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Rheuma, rheumatische Beschwerden

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Rheuma, rheumatische Beschwerden

Rheuma – damit meint der Volksmund Schmerzen in den Gelenken und bei der Bewegung. Medizinisch gesehen ist Rheuma keine eigene Krankheit, sondern ein Sammelsurium unterschiedlicher Krankheitsbilder. In der Medizin spricht man von rheumatoider Arthritis, auch chronische Polyarthritis genannt. Die „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“ umfassen viele verschiedene Formen der Entzündung und Degeneration (Verschleiß) in den Gelenken. Rheumapatienten klagen zu Beginn häufig über dieselben Symptome: Gelenkschmerzen. Bis die erste Diagnose gestellt wird und die Behandlung beginnt, ist es oft ein langer Weg durch das Gesundheitssystem mit seinen klassischen und alternativen Therapieangeboten. Wichtig: Ist man von Gelenkschmerzen betroffen, so darf man nicht lange zögern, einen Arzt oder Rheumatologen aufzusuchen, denn je früher die Therapie begonnen wird, desto besser sind die Aussichten.

Wissenswertes über Rheuma

Meist tritt Rheuma als Systemerkrankung auf. Gelenke, Sehnen, Schleimbeutel und Bindegewebsstrukturen im ganzen Körper sind von dem meist entzündlichen Prozess betroffen. Man spricht von Autoimmunerkrankungender Körper greift sein eigenes Gewebe an. Rheuma bezeichnet im weiteren Sinne auch degenerative Gelenkserkrankungen wie die Arthrose oder den Weichteilrheumatismus, bei dem vor allem die Muskeln schmerzen.

Die chronische Polyarthritis (rheumatoide Arthritis) kommt unter allen rheumatischen Erkrankungen am häufigsten vor. Circa 0,3 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen, meist beginnt sie zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahrzehnt, selten tritt sie auch bei jungen Erwachsenen auf. Zu den entzündlichen Gelenkserkrankungen zählen auch Morbus Bechterew, das Reiter-Syndrom, die Psoriasis-Arthritis (Gelenkmitbeteiligung bei der Schuppenflechte) und die Gicht. Entzündliche rheumatische Bindegewebserkrankungen sind Lupus erythematodes oder Sklerodermie. Rheuma kann auch aufgrund einer Gefäßentzündung (Vaskulitis) auftreten wie die Polymyalgia rheumatica.

Seltener wird eine Gelenkentzündung durch Krankheitserreger verursacht. Bei der Lyme-Arthritis übertragen Zecken ein Bakterium, das eine Arthritis (Gelenkentzündung) auslösen kann.

Mehr zu den Ursachen von Rheuma.

Symptome von rheumatischen Erkrankungen

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Das Wort „Rheuma“ kommt vom griechischen „rheo“ und bedeutet „fließen“. Es bezieht sich auf den Schmerzcharakter bei Bewegungen, der fließend, ziehend und reißend sein kann. Schmerz, Schwellung und Überwärmung treten am Gelenk auf. Meist verlaufen die je nach Krankheit mannigfaltigen Symptome chronisch-schleichend oder in Schüben. Schlimmstenfalls kann es zu einer Gelenkzerstörung mit Fehlstellungen und Bewegungseinschränkung kommen.

Mehr zu Symptome bei rheumatischen Erkrankungen.

Diagnose von Rheuma

Die Erstdiagnose einer rheumatischen Erkrankung kann schwierig sein, da sich ein typisches Krankheitsbild erst im Verlauf darstellt. Der Arzt befragt zu Dauer und Stärke der Schmerzen, die von der Tageszeit abhängig sein können. Ein Röntgenbild kann degenerative Veränderungen an den Gelenken sichtbar machen. Eine Blutuntersuchung beantwortet Fragen nach Rheumafaktoren, Autoimmunantikörpern, die darauf hinweisen, dass der Körper sein eigenes Gewebe zerstört, oder auch Krankheitserregern.

Mehr zur Diagnose bei Rheuma.

Rheumatherapie

Die Therapie ist je nach Krankheitsbild und Symptomen sehr unterschiedlich, eine ursächliche Behandlung gibt es meist nicht. Bei der rheumatoiden Arthritis behandelt man medikamentös mit Schmerzmitteln und Basistherapeutika, die die Gelenkzerstörung verhindern oder verlangsamen. Wichtig in dieser Dauerbehandlung sind Krankengymnastik und stützende psychologische Betreuung.

Mehr zur Therapie bei Rheuma.

Rheuma im Überblick:
  • „Rheuma“ ist der umgangssprachliche Sammelbegriff für eine Vielzahl entzündlicher oder degenerativer (abnutzungsbedingter) Gelenks- und Muskelerkrankungen. Am häufigsten kommt die rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis) vor.
  • Ursachen für Rheuma können deshalb sehr unterschiedlich sein. Dazu zählen Autoimmunprozesse (der Körper zerstört sein eigenes Gewebe), Stoffwechselstörungen und Infektionen. Häufig ist die Ursache unbekannt.
  • Typische Symptome einer Gelenkentzündung sind Schmerzen, Schwellung und Rötung. Rheuma verläuft chronisch-schleichend oder in Schüben und befällt meist viele verschiedene Gelenke. Typisch für die rheumatoide Arthritis ist die Morgensteifigkeit und Schmerzen der Fingergelenke.
  • Zur Diagnose welche rheumatische Krankheit vorliegt benötigt der Arzt eine ausführliche Schilderung der Symptome, Röntgenaufnahmen und Blutuntersuchungen.
  • Die Behandlung wird je nach Krankheit sehr unterschiedlich sein. Oft ist es eine Kombination aus einer Dauermedikation und regelmäßiger Bewegungstherapie.
Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Wenn bei Ihnen wiederkehrende Schmerzen, Schwellung und Überwärmung in einem oder mehreren Gelenken auftritt, die Bewegungen schmerzhaft sind oder sie morgens eine Stunde brauchen, bevor die steifen Gelenke beweglich werden.
  • Wenn ein akuter Schmerz mit Schwellung in einem Gelenk, wie dem Großzehengrundgelenk auftritt, was ein Hinweis auf einen Gichtanfall wäre.
  • Wenn nach einem Zeckenbiss eine Gelenkentzündung auftritt und um die Bissstelle ein roter Kreis sichtbar wurde.
  • Grundsätzlich gilt: je früher Sie mit einer Gelenkentzündung oder Schmerzen im Bewegungsapparat den Arzt aufsuchen und je früher eine Rheuma-Diagnose gestellt und die Behandlung begonnen wird, desto besser sind die Aussichten, dass die Krankheit milde verläuft.
Morgana Hack
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 29.11.2013
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