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Ursachen für Konzentrationsschwäche

Ursachen für Konzentrationsschwäche

Was steckt hinter der Konzentrationsschwäche?

Oft bemerkt man selbst, dass man gerade nicht richtig bei der Sache ist, nebenbei an den nächsten Urlaub denkt oder Pläne für den Feierabend schmiedet. Ertappt man sich bei solchen Gedankenfluchten, stellt sich schnell Unzufriedenheit ein – worunter die Konzentration weiter leidet. Aber statt sich zu ärgern, sollte man sein eigenes Verhalten unter die Lupe nehmen und überlegen, worin die Ursachen des Konzentrationsmangels liegen könnten.

Der Autor S. Horn listet in seinem Buch "Konzentration" elf verschiedene Konzentrationsblockaden auf, dazu zählen beispielsweise:

Ablenkung und Unterbrechung
Baustellenlärm, Musik, klingelnde Telefone oder ständige Unterbrechungen durch Gespräche reißen immer wieder aus den Gedanken und verhindern eine längerfristige Konzentration.
Mangel an Übung
Konzentration will gelernt sein! Viele mögen denken, Die Fähigkeit zur Fokussierung sei eine Eigenschaft, die man entweder hat oder nicht. Doch dem ist nicht so: Sie muss ebenso trainiert werden wie jeder andere Bereich des Körpers.
Mangel an Interesse
Steht hinter der Arbeit nur ein "Ich muss" statt eines motivierten "Ich will", ist es natürlich schwer, die nötige Kraft für die Konzentration aufzubringen. Und Konzentration erfordert viel Kraft – daher ist es von immenser Wichtigkeit, in seiner täglichen Arbeit eine sinngebende Tätigkeit vorzufinden.
Überlastung und Stress
Hier noch ein Termin, schnell einkaufen, dann noch weiter zum Arzt und so weiter. Jeder Mensch hat seine Grenze persönlicher Belastbarkeit, ab der er es nicht mehr schafft, jedem Unterfangen das gleiche Maß an Konzentration zu widmen.
Müdigkeit und körperliches Ungleichgewicht
Nach einer langen Nacht oder bei einer dicken Erkältung kann die Arbeit zur Qual werden. Ein wacher Geist und gesunder Körper sind die besten Voraussetzungen für Leistungsfähigkeit im Alltag. 

Bei Kindern steckt hinter einer Konzentrationsschwäche oft das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADS) oder das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS).

Die betroffenen Kinder sind unaufmerksam und leicht ablenkbar (»Träumer«). Einige neigen zu Überaktivität (»Zappelphilipp«) und Aggressivität. Dauern solche Episoden nur kurze Zeit, sollte man die Kinder nicht gleich in die ADHS-Schublade stecken.

Die Konzentrationsfähigkeit eines Kindes lässt sich mit standardisierten Tests prüfen (Testreihe zur Prüfung der Konzentrationsfähigkeit [TPK]). Eine sorgfältige Abklärung der Konzentrationsstörung bei einem Spezialisten (Kinderarzt, Kinderpsychologe) bringt hier Klarheit.

Leiden Erwachsene an einem Mangel an Konzentration, kommen zahlreiche Krankheiten als Ursache infrage. Dazu zählen:

  • Burn-out-Syndrom / Über- oder Unterforderung im Job
  • Belastende Lebenssituationen: Tod eines nahestehenden Menschen, Verliebtheit
  • Schlaflosigkeit / Schlafmangel / Schlafapnoe-Syndrom
  • Ernährungsfehler: zu wenig Kohlenhydrate, Vitaminmangel
  • Depressionen / depressive Verstimmungen
  • Demenzkrankheiten: Alzheimer, Parkinson
  • Neurologische Krankheiten: Hirnhautentzündung, Schlaganfall, Hirntumor
  • Hormonstörungen: Schilddrüsenkrankheiten
  • Persönlichkeitsstörungen: Schizophrenie, Angststörungen
  • Drogen- und Alkoholmissbrauch
  • Nebenwirkung von Medikamenten: Beruhigungs- und Schlafmittel, Neuroleptika, starke Schmerzmittel (Opioide)

Alle Störungen und Krankheiten zeigen außer einem Konzentrationsmangel noch andere Symptome, die für die Diagnose meist wichtiger sind als die Konzentrationsfähigkeit. Die Diagnosemethoden umfassen je nach Verdacht Blutuntersuchungen, psychiatrische und neurologische Untersuchungen sowie bildgebende Verfahren (Computer- und Magnetresonanztomografie).

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Geschrieben von Redaktion 24.09.2013
Dr. med. André Lauber
Geschrieben von Dr. med. André Lauber , Arzt und Fachjournalist
Zuletzt aktualisiert am 24.09.2013
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