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Prostataentzündung (Prostatitis)

Prostataentzündung (Prostatitis)

Wenn das Becken schmerzt, kann das viele Ursachen haben. Gesellen sich zu den Beschwerden im Unterleib aber noch Brennen beim Wasserlassen und Fieber, verbirgt sich dahinter manchmal eine sehr unangenehme Erkrankung: die Prostatitis.

Bei der Prostatitis handelt es sich um eine Entzündung und Schwellung der Vorsteherdrüse (Prostata), ein walnussgroßes Organ, das sich beim Mann direkt unter der Harnblase befindet. Die Prostata produziert unter dem Einfluss von Hormonen ein Sekret, dass die Spermien transportiert und gleichzeitig ernährt.

Es gibt verschiedene Typen der Prostatitis, jede mit ihrem eigenen Beschwerdebild. Einige Männer mit dieser Erkrankung haben große Schmerzen in der unteren Körperhälfte und grippeartige Beschwerden, andere wiederum zeigen keinerlei Symptome. Auch wenn sich die meisten betroffenen Männer irgendwo dazwischen wiederfinden, haben die Beschwerden häufig einen signifikanten Einfluss auf die Lebensqualität. Deutschlandweit leiden bis zu 15% der Männer zwischen 20 und 50 Jahren an einer Prostatitis. In dieser Altersgruppe ist es sogar die häufigste urologische Diagnose. Aber auch ältere Männer, vor allem ab dem 70. Lebensjahr, sind häufig betroffen.

Ursachen der Prostatitis

Eine Prostatitis kann aufgrund einer Vielzahl von Ursachen entstehen. Man unterscheidet die durch Bakterien verursachte bakterielle Prostatitis und die abakterielle Prostatitis, deren Ursache manchmal nicht zu identifizieren ist. Bei der bakteriellen Prostatitis kennt man eine akute und eine chronische Form. Behandelt werden sie in den meisten Fällen mit Antibiotika. Die abakterielle Prostatitis wird in ein entzündliches und ein nicht-entzündliches chronisches Schmerzsyndrom des Beckens unterteilt.

Mehr zu den Ursachen einer Prostatitis.

Therapie der Prostatitis

Die Therapie richtet sich nach dem variablen Beschwerdebild der Erkrankung und ist oft aufwendig. Neben den Antibiotika besitzen hier auch pflanzliche Heilmittel einen großen Stellenwert in der Behandlung.

Abhängig von der Ursache kann eine Prostatitis schrittweise oder ganz plötzlich auftreten. Es ist möglich, dass die Erkrankung mit oder ohne Behandlung innerhalb kurzer Zeit wieder abklingt oder einen chronischen, oft über Monate auftretenden Verlauf nimmt.

Mehr zu der Therapie einer Prostatitis.

Prostatitis im Überblick
  • Eine Prostatitis ist eine Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostata)
  • Sie kann durch Bakterien entstehen oder andere, manchmal nicht identifizierbare Ursachen haben.
  • Wichtige Symptome sind Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen in Unterleib und Beckenorganen sowie Fieber.
  • Zur Diagnose führen in der Regel die Krankheitsgeschichte, die körperliche Untersuchung und Urinproben.
  • Bei der bakteriellen Prostatitis helfen oft schon Antibiotika, die Behandlung abakterieller und chronischer Verlaufsformen gestaltet sich dagegen manchmal anspruchsvoll.
Wann zum Arzt:
  • plötzliche Schmerzen im Unterleib oder Beckenorganen
  • Brennen, Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • das ständige Bedürfnis, auf Toilette zu müssen
  • schmerzhafte Orgasmen oder Erektionsstörungen
  • oben genannte Beschwerden mit Fieber
Geschrieben von Redaktion 03.10.2013
Geschrieben von Redaktion 03.10.2013
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