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Herzinsuffizienz (Herzschwäche)

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Herzinsuffizienz (Herzschwäche)

Die Herzinsuffizienz ist vor allem in den frühindustrialisierten Ländern eine weit verbreitete Erkrankung und beinahe jeder kann eine Person aus der Familie oder dem näheren Umfeld benennen, die unter einem „schwachen Herzen“ leidet, ständig geschwollene Beine hat oder schon einmal „Wasser in der Lunge“ hatte. Eigentlich ist die Herzinsuffizienz keine reine Krankheit des Herzens, sondern vielmehr die Endstrecke einer Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen die sich über Jahre negativ auf die Pumpleistung des Herzens auswirken und es damit „insuffizient“, „ungenügend“ machen. Betroffene merken sehr lange nichts von der Erkrankung, da sie sich in den meisten Fällen Schritt für Schritt entwickelt und der Körper verschiedene Mechanismen einsetzt um die ungenügende Pumpfunktion auszugleichen.

Typische Symptome sind Luftnot (welche im Liegen zunimmt), Minderung der Belastbarkeit (je nach Ausprägung der Herzinsuffizienz nur bei körperlicher Anstrengung oder auch in Ruhe), bläuliche Lippen, kalte Extremitäten, Wassereinlagerungen in den Beinen und stark hervortretende Halsvenen. In wenigen Fällen tritt die Herzinsuffizienz plötzlich auf, dann werden die beschriebenen Symptome als äußerst dramatisch wahrgenommen und es handelt sich um einen Notfall.

Ebenso vielfältig wie die Ursachen der Herzinsuffizienz sind die Einteilungen dieser Krankheit. Man kann sie nach Verlauf (akute bzw. chronische Herzinsuffizienz), nach Stadium (kompensierte bzw. dekompensierte Herzinsuffizienz), nach Ursachen und nach dem vorherrschenden Beschwerdebild (Rechts- bzw. Linksherzinsuffizienz) einteilen.

Herzinsuffizienz im Überblick:
  • der Begriff Herzinsuffizienz bezeichnet das Unvermögen des Herzens, die übrigen Organe in ausreichendem Maße mit Blut zu versorgen
  • viele verschieden Ursachen
  • häufig, Wohlstandskrankheit
  • oft in Kombination mit Arteriosklerose, Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes
  • häufige Symptome: geschwollene Beine, Luftnot, blasse und kalte Haut, schnelle Ermüdbarkeit bei Belastung
  • gute Therapiemöglichkeiten
Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • rasche Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit
  • rasche Gewichtszunahme und geschwollene Beine (Wassereinlagerungen)
  • häufiges, nