gerädert und müde, weiß aber nicht warum. Typische Symptome sind extreme Tagesschläfrigkeit, Konzentrationsstörungen, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, depressive Verstimmung und Impotenz.

Diagnose und BehandlungDiagnose und Behandlung

Eine Schlafstörung sollte man ärztlich abklären, wenn sie länger als einen Monat dauert und den Betroffenen im Alltag behindert. Zuerst fragt der behandelnde Arzt nach der Art der Schlafstörung: Kann der Patient nicht ein- oder durchschlafen? Besteht eine große Tagesschläfrigkeit und Leistungsminderung? Gibt es schlafbehindernde Faktoren wie Medikamente, Alkoholkonsum, Schichtarbeit oder schmerzhafte Krankheiten? Finden sich in der Patientenbefragung (Anamnese) klare Hinweise auf die Ursache der Schlafstörung, kann bereits mit der Behandlung begonnen werden.

Für die Diagnose ist es hilfreich, wenn der Patient bereits ein Schlaftagebuch führt. Darin erfasst man über mehrere Wochen seine Einschlaf- und Aufwachzeiten, Tagesaktivitäten sowie eventuelle Stresssituationen, die diese Zeit begleiteten.

Eine gute Schlafhygiene löst manches Schlafproblem

Bei einer primären Insomnie lässt sich häufig eine effektive Strategie zur Verbesserung der Schlafhygiene erarbeiten. Dabei geht es um die Reflexion der persönlichen Verhaltensweisen, die die Schlaflosigkeit begünstigen. 

Tipps für eine bessere Schlafhygiene

  • Stehen Sie jeden Tag etwa um dieselbe Zeit auf (auch am Wochenende).
  • Gehen Sie erst schlafen, wenn sie müde sind.
  • Regelmäßige, aber moderate körperliche Bewegung fördert den gesunden Schlaf. Große Anstrengungen kurz vor dem Schlafen gehen, sollten Sie jedoch meiden./li>
  • Trinken Sie vier Stunden vor dem Zubettgehen keine koffeinhaltigen oder alkoholischen Getränke mehr.
  • Essen Sie abends nicht zu spät und zu üppig.
  • Rauchen Sie nicht vor dem Zubettgehen.
  • Schlafen Sie tagsüber nicht.
  • Sorgen Sie dafür, dass es im Schlafzimmer dunkel und ruhig ist. Das Schlafzimmer sollte für Schlaf und Erholung reserviert sein.
  • Bevor Sie zu Schlaftabletten greifen, probieren Sie Schlaf fördernde Pflanzenpräparate (Tee, Tinkturen etc.) wie Baldrian, Melisse, Hopfen, Passionsblume oder Lavendel.
  • Entspannen Sie sich am Abend mit Yoga oder progressiver Muskelentspannung nach Jacobson.

Behandlung von Schlafstörungen

Helfen eine verbesserte Schlafhygiene und der Abbau von Stress nicht weiter, so gibt es zahlreiche Medikamente, die den Schlaf verbessern. Das Problem der meisten Schlafmedikamente ist ihr Suchtpotenzial. Vor allem Präparate aus der Gruppe der Benzodiazepine (z. B. Valium®) dürfen nur vorübergehend als Unterstützung der allgemeinen Maßnahmen eingenommen werden. Besser verträglich und mit weniger Nebenwirkungen behaftet sind pflanzliche Präparate.

Bleibt die Ursache der Schlafstörung trotz sorgfältiger Anamnese unklar, kann ein Besuch im Schlaflabor weiterhelfen. Der Betroffene schläft hier unter kontrollierten Bedingungen: Es werden Hirnströme und Herzaktivität gemessen sowie Atmung und Sauerstoffgehalt des Blutes überwacht. Eine Untersuchung im Schlaflabor ist vor allem beim obstruktiven Schlafapnoesyndrom (OSAS) sinnvoll. Bei schwerem OSAS wird dem Patienten als Therapie eine Atemmaske angepasst, die er nachts tragen muss. An die Atemmaske ist ein Gerät angeschlossen, das mit leichtem Überdruck Luft in den Rachen bläst. Dadurch bleiben die Atemwege während des Schlafens offen und verhindern die Atemaussetzer. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit kommen die meisten Patienten gut klar mit dem Atemgerät. Hinter der sekundären Insomnie verbirgt sich meist eine chronische Krankheit. Hier muss die ursächliche Krankheit behandelt werden. Bei erfolgreicher Therapie reguliert sich auch das Schlafproblem.

