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Konzentrationsschwäche

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Konzentrationsschwäche

Ob zuhause am Schreibtisch oder beim Autofahren im Stadtverkehr – tagtäglich wird unser Gehirn mit einer Flut an Reizen und Informationen bombardiert. Immer und überall. Damit wir uns in diesem Chaos zurechtfinden und die Aufgaben des Alltags bewältigen zu können, brauchen wir die Fähigkeit, Unwichtiges auszublenden und unsere Aufmerksamkeit gezielt auf die wichtigen Dinge zu lenken. Gerade in der heutigen Zeit ständiger Erreichbarkeit, in der jederzeit und überall Zugang zu Information und Wissen besteht, ist es wichtig, nicht den Überblick zu verlieren. Eine Gehirnleistung wird dabei auf immer härtere Proben gestellt – und bedarf besonderer Aufmerksamkeit und Pflege: Unsere Fähigkeit zur Konzentration.

Was bedeutet Konzentrationsschwäche?

Konzentration (von lateinisch concentra, "zusammen zum Mittelpunkt") wird die Eigenschaft des Gehirns genannt, die Aufmerksamkeit gezielt auf eine bestimmte Fähigkeit, einen bestimmten Gegenstand oder Sachverhalt zu richten. Ist sie gestört, unterlaufen uns Leichtsinnsfehler. Wir vergessen etwas, werden abgelenkt und führen unsere Aufgaben nicht zu Ende.

Wenn die Konzentration regelmäßig versagt, fällt es schwer, der alltäglichen Arbeit nachzugehen. Ob man für eine Prüfung lernen, in einem Meeting einem Gesprächspartner folgen oder einfach nur die alltäglichen Dinge erledigen muss. Ist die Konzentration eingeschränkt, leidet die Leistungsfähigkeit immens.

Natürlich kann sich niemand wirklich dauerhaft auf eine Sache konzentrieren. Es ist normal, dass die Aufmerksamkeit mit der Zeit nachlässt. Je »langweiliger« etwa ein Textinhalt oder eine bestimmte Tätigkeit uns erscheint und je »reizvoller« die Ablenkungsmöglichkeiten in der Umgebung, desto schneller schwindet die Konzentration.

Deshalb gibt es keine klare medizinische Definition der Konzentrationsstörung. Lässt jedoch die Konzentrationsfähigkeit eines Menschen massiv nach, sollte nach der Ursache gesucht werden. 

UrsachenWas steckt hinter der Konzentrationsschwäche?

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Oft bemerkt man selbst, dass man gerade nicht richtig bei der Sache ist, nebenbei an den nächsten Urlaub denkt oder Pläne für den Feierabend schmiedet. Ertappt man sich bei solchen Gedankenfluchten, stellt sich schnell Unzufriedenheit ein – worunter die Konzentration weiter leidet. Aber statt sich zu ärgern, sollte man sein eigenes Verhalten unter die Lupe nehmen und überlegen, worin die Ursachen des Konzentrationsmangels liegen könnten.

Zu den wichtigsten Konzentrationsblockaden (nach S. Horn) zählen die folgenden.

  1. Ablenkung und Unterbrechung
  2. Baustellenlärm, Musik, klingelnde Telefone oder ständige Unterbrechungen durch Gespräche reißen immer wieder aus den Gedanken und verhindern eine längerfristige Konzentration.
  3. Mangel an Übung
  4. Konzentration will gelernt sein! Viele mögen denken, Die Fähigkeit zur Fokussierung sei eine Eigenschaft, die man entweder hat oder nicht. Doch dem ist nicht so: Sie muss ebenso trainiert werden wie jeder andere Bereich des Körpers.
  5. Mangel an Interesse
  6. Steht hinter der Arbeit nur ein "Ich muss" statt eines motivierten "Ich will", ist es natürlich schwer, die nötige Kraft für die Konzentration aufzubringen. Und Konzentration erfordert viel Kraft – daher ist es von immenser Wichtigkeit, in seiner täglichen Arbeit eine sinngebende Tätigkeit vorzufinden.
  7. Überlastung und Stress
  8. Hier noch ein Termin, schnell einkaufen, dann noch weiter zum Arzt und so weiter. Jeder Mensch hat seine Grenze persönlicher Belastbarkeit, ab der er es nicht mehr schafft, jedem Unterfangen das gleiche Maß an Konzentration zu widmen.
  9. Müdigkeit und körperliches Ungleichgewicht
  10. Nach einer langen Nacht oder bei einer dicken Erkältung kann die Arbeit zur Qual werden. Ein wacher Geist und gesunder Körper sind die besten Voraussetzungen für Leistungsfähigkeit im Alltag. 

Bei Kindern steckt hinter einer Konzentrationsschwäche oft das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADS) oder das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS).

Die betroffenen Kinder sind unaufmerksam und leicht ablenkbar (»Träumer«). Einige neigen zu Überaktivität (»Zappelphilipp«) und Aggressivität. Dauern solche Episoden nur kurze Zeit, sollte man die Kinder nicht gleich in die ADHS-Schublade stecken.

Die Konzentrationsfähigkeit eines Kindes lässt sich mit standardisierten Tests prüfen (Testreihe zur Prüfung der Konzentrationsfähigkeit [TPK]). Eine sorgfältige Abklärung der Konzentrationsstörung bei einem Spezialisten (Kinderarzt, Kinderpsychologe) bringt hier Klarheit.

Bei Erwachsenen kommen zahlreiche Krankheiten als Ursache für Konzentrationsprobleme infrage. Dazu zählen:

  • Burn-out-Syndrom / Über- oder Unterforderung im Job
  • Belastende Lebenssituationen: Tod eines nahestehenden Menschen, Verliebtheit
  • Schlaflosigkeit / Schlafmangel / Schlafapnoe-Syndrom
  • Ernährungsfehler: zu wenig Kohlenhydrate, Vitaminmangel
  • Depressionen / depressive Verstimmungen
  • Demenzkrankheiten: Alzheimer, Parkinson
  • Neurologische Krankheiten: Hirnhautentzündung, Schlaganfall, Hirntumor
  • Hormonstörungen: Schilddrüsenkrankheiten
  • Persönlichkeitsstörungen: Schizophrenie, Angststörungen
  • Drogen- und Alkoholmissbrauch
  • Nebenwirkung von Medikamenten: Beruhigungs- und Schlafmittel, Neuroleptika, starke Schmerzmittel (Opioide)

Alle Störungen und Krankheiten zeigen außer einem Konzentrationsmangel noch andere Symptome, die für die Diagnose meist wichtiger sind als die Konzentrationsfähigkeit. Die Diagnosemethoden umfassen je nach Verdacht Blutuntersuchungen, psychiatrische und neurologische Untersuchungen sowie bildgebende Verfahren (Computer- und Magnetresonanztomografie).

Ursachen behandeln und Konzentration trainieren

Für die gezielte Behandlung einer Konzentrationsschwäche muss die Ursache bekannt sein. Liegt dem Mangel an Konzentration eine körperliche oder geistige Krankheit zugrunde, reguliert sich das Problem mit einer erfolgreichen Therapie.

Sind Stress und Schlafprobleme die Ursachen für den Konzentrationsmangel, kann man sich gut selbst helfen. Entspannungsübungen und eingeplante Ruhezeiten wirken dem Stress entgegen. Die Verbesserung der Schlafhygiene (immer zur gleichen Zeit zu Bett gehen, kein Kaffee oder Alkohol spät abends) hilft bei vielen Schlafproblemen.

KonzentrationstrainingTricks und Übungen zur Konzentrationssteigerung

Wir geben ihnen ein paar praktische Ratschläge an die Hand, wie Sie Ihrem Konzentrationsvermögen auf die Sprünge helfen können.

Fühlen Sie sich am Arbeitsplatz ständig abgelenkt? Vielleicht hilft es schon, den Arbeitsplatz umzustrukturieren. Beispielsweise den Schreibtisch so auszurichten, dass vorbeigehende Kollegen Sie nicht stören können. Verbannen Sie lärmende Geräte aus dem Büro und kommunizieren Sie feste Zeiten, in denen Sie telefonisch erreichbar sind.

Doch gibt es auch Dinge (Baustellenlärm beispielsweise) mit denen man sich wohl oder übel abfinden muss. Hier helfen vielleicht Ohrstöpsel. Oft hilft es aber auch schon ein wenig, den Lärm einfach zu akzeptieren: Je störender man ihn wahrnimmt, desto mehr konzentriert man sich auf ihn, deshalb hilft manchmal schon eine Umstrukturierung der Gedanken.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Konzentration zu trainieren. Daher kann es gut sein, dass man erst einmal einiges ausprobieren muss, um die Technik zu finden, die einem liegt. Angefangen mit fernöstlichen Methoden wie Qigong, Tai Chi oder Yoga über autogenes Training, das Üben mit einem Musikinstrument oder die Muskelrelaxation nach Jakobsen. Atemübungen beispielsweise lassen sich gut auch in den Alltag integrieren.

