Husten, Bronchitis Ursachen

Viren, Bakterien und Zigarettenrauchen
Eine akute Bronchitis mit Husten entsteht meist aus einer Erkältung oder einer Grippe. Die Erreger befallen die Schleimhäute der Atemwege und dringen über die Luftröhre bis hinab in die Bronchien, durch die der Atemstrom in die Lunge fließt. Die Bronchialschleimhäute entzünden und röten sich und produzieren Schleim. Wie bei der Erkältung sind die Erreger meist Viren, bei Erwachsenen Influenza- und Parainfluenzaviren, bei Kindern REO-, Adeno- und ECHO-Viren.
Auch Bakterien können die Bronchien befallen. Häufig siedeln sie sich zusätzlich zu den Viren auf den entzündeten Schleimhäuten an, man nennt das „bakterielle Superinfektion“. Hämophilusbakterien, Pneumokokken oder Staphylokokken sind typische Bakterien bei Erwachsenen, Mykoplasmen kommen manchmal bei Kindern vor. Verläuft eine Bronchitis sehr schwer, so können die Bakterien in die Lunge vordringen, wo sie eine Lungenentzündung verursachen.
Hat man selbst eine akute Bronchitis, sollte man immer von anderen abgewandt in ein Taschentuch husten. So kann man die Ansteckungsgefahr für Mitmenschen verringern, denn ein Hustenstoß kann die Erreger bis zu 9 Meter weit schleudern.
Begünstigende Faktoren sind Nässe und Kälte, Schadstoffe aus Dämpfen, Gasen und Feinstaub. Smog in Großstädten und im Straßenverkehr führt zu einer Schädigung der Bronchialschleimhaut.
Tabakrauch ist der Risikofaktor Nummer eins! Dabei ist Zigarettenrauchen, da der Rauch über die Lunge inhaliert wird, am gefährlichsten. Der Rauch enthält die Schadstoffe Benzol, Blausäure, Formaldehyd und Nitrosamine. Passivrauchen schädigt besonders die kindlichen Bronchien und Lungen.
Bei anhaltender Belastung der Schleimhäute mit Schadstoffen kommt es zu einer Schädigung der Flimmerhärchen. Diese sind Bestandteil der Bronchialschleimhaut und sorgen dafür, dass kleinste Partikel nicht in die Lunge gelangen, sondern über die Luftröhre, Mund und Nase nach Außen abtransportiert werden. Bei anhaltender Belastung durch Schadstoffe wie durch Rauchen versagen die Flimmerhärchen. Eine chronische Bronchitis entsteht durch diese ständige Reizung und Entzündung der Schleimhäute.
Raucher und Menschen mit einer chronischen Bronchitis sind viel häufiger von akuter Bronchitis betroffen. Die vorgeschädigten, wiederholt entzündeten Schleimhäute bieten Bakterien eine einfache Angriffsfläche. Die vielen akuten Entzündungen schädigen die Schleimhäute weiter. So kommt es zu einer Art Teufelskreislauf. Kann man den Schadstoff nicht vermeiden, werden mit der Zeit die Wände der Bronchien so geschädigt, dass sie in sich zusammenfallen und sich verengen – eine chronisch-obstruktive Bronchitis und Lungenerkrankung (COPD) kann daraus entstehen.