Pflanzliche Hilfe bei SchlafstörungenBesser schlafen mit Pflanzenextrakten 

Eine wissenschaftlich nachgewiesene, schlaffördernde Wirkung haben Extrakte aus HopfenBaldrian und Passionsblume. Häufig werden diese Extrakte kombiniert und als Kapseln oder Tropfen angeboten. Bei leichten Einschlafstörungen hilft auch die Aromatherapie: Einige Tropfen Bitterorangen-, Lavendel- oder Kamillenöl in einer Schale im Schlafzimmer wirken beruhigend und entspannend.

Hopfen. Gute Wirkung in Kombination

Die wirksamen Inhaltsstoffe des Hopfens findet man in den Hopfenzapfen (weibliche Blütenstände). Hopfen beruhigt und fördert das Einschlafen. Aufgrund dieser Eigenschaften eignen sich Tees oder Dragees mit Hopfenextrakt ausgezeichnet zur Behandlung von stressbedingten Einschlafstörungen. Über die Wirkung von Präparaten, die nur aus Hopfenextrakt bestehen, gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Belegt ist dagegen der Nutzen bei Kombinationspräparaten mit Baldrian und Passionsblumen.

Die Dreierkombination aus Hopfen, Baldrian und Passionsblume wird von mehreren Herstellern als Fertigarznei angeboten. Bei der Dosierung muss die Empfehlung des Herstellers beachtet werden. Für die Zubereitung von Hopfen als Tee, empfiehlt sich eine Dosis von 0.5 Gramm getrocknete Hopfenzapfen pro Tasse. Hopfentee kann mehrmals täglich getrunken werden.
Von reinen Hopfenpräparaten sind weder Nebenwirkungen noch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt. Frische Hopfenzapfen führen bei Hautkontakt manchmal zu Kopfschmerzen, Bindehautentzündung und Schläfrigkeit.

 

Extrakte aus der Baldrianwurzel wirken bei stressbedingten Einschlafstörungen. Baldrianpräparate verbessern auch die Schlafqualität und vermindern nächtliches Aufwachen. Die Wirksamkeit von Baldrian ist gut dokumentiert: Sowohl Präparate mit Baldrian allein als auch solche mit Hopfen- und Passionsblumenkraut-Extrakten zeigen bei ausreichender Dosierung eine gute Wirkung bei Einschlafproblemen.

Um einen ausreichenden Effekt zu erzielen, muss der Patient pro Tag zwischen 400 und 600 mg einnehmen. Die meisten frei verkäuflichen Baldrianmedikamente liegen in diesem Dosisbereich. Baldrian kann ebenfalls als Tee (2 bis 3 Gramm pro Tasse) zubereitet werden. Teemischungen mit Melisse oder Pfefferminze dämpfen den gewohnheitsbedürftigen Geschmack von Baldrian.

Nebenwirkungen einer Therapie mit Baldrian sind nur bei Anwendung von hohen Dosen bekannt. Selten kommt es zu Magenverstimmung und Kopfschmerzen. Baldrian kann ferner die Wirkung von gleichzeitig eingenommenen Schlafmitteln wie Benzodiazepinen (z. B. Valium®) verstärken.

 

Dem Öl aus der Lavendelblüte sagt man beruhigende und Schlaf fördernde Eigenschaften nach. Lavendel kann in Form von Tee oder als Lavendelöl zum Einnehmen, Einreiben und Inhalieren angewendet werden. Geeignet sind Kombinationen mit Melisse, Hopfen und Passionsblumen. Bis jetzt gibt es noch keine kombinierten Fertigpräparate mit Lavendel. Einen Tee aus gleichen Anteilen Lavendel, Melisse, Hopfen und Passionsblumen kann man sich jedoch in der Apotheke mischen lassen.
Die empfohlene Tagesdosis von Lavendelblüten-Extrakt als Tee oder Öl zum Einnehmen liegt zwischen 3 und 5 Gramm. Zum Einreiben oder als Wickel sollte ein etwa 10-prozentiges Öl verwendet werden.
Bei äußerer Anwendung von Lavendelöl kommt es selten zu allergischen Hautreaktionen. Andere Nebenwirkungen von Lavendel sind nicht bekannt.

 

Extrakte aus Melissenblättern wirken beruhigend und fördern das Einschlafen. In Salben hilft Melisse auch gegen Fieberbläschen (Lippenherpes). Gut untersucht ist die Wirkung von Melisse in Kombination mit Baldrian. Das Medikament mit 160 mg Melissen- und 320 mg Baldrianwurzel-Extrakt linderte bei Patienten Schlafstörungen, Ängstlichkeit, Nervosität und Erschöpfung.