Wenn Sie merken, ihre Konzentration sinkt gerade akut ab, probieren Sie einmal doch folgendes aus:

Legen Sie sich auf den Rücken mit ausgestreckten Armen und Beinen. Atmen Sie einige Male tief ein und langsam durch den Mund aus. Sie konzentrieren sich ausschließlich darauf, wie die Luft in ihre Lungen strömt und wieder entweicht. Dann legen Sie ihre Hände auf den Bauch und versuchen gezielt in den Bauch zu atmen und zu spüren wie sich die Bauchdecke hebt und senkt. Als nächstes legen Sie Ihre Hände auf den Brustkorb und atmen bewusst in die Brust ein. Sie spüren wie ihr Brustkorb sich hebt und senkt. Nun liegen die Hände wieder neben dem Körper. Bei jeder Einatmung schließen Sie sie zur Faust und bei jeder Ausatmung lassen Sie wieder locker. Wenn Sie sich entspannt fühlen, atmen Sie noch einmal tief ein und aus und stehen dann langsam auf. Mit der Zeit werden Sie merken, dass es Ihnen immer leichter fallen wird sich auf Ihre Atmung zu konzentrieren und störende Gedanken abzublocken.

Leider gibt es im Leben häufig Phasen, in denen man Aufgaben erledigen muss, die keinen Spaß machen. Doch vielleicht hilft es Ihnen, sich einfach klarzumachen: Was ist das Ziel, das hinter meiner aktuellen Aufgabe steht? Kann ich mich vielleicht selbst mit etwas belohnen, wenn die Aufgabe erledigt ist? Oder vielleicht kommen Sie auch zu dem Entschluss, dass die Aufgabe keine Vorteile für Sie bringt - was passiert eigentlich, wenn Sie die Aufgabe einfach fallen lassen?

Um die besten körperlichen Voraussetzungen für eine gesunde Konzentrationsfähigkeit zu schaffen, achten Sie darauf viel zu schlafen (und ggf. mit pflanzlichen Mitteln nachzuhelfen), Ausdauersport zu betreiben und viel zu trinken. Auch Ihre Ernährungsgewohnheiten beeinflussen die Konzentration. "Ein voller Bauch studiert nicht gern" – ein leerer aber ebenso wenig. Am besten sind mehrere kleine und leichte Mahlzeiten, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. 

Testen Sie Ihre Konzentration!
Wie kann man die Konzentrationsfähigkeit messen? Die Psychologie stellt uns verschiedene Testverfahren bereit. So gibt es beispielsweise den Aufmerksamkeits-Belastungs-Test des Psychologieprofessors Brickenkamp, der den Patienten nach besonderen Symbolen inmitten einer Zahlen- und Zeichenwüste suchen lässt.
Test
 

So geht's:

Die folgende Grafik bildet die Zahlen von 00 bis 99 ab, jedoch nicht in der richtigen Reihenfolge, sondern in zufälliger Anordnung. Die Aufgabe: Finden Sie die Zahlen in der richtigen Reihenfolge und streichen Sie diese durch. Dabei wird die Zeit gemessen, die Sie benötigen, bis Sie bei der Zahl 99 angelangt sind.

Resultat:

unter 240 Sekunden: weltklasse
240 - 359 Sekunden: sehr gut
360 - 479 Sekunden: gut
480 - 599 Sekunden: befriedigend
600 - 719 Sekunden: ausreichend
720 - 839 Sekunden: problematisch

Natürliche MuntermacherNatürliche Muntermacher: Diese Wirkstoffe helfen bei Müdigkeit

Bei Konzentrationsstörungen gibt es ein reiches Repertoire an natürlichen Wirkstoffen, die helfen können. Da sind zum einen Stoffe, die direkt die Konzentration fördern können und zum anderen Stoffe, die indirekt über Minderung von Anspannung oder Müdigkeit wirken. Der Klassiker für den kleinen Energiekick im Alltag ist natürlich die Kaffeebohne. Aber auch abseits des beliebten braunen Heißgetränks hält Mutter Natur wirksame Muntermacher bereit.

