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Prellung, Zerrung (Muskelzerrung)

Prellung, Zerrung (Muskelzerrung)

Sportliche Betätigung hat auch ihre Schattenseiten, denn sie führt oft zu Sportverletzungen wie Prellungen und Zerrungen von Muskeln, Bändern oder anderen Körperteilen. Aber auch im Alltag können wir uns eine Prellung oder eine Zerrung zuziehen, zum Beispiel bei einer ungeschickten Bewegung oder einem Stoß gegen die Türklinke.

Ursache und Symptome 

Eine Prellung entsteht in der Regel durch eine stumpfe Gewalteinwirkung auf unseren Körper. Dadurch wird das Gewebe gequetscht und verletzt, so dass sich ein Bluterguss bildet, der von außen gut sichtbar ist. Oft sind Muskel-, Fett- und Bindegewebe von einer Prellung betroffen. Es können jedoch auch Knochen, Gelenke und innere Organe geprellt werden. Eine Bänder- oder Muskelzerrung entsteht dagegen durch eine übermäßige und kurzzeitige Überdehnung eines Muskels oder eines Bandes, was zu einer anschließenden schmerzhaften Schwellung der Körperregion führt. Dabei wird die Muskel- oder Bandstruktur an sich nicht verletzt, wie es bei einem Riss der Fall ist.

Die Symptome beschränken sich in den meisten Fällen auf einen akut einsetzenden Schmerz, der von einer zunehmenden Schwellung oder einem Bluterguss begleitet wird. Die betroffene Körperregion ist oft nicht mehr einsetzbar und wird daher in eine Schonhaltung gebracht.

Mehr zu Ursachen und Symptomen bei einer Prellung, Zerrung.

Diagnose und Therapie 

Der Arzt diagnostiziert eine Prellung und eine Zerrung, indem er nach dem Unfallhergang fragt und eine ausführliche körperliche Untersuchung durchführt. Unterstützend können dabei bildgebende Verfahren wie der Ultraschall oder in Ausnahmefällen eine Magnetresonanztomographie (MRT) sein.

Die Verletzung sollte akut am Unfallort mithilfe der sogenannten PECH-Regel behandelt werden. Dies bedeutet konkret, dass der betroffene Körperteil geschont, gekühlt, komprimiert und hochgelagert werden soll, um das Auftreten von Schwellungen oder Blutergüssen zu reduzieren. Anschließend an diese Akutmaßnahmen sollte man sich über ein bis zwei Wochen lang schonen und ggf. Medikamente zur Schmerzlinderung einnehmen.

Mehr zu Diagnose und Therapie einer Prellung, Zerrung.

Prellung, Zerrung im Überblick:
  • Prellungen und Zerrungen sind häufige Sport- und Alltagsverletzungen.
  • Ursache sind stumpfe Gewalteinwirkung oder eine Überdehnung von Bändern und Muskeln infolge von unnatürlichen Bewegungen.
  • Die Erste Hilfe besteht in der Anwendung der PECH-Regel: Schonung, Kühlung, Kompression und Hochlagerung des betroffenen Körperteils.
  • Der Arzt schließt durch die körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren schwerwiegendere Verletzungen aus.
Wann zum Arzt:


Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Generell sollte mit jeder Sportverletzung ein Arzt aufgesucht werden, da die Schwere der Verletzung für einen Laien nicht erkennbar ist.
  • Ursachen & Symptome

    Im Alltag treten am häufigsten oberflächliche Weichteilverletzungen durch eine Prellung (Kontusion) auf. Im Sport stehen dagegen Bänder- und Muskelzerrungen an ersten Stelle, insbesondere bei Kontaktsportarten.

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  • Diagnose

    Als erstes sollte der Arzt über den Unfallhergang genau informiert werden, so dass er sich ein Bild über die Entstehung der Verletzung machen kann. Daraufhin folgt in aller Regel eine körperliche Untersuchung.

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  • Therapie

    Erste-Hilfe-Maßnahmen nach einer Verletzung. Merken Sie sich die PECH-Regel. Wir erläutern Sie und sagen was dahinter steck.

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Geschrieben von Redaktion 03.10.2013
Tim Hollstein
Geschrieben von Tim Hollstein , Medizinstudent an Charité Berlin
Zuletzt aktualisiert am 03.10.2013
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