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Reizmagen (funktionelle Dyspepsie)

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Reizmagen (funktionelle Dyspepsie)

Immer mehr Menschen leiden an Oberbauchbeschwerden wie Übelkeit, Magendrücken, saurem Aufstoßen oder Völlegefühl und gehen deswegen zum Arzt. Kann er keine Ursache für die Oberbauchschmerzen finden, so wird die Diagnose Reizmagen (medizinisch funktionelle Dyspepsie) gestellt. Diese Erkrankung ist nicht gefährlich oder lebensbedrohlich, kann jedoch die Lebensqualität der betroffenen Personen sehr stark einschränken.

Der Magen ist für den Hauptteil der Verdauung zuständig, indem er Säure produziert, die die Nahrung zersetzt und für die Aufnahme im Dünndarm vorbereitet. Arbeitet der Magen nicht mehr korrekt, so kann dies zu einem Reizmagen führen, obwohl der Magen eigentlich organisch gesund ist. Grund dafür können Bewegungs- oder Entleerungsstörungen sowie eine Überempfindlichkeit des Magens sein. Auch psychische Faktoren wie Stress und Angstzustände sowie zu hastiges Essen werden in der Wissenschaft als Auslöser diskutiert. Zudem können auch Infektionen mit dem Erreger Helicobacter pylori sowie die Vererbung einzelner Gene eine Rolle in der Krankheitsentstehung spielen.

Symptome bei Reizmagen

Der Reizmagen macht sich hauptsächlich durch wiederkehrende brennende Oberbauchschmerzen (auch nüchtern), Appetitlosigkeit, unmittelbares Völlegefühl nach der Nahrungsaufnahme und Blähungen bemerkbar, die über einen längeren Zeitraum bestehen. Zusätzlich können sogenannte Warnsymptome wie Gewichtsabnahme, Schluckbeschwerden, Erbrechen, Blutarmut und Fieber auftreten.

Mehr zu den Symptomen des Reizmagens.

Diagnose des Reizmagens

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Der Arzt diagnostiziert die Erkrankung, indem er ein ausführliches Patientengespräch führt und den Bauch eingehend untersucht. Dazu gehört in den meisten Fällen auch eine Magenspiegelung inklusive eines Tests auf den Erreger Helicobacter pylori. Wird bei dieser Untersuchung keine Erkrankung im Magen festgestellt, so kann recht sicher die Diagnose Reizmagen gestellt werden. Weiterführende Diagnostik schließt ein Blutbild sowie einen Volumenbelastungstest mit ein.

Mehr zur Diagnose des Reizmagens.

Therapie bei Reizmagen

In wenigen Fällen verschwindet der Reizmagen nach einiger Zeit (bis zu einem Jahr) wieder von selbst. Andernfalls kann eine Therapie begonnen werden. Diese gliedert sich in eine Basis- und medikamentöse Therapie. Zur Basisbehandlung zählen Allgemeinmaßnahmen wie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie regelmäßige Essenszeiten und Stressabbau. Kann der Reizmagen damit nicht gelindert werden, so können bestimmte säurehemmende Medikamente Abhilfe verschaffen. Wurde das Bakterium Helicobacter pylori im Magen gefunden, so hat sich eine Antibiotikatherapie als wirksam erwiesen.

Mehr zur Therapie des Reizmagens.

Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) im Überblick:
  • Der Reizmagen ist eine ungefährliche Erkrankung, die jedoch die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken kann.
  • Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht vollends verstanden, jedoch spielen Entleerungs- und Bewegungsstörungen bzw. eine Überempfindlichkeit des Magens sowie psychische Faktoren eine wesentliche Rolle.
  • Zur Diagnose der Erkrankung untersucht der Arzt den Bauch und führt in der Regel eine Magenspiegelung durch.
  • In einigen Fällen geht der Reizmagen wieder von selbst weg. Sonst kann eine Therapie begonnen werden, die sich aus einer Basisbehandlung und der Gabe von Medikamenten zusammensetzt.
Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Wenn die Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten oder stärker werden.
  • Wenn die Oberbauchmerzen plötzlich und stark auftreten.
  • Wenn zusätzlich Schluckbeschwerden, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Fieber bestehen.
  • Bei ungewolltem Gewichtsverlust.
Dr. med. Tim Hollstein
Geschrieben von Dr. med. Tim Hollstein , Arzt
Zuletzt aktualisiert am 06.10.2013
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Studien zu Reizmagen (funktionelle Dyspepsie)

Studientitel
Effect of ferulic acid and Angelica archangelica extract on behavioral and psychological symptoms of dementia in frontotemporal lobar degeneration and dementia with Lewy bodies. (und weitere 4 Studien)
Jahr
2011, 2010, 2007, 2005, 2005
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