Gegen Anspannung und Schlaflosigkeit kann man auch mit ausreichend Bewegung im Freien angehen. Unterstützen bei Einschlafproblemen können Baldrianwurzel, Hopfenzapfen oder auch Passionsblumenkraut besteht. Extrakte aus der Ginsengwurzel wirken auf den ganzen Körper stärkend und können das allgemeine Wohlbefinden sowie die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit verbessern.

Auch Tee ist eine gute Alternative. Eine große Kanne grüner oder schwarzer Tee ist in zweifacher Hinsicht empfehlenswert: Erstens hilft das enthaltene Koffein gegen die Müdigkeit, zweitens wird der Körper mit ausreichend Flüssigkeit versorgt. Wichtig zu wissen: Je kürzer man den Tee ziehen lässt, desto höher ist seine anregende Wirkung. Je länger man ihn ziehen lässt, desto stärker entfaltet er seine antioxidative Wirkung.

Ein weiteres Beispiel ist Guarana, eine südamerikanische Liana mit koffeinreichen Früchten. Guarana ist in seiner Wirkung dem Kaffee ähnlich, doch etwas stärker und dabei zugleich milder.

Rezept: Guaranakekse

Guarana ist in Kapselform erhältlich, aber auch, für Experimentierfreudige, als Pulver. So können Sie sich zum Beispiel Guarana-Kekse backen, die man während der Arbeit gut naschen kann:

Benötigte Zutaten für Guaranakekse

  • 100 g Margarine
  • 200 g Mehl 
  • 80 g Guaranapulver 
  • 2 Esslöffel 
  • Zucker 
  • 1 Ei 
  • 1 Päckchen Vanillin 
  • 1 - 3 Teelöffel Lebkuchengewürz 
  • 1 Teelöffel Honig 
  • 1 Päckchen Backpulver 

So geht's

Teig zubereiten, zu einer Rolle formen, in Scheiben schneiden und bei 170 °C etwa 20 Minuten backen.

Das hilft bei Anspannung, Unruhe und Schlaflosigkeit

Fühlen Sie sich einfach "zu wach" und können nicht ruhig am Schreibtisch sitzen bleiben? Oder Sie sind nach einem anstrengenden Arbeitstag müde und können trotzdem nicht in den erholsamen Schlaf gleiten? Bereiten Sie sich doch einen Tee, der Sie beim runterfahren unterstützt. Hier eignen sich Beruhigungstees – meist Kombinationen aus Baldrian, Melisse, Hopfenzapfen oder Ringelblüten – die in jeder Apotheke erhältlich sind. Oder lassen Sie sich ein Vollbad ein, hier eignet sich beispielsweise Lavendelöl gut.

Noch mehr Konzentration gefällig?

Sie mögen Ihre Arbeit, sind wach und ausgeruht, aber manche Arbeitstage sind lang und schließlich ist es dann doch so weit: Die Konzentration lässt nach.

Vier natürliche Aufputschmittel für produktive Überstunden:

Ginkgo erweitert die kleinen Blutgefäße und lässt das Blut leichter fließen. Diese Eigenschaften verbessern unter anderem auch die Hirndurchblutung. Das Gehirn bekommt mehr Sauerstoff und Nährstoffe und kann einwandfrei arbeiten. Allerdings lässt sich die Leistung eines gesunden und ausgeruhten Hirns mit Ginkgo kaum steigern. Man wird mit Ginkgo nicht „intelligenter“.

Der Einsatz von Ginkgo biloba Blätter-Extrakten eignet sich zur Verbesserung der Konzentration bei hoher Belastung und zur Vorbeugung der »normalen« Altersvergesslichkeit mit Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Empfohlen wird eine Dosis von 120 bis 240 mg Ginkgoextrakt dreimal pro Tag.

Extrakte aus der Ginsengwurzel gehören zu den wichtigsten Arzneimitteln der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Ginseng aktiviert zum Beispiel verschiedene chemischen Stoff (Neurotransmitter) im Gehirn und fördert so die Konzentrationsfähigkeit. Besonders bei erhöhter Belastung im Beruf stärkt Ginseng die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit des Körpers. Nach einer Krankheit kann Ginseng zu einer schnellen Erholung beitragen.

Eine Kur mit Ginsengpräparaten sollte nicht länger als drei Monate dauern. Danach wird eine Pause von zwei bis drei Monaten empfohlen. Ginseng wird in der Regel sehr gut vertragen. Bei sehr hoher Dosierung und langer Anwendung kann es zu Durchfall, Schlafstörungen und Nervosität kommen.