Reine Melisse kann als Tee (Tagesdosis 1.5 bis 4.5 Gramm) oder Pflanzensaft eingenommen werden.  Der Pflanzensaft enthält im Gegensatz zum Tee ätherische Öle, welche die Wirkung verbessern. Im Handel sind auch Kombinationspräparate mit Baldrian, Hopfen und Passionsblumen. Die Anwendung von »Melissengeist« wird nicht empfohlen, da der Anteil von Alkohol sehr hoch ist (bis 82 Vol.-%).
Bei alkoholfreien Melissepräparaten sind keine Nebenwirkungen bekannt. Vereinzelt wurde eine Wirkung von Melisse auf die Schilddrüse beobachtet. Vorsichtshalber sollte man bei Schilddrüsenkrankheiten vor der Verwendung einen Arzt fragen.

 

Dem Passionsblumenkraut werden beruhigende und angstlösende Eigenschaften zugeschrieben. Extrakte aus dieser Pflanze sind zur Behandlung stressbedingter Einschlafstörungen geeignet. Präparate aus Passionsblumen kann man auch tagsüber einnehmen, da sie weder müde machen noch die Konzentration vermindern.Häufig wird die Passionsblume mit Baldrian, Melisse oder Hopfen kombiniert.

Bei der Anwendung von Trockenextrakten der Passionsblume als Tee sollte auf eine genügende Dosierung geachtet werden: Die Tagesdosis liegt bei  etwa einem Gramm.
Nebenwirkungen der Passionsblumenextrakte sind nicht bekannt.

Wann zum Arzt?

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Schlafstörungen, die länger als vier Wochen anhalten.
  • Große Tagesmüdigkeit oder Sekundenschlaf tagsüber.
  • Depressive Verstimmung aufgrund des Schlafmangels.
  • Schmerzen oder andere Beschwerden, die das Einschlafen verhindern.
Link- und Buchtipps:
  • Schlafprotokoll zum Downloaden Link
  • Prof. Dr. Jürgen Zulley. Mein Buch vom guten Schlaf: Endlich wieder richtig schlafen. Goldmann Verlag 2010.
  • Tilman Müller, Beate Paterok. Schlaf erfolgreich trainieren: Ein Ratgeber zur Selbsthilfe. Hogrefe-Verlag 2010.
  • Ingrid Füller. Endlich schlafen. Stiftung Warentest 2009.

 

Dr. med. André Lauber
Geschrieben von Dr. med. André Lauber , Arzt und Fachjournalist
Zuletzt aktualisiert am 09.10.2013
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Studien zu Schlafstörungen

Studientitel
Effect of a fixed valerian-Hop extract combination (Ze 91019) on sleep polygraphy in patients with non-organic insomnia: a pilot study (und weitere 1 Studie)
Jahr
2000, 1998
Kurzinfo
Eine Reihe von Forschungsgruppen hat untersucht, wie wirksam der Doppelpack aus diesen beiden Pflanzen wirklich ist. Die Extrakte der Baldrianwurzel werden seit alters her zur Behandlung von Krankheiten  Mehr...wie z.b. Schlafstörungen genutzt. Häufig vermischte man sie schon damals mit anderen Heilpflanzen, wie etwa Hopfen oder Melisse, um eine noch wirkungsvollere Arznei zu erhalten. Hopfen selbst hat als Mittel gegen Nervosität, depressive Verstimmung und Schlafstörungen ganzen Generationen geholfen. Auch heute noch sind Kombinationspräparate aus Baldrian und Hopfen beliebt und werden von zahlreichen Personen wegen ihrer lindernden Wirkung sehr geschätzt.
Studientitel
Relaxing effects of Valeriana officinalis extracts on isolated human non-pregnant uterine muscle (und weitere 2 Studien)
Jahr
2009, 2007, 2003
Kurzinfo
Nicht nur schlaffördernd und die Seele beruhigend, auch muskelentspannend wirkt die Pflanze. Neben seinen eher populären Anwendungen gelten die Extrakte der Baldrianwurzel seit jeher auch als krampflösend  Mehr...und somit wirksam bei Magen-Darmkrämpfen, Herzrasen, Bluthochdruck und anderen Kreislaufbeschwerden. Eben dieser Wirkung nahm sich eine Reihe von Forschern in den letzten Jahren an. Sie konnten dabei zeigen, dass der Baldrian seinem alten Ruf manchmal verblüffend nahe kommen kann.
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