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Magenschleimhautentzündung (Gastritis)

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Magenschleimhautentzündung (Gastritis)

Appetitverlust, Völlegefühl oder Bauchschmerzen? Dahinter kann sich eine Magenschleimhautentzündung verbergen. Über 50% aller über 50-Jährigen leiden an Gastritis. In Entwicklungsländer ist diese Krankheit wesentlich häufiger: die Mehrheit der Bevölkerung armer Länder oder Einwanderer leiden an chronischer Magenschleimhautentzündung durch das Bakterium Helicobacter pylori, das erst 1983 entdeckt wurde. Häufig merken die Betroffenen nichts davon, die Beschwerden setzen erst ein, wenn sich daraus ein Magengeschwür entwickelt hat. Doch eine Magenschleimhautentzündung kann gezielt behandelt werden und gut abheilen. Pflanzliche Auszüge aus Kamillenblüten oder Schafgarbenkraut können mithelfen, die geschädigte Magenschleimhaut zu regenerieren.

Eine Magenschleimhautentzündung ist eine Entzündung der Schleimhaut die den Magen auskleidet. Der medizinische Fachausdruck „Gastritis“ (Magenentzündung) kommt aus dem Griechischen und bezeichnet die akute oder chronische Form.

Ursachen einer Magenschleimhautentzündung

Die akute Magenschleimhautentzündung wird am häufigsten durch Schmerzmedikamente wie Acetylsalicylsäure („Aspirin“) oder Ibuprofen verursacht, durch Alkoholexzess oder Nikotin. Sie tritt bei Patienten auf Intensivstationen, die großem Stress ausgesetzt sind auf oder bei Darminfektionen.

Die chronische Magenschleimhautentzündung wird in drei Typen unterteilt:

  • Typ A, die Autoimmungastritis ist eine seltene Form bei der die Magenschleimhaut vom Immunsystem angegriffen wird.
  • Typ B, die Bakterielle Gastritis wird durch Helicobacter pylori verursacht und macht 85 % aller Gastritis Fälle aus.
  • Typ C, die Chemische Gastritis entsteht durch Rückfluss von Galle.

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Symptome einer Magenschleimhautentzündung

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Tückisch ist, dass die chronische Magenschleimhautentzündung meist stumm bleibt, denn es können sich nach Jahren Magengeschwüre oder Magenkrebs daraus entwickeln. Die akute Gastritis führt zu Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Bauchschmerzen mit Übelkeit oder Erbrechen.

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Diagnose einer Magenschleimhautentzündung

Deshalb ist die Magenspiegelung für die Diagnose einer Gastritis wichtig – so kann die Magenschleimhaut auf Entzündung, Magenblutung und Veränderungen begutachtet werden. Eine Gewebeprobe (Biopsie) wird entnommen und im Labor untersucht.

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Therapie einer Magenschleimhautentzündung

Medikamente, die Magensäure verringern und das Bakterium abtöten werden zur Behandlung der chronischen und akuten Gastritis verordnet. Eine magenschonende Ernährung, pflanzliche Wirkstoffe wie Kamille und Leinsamen und das Weglassen von Alkohol, Tabak und Reizstoffen können zur Behandlung einer leichten Magenschleimhautentzündung schon ausreichen.

Mehr zur Therapie einer Magenschleimhautentzündung.

Magenschleimhautentzündung im Überblick:
  • Ursachen einer akuten Magenschleimhautentzündung sind häufig Schmerzmedikamente. Die häufigste Ursache der chronischen Gastritis ist das Bakterium Helicobacter pylori.
  • Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Bauchschmerzen verursacht die akute Gastritis, die chronische Magenschleimhautentzündung bleibt oft stumm.
  • Die Magenspiegelung ist die wichtigste Maßnahme zur Diagnose der Magenschleimhautentzündung und Behandlung einer blutenden Gastritis.
  • Medikamente zur Reduktion der Magensäure und Eradikation von Helicobacter pylori werden vom Arzt verordnet. Magenempfindliche Menschen können mit basenreicher Kost die Schleimhäute regenerieren.
Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Wenn Sie an Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Gewichtsabnahme oder Durchfällen leiden um eine mögliche Magenerkrankung oder Erkrankung anderer Organe zu untersuchen.
  • Bei akuten starken Bauchkrämpfen immer gleich zum Arzt – eine akute Magenschleimhautentzündung, ein Magengeschwür oder ein Magendurchbruch müssen sofort behandelt werden!
  • Bei Bluterbrechen oder Blut im Stuhl (Teerstuhl, Schwarzfärbung des Stuhls, auch das Erbrochene hat eine dunkle Farbe aufgrund des geronnenen Blutes).
  • Wenn Sie an chronischer Gastritis leiden, sollten regelmäßig Magenspiegelungen durchgeführt werden wegen dem erhöhten Risiko für Magenkrebs.
Morgana Hack
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 26.09.2013
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   Pflanzliche Medikamente bei Magenschleimhautentzündung (Gastritis):
* Hinweis
Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Studien zu Magenschleimhautentzündung (Gastritis)

Studientitel
Effects of Cistus laurifolius L. flowers on gastric and duodenal lesions (und weitere 1 Studie)
Jahr
1997, 1994
Kurzinfo
Die Zistrose ist nicht nur für ihre hervorragenden Effekte bei Erkältungen bekannt, sondern wird auch bei Beschwerden in der Magen- oder Darmgegend eingesetzt. Egal, ob bei Magengeschwüren oder Darmkrämpfen,  Mehr...die traditionelle Naturheilkunde spricht der Zistrose hier eine lindernde und heilende Wirkung zu. Eine Reihe von Wissenschaftlern interessierte sich für eben diese Effekte und ging den Empfehlungen der Phytotherapie in mehreren Studien auf den Grund.