Extrakte aus der Taigawurzel (»russischer Ginseng«) wirken ähnlich wie Ginseng. Der Einsatz der Taigawurzel entspricht deshalb auch weitgehend dem des Ginsengs: nachlassende Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sowie schnellere Erholung nach einer Krankheit.

Wie bei Ginseng sollte bei einer Kur mit Taigawurzelextrakt die Einnahmezeit auf drei Monate beschränkt bleiben. Nach einer zwei- bis dreimonatigen Pause kann man eine neue Kur starten. Die Einnahme von Taigawurzel wird für Säuglinge und Kleinkinder nicht empfohlen, da es keine klaren Angaben zur Dosierung gibt. Nebenwirkungen bei der Anwendung von Extrakten aus der Taigawurzel sind nicht bekannt. Es gibt in der Forschung den Verdacht, dass Menschen mit Bluthochdruck keine Taigawurzelpräparate einnehmen sollten. Bislang gibt es dafür aber keine Beweise.

Unwirtliche Gegenden – Moore, Felsspalten, Gebirge – dort ist der Rosenwurz zu finden. Und diese hohe Anpassungsfähigkeit gibt er auch an jene weiter, die ihn, beziehungsweise seine Wurzel, aufnehmen: In einem Versuch verlängerte sich die Lebensspanne von Fruchtfliegen um bis zu 24%. Auch beim Menschen scheint sie stressbedingte Erschöpfung zu lindern sowie das Erinnerungsvermögen und die Konzentration fördern zu können.

Die Dosierungsempfehlung der Rosenwurzwurzel beträgt bis zu 400 mg Extrakt täglich als Nahrungsergänzungsmittel.

 
Wann zum Arzt?

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • rasch zunehmende Konzentrationsschwäche
  • Konzentrationsschwäche mit

    • Niedergeschlagenheit oder Euphorie
    • wirren Gedanken
    • Aggressivität und Wutausbrüchen bei Kindern
    • Vergesslichkeit
    • Kopfschmerzen, Schwindel oder Fieber
    • Sprach- oder Sehstörungen
Link- und Buchtipps:
  • Roswitha Spallek, Große Hilfe für kleine Chaoten: Ein ADS-Ratgeber. Patmos, 2008
  • Elisabeth Aust-Claus, Petra-Marina Hammer, ADS - Topfit beim Lernen: AufmerksamkeitsDefizitSyndrom. Bedienungsanleitung für dein Gehirn. OptiMind-Konzept für die 5.-10. Klasse. Optimind Media, 2007
  • Helmut Krowatschek, Gita Krowatschek, Gordon Wingert, Caroline Schmidt, Das Marburger Konzentrationstraining für Jugendliche (MKT-J). Borgmann Media, 2010
Quellen:
  • Wiesenauer M. PhytoPraxis. 4. Auflage: Springer-Verlag; 2010.
  • Schilcher H, Kammerer S, Wegener T. Leitfaden Phytotherapie. 3 Auflage: Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH; 2009.
  • Fattinger K, Meier-Abt A. Interaktionen zwischen Phytopharmaka und Arzneimitteln. Schweiz Med Forum. 2003;29/30:693-700.
Dr. med. André Lauber
Geschrieben von Dr. med. André Lauber , Arzt und Fachjournalist
Zuletzt aktualisiert am 24.09.2013
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Studien zu Konzentrationsschwäche

Studientitel
Ginkgo biloba for cognitive impairment and dementia
Jahr
2009
Kurzinfo
Ob bei Demenz, Depression oder Angststörungen - Ginkgo-biloba Präparate werden in Deutschland seit fast fünfzig Jahren zur Behandlung von Gedächtnisstörungen eingesetzt. Dabei gibt es auch heutzutage  Mehr...immer wieder Kontroversen über den Nutzen der Pflanze bei Krankheiten, die mit einer Gedächtnisstörung einhergehen.
Studientitel
Ginkgo biloba extract and long-term cognitive decline: a 20-year follow-up population-based study. (und weitere 2 Studien)
Jahr
2013, 2010, 2009
Kurzinfo
Wenn man dem Ginkgo eine Wirkung nachsagt, dann vor allem die Steigerung von geistigen Fähigkeiten, wie Konzentration und Lernvermögen. Doch ein Blick in die Datenbanken der Medizin zeigt, dass man sich  Mehr...in der Wissenschaft noch nicht so recht einig ist, wie und gar ob Ginkgo bei mentalen Problemen helfen kann. Ein Überblick über den aktuellen Stand der Forschung.
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