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Mundschleimhautentzündung (Stomatitis)

Mundschleimhautentzündung (Stomatitis)

Gesunde Mundhöhle – starkes Immunsystem

Unsere Mundhöhle verbindet die Außenwelt mit dem Körperinneren. Sie dient der Nahrungsaufnahme, der Mundatmung, enthält Zunge und Zähne und geht in den Rachen mit Verbindung zu den Lungen und zum Magen-Darm Trakt über. Kein Wunder, dass der Mund kein steriler Ort ist. Er ist ganz mit Schleimhaut ausgekleidet, auf der verschiedene Keime der gesunden Mundflora siedeln. Die Mundschleimhaut muss eindringende Viren, Pilze und Bakterien abwehren und mit möglichen Irritationen durch Hitze, Zahnprothesen, falscher Ernährung und vielen anderen Faktoren fertig werden.

Bei Abwehrschwäche des Immunsystems oder Stress kann es so zur Mundschleimhautentzündung kommen. Daher sind richtige Mundhygiene, Vermeiden von Alkohol und Nikotin und gesunde Ernährung besonders wichtig. Mundspülungen, besonders mit pflanzlichen Wirkstoffen helfen die entzündete Schleimhaut zu heilen.

Die Mundschleimhautentzündung ist eine Entzündung der Schleimhaut, die die Mundhöhle auskleidet. Stoma, aus dem lateinischen ist die Mundhöhle, ihre Entzündung heißt in medizinischer Fachsprache auch „Stomatitis“. Da die Schleimhaut entzündet ist, wird sie auch „Mukositis“ genannt (Mucosa, lat. = Schleimhaut). Häufig geht sie von einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) aus.

Ursachen einer Mundschleimhautentzündung

Die häufigsten Formen der Mundschleimhautentzündung sind der Mundsoor, eine Infektion mit dem Candida-Hefepilz und die Gingivostomatitis herpetica, eine Herpes-Virus Infektion bei Kindern. 80% der Bevölkerung sind „durchseucht“, bei Erwachsenen führt dies meist nur zum Lippenherpes. Abwehrschwäche und Stress spielen eine ursächliche Rolle. Schwache Immunabwehr entsteht durch chronische Krankheiten, AIDS, Strahlen- und Chemotherapie und Medikamentennebenwirkungen. (Nahrungsmittel)Allergien, Vitaminmangel, Alkoholmissbrauch und Tabakrauchen oder zu heiß genossene Speisen führen ebenfalls häufig zur Stomatitis.

Mehr zu den Ursachen einer Mundschleimhautentzündung.

Symptome einer Mundschleimhautentzündung

Es kommt zur Rötung, Schwellung und Schmerzen in der Mundhöhle. Beim Mundsoor entstehen weißliche Beläge. Häufig entstehen Aphten, runde kleine schmerzhafte Einrisse der Mundschleimhaut die lokal begrenzt oder großflächig auftreten können, nach einigen Tagen wieder abklingen, wiederholt auftreten oder wie der Soor hartnäckig über Wochen und Monate bestehen bleiben. Die Mundschleimhautentzündung kann sehr schwer oder ganz leicht verlaufen, je nach Abwehrkraft des Einzelnen.

Mehr zu den Symptome einer Mundschleimhautentzündung.

Diagnose einer Mundschleimhautentzündung

Bei harmlosen Schleimhautentzündungen wird lediglich die Mundhöhle untersucht. Immunschwäche und schwere Verläufe erfordern Blutuntersuchungen und eine Bakterien- Pilz- oder Virenkultur. Ein HIV-Test sollte bei Verdacht durchgeführt werden.

Mehr zu der Diagnose einer Mundschleimhautentzündung.

Therapie einer Mundschleimhautentzündung

Zur Therapie der Stomatitis helfen Mundspülungen, schmerzlindernde und schleimhautbetäubende Gels und Hausmittel. Bei Mundsoor muss ein Antimykotikum (Mittel gegen Pilze) aufgetragen werden. Nur bei schweren Verläufen braucht es innerliche Medikamente gegen Pilze, Viren oder Bakterien. Wichtig ist es, die Mundhygiene nicht zu vernachlässigen, sich vitaminreich zu ernähren und ausreichend zu trinken. Risikofaktoren wie Alkohol und Tabakrauchen sollten vermieden werden.

Mehr zu der Therapie einer Mundschleimhautentzündung.

Mundschleimhautentzündung im Überblick:
  • Die Mundschleimhautentzündung kommt bei Abwehrschwäche als Mundsoor oder Herpes-Infektion bei Kindern vor. Auch schlechte Mundhygiene, Schleimhautverletzungen, Alkohol, Rauchen, Allergien und Stress führen dazu.
  • Symptome sind Rötung, Schwellung und schmerzhafte Aphten, kleine rundliche Einrisse der Schleimhaut. Bei Mundsoor treten durch den Pilzbefall weißliche Beläge auf.
  • Zur Diagnose wird die Mundhöhle begutachtet, Allergien und Medikamenteneinnahme abgeklärt. Blutuntersuchungen und Kulturen auf Bakterien, Pilze oder Viren sind nur bei schweren Verläufen notwendig.
  • Meist reicht die Linderung der Beschwerden mit Mundspülungen, schleimhautbetäubenden Gelen oder Hausmitteln, bei Mundsoor Antimykotika gegen das Pilzwachstum.
Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Wenn die Mundschleimhautentzündung nach 2 Wochen nicht abgeheilt ist oder wiederholt auftritt
  • Wenn Zahnprothesen drücken
  • Ein- bis zweimal jährlich zur professionellen Zahnreinigung
  • Wenn hohes Fieber auftritt, vor allem mit kleinen Kindern!
  • Wenn starke Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit eintreten (Gefahr der Hirnhautentzündung).
  • Bei Schluckbeschwerden und Globusgefühl (Fremdkörpergefühl) im Hals
  • Bei Geschwüren und Schleimhautblutungen
Geschrieben von Redaktion 27.09.2013
Morgana Hack
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 27.09.2013
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