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Mundschleimhautentzündung (Stomatitis) Symptome

Mundschleimhautentzündung (Stomatitis) Symptome

Geröteter Mund, weiße Beläge, schmerzhafte Einrisse

Eine Mundschleimhautentzündung kann je nach Ursache unterschiedliche Erscheinungsbilder haben. Bei der Entzündungsreaktion der Mundschleimhaut kommt es zu Rötung, Schwellung, Schmerzen und Brennen. Beläge, Einrisse, Geschwüre und Bläschen können auftreten, häufig besteht Mundgeruch und gestörter Speichelfluss. Manchmal kommt es zu Taubheitsgefühl und Geschmacksverlust bis hin zu Schluckbeschwerden und Nahrungsverweigerung.

Eine Stomatitis kann lokal begrenzt ablaufen (kleine Bissverletzung, einzelne Aphten) und nach einigen Tagen wieder abklingen, oder großflächig die gesamte Mundschleimhaut befallen und sehr schmerzhaft sein, häufig dann wenn das geschwächte Immunsystem die Keime nicht abtöten kann. Der Verlauf kann viele Wochen und Monate dauern.

Bei Infektion mit dem Candida-Hefepilz entsteht Mundsoor: Auf der Mundschleimhaut bilden sich weißliche Beläge, die sich mit einem scharfen Löffel oder der Zahnbürste abkratzen lassen. Dabei kann die Schleimhaut bluten. In Zahnfleischtaschen oder unter Zahnprothesen vermehren sich die Pilze besonders gern – dadurch entsteht Mundgeruch. Besonders häufig betroffen sind Kinder mit Leukämie (Blutkrebs), Krebskranke während einer Strahlen- oder Chemotherapie, AIDS-Patienten, Ältere und Abwehrschwache.

Aphten entstehen durch eine Virus-Infektion oder andere Faktoren aber auch ohne erkennbaren Grund. Dann bilden sich auf der Mundschleimhaut viele kleine rundliche Einrisse, die wie ausgestanzt aussehen, von gelblich-weißer Farbe mit einem rötlich-entzündeten Hof. Der Durchmesser ist kleiner als 5 Millimeter. Die Berührung und Kontakt mit Säuren wie Essig oder Fruchtsäure (Orangen, Zitronen, saures Obst) ist sehr schmerzhaft. Aphten können unterschiedlich lang bestehen und treten oft wiederholt auf.

Bei der vom Herpes-Virus verursachten Gingivostomatitis aphtosa sind die Aphten noch kleiner. Die Mundschleimhautentzündung von einem starken Mundgeruch begleitet, man spricht deshalb auch von Mundfäule. Sie beginnt mit hohem Fieber, Unwohlsein bis hin zum Erbrechen, Schwäche, Mattigkeit und Abgeschlagenheit. Die Halslymphknoten können anschwellen. Meist tritt diese Form des Herpes bei kleinen Kindern auf.

Bei der Hand-Fuß-Mund Krankheit, ebenfalls eine Kinderkrankheit, kommt es in der Mundhöhle zur Bläschenbildung und Aphten. Ein Hautausschlag breitet sich an Handflächen und Fußsohlen aus, begleitet von Fieber und Krankheitsgefühl, die harmlose Krankheit klingt nach einigen Tagen Bettruhe wieder ab.

Komplikationen

  • Beim Mundsoor kann es durch die Abwehrschwäche zu Keimbefall durch andere Bakterien oder Pilze kommen (Sekundärinfektionen). Der Candida-Pilz kann innere Organe wie Darm und Lunge befallen, extrem selten kommt es zu einer tödlichen Sepsis (Befall des Blutes).
  • In seltenen Fällen können die Virusinfektionen zu einer Hirnhautentzündung, Lungenentzündung oder Hirnentzündung führen.
  • Austrocknungsgefahr besteht bei schmerzbedingt zu geringer Trinkmenge oder bei schweren fieberhaften Verläufen.
  • Mangelernährung entsteht bei fehlender oder schlechter Nahrungsaufnahme.
  • Blutende Geschwüre sind ein Zeichen für eine Mundschleimhautentzündung durch Bakterien oder unter einer Krebstherapie (Chemotherapie mit Zytostatika). Bei dieser Stomatitis ulcerosa kommt es häufig zu Nekrosen – die Schleimhaut fault und stirbt ab, das Gewebe kann sich nicht mehr regenerieren. Es kommt zur Narbenbildung.
Geschrieben von Redaktion 27.09.2013
Geschrieben von Redaktion 27.09.2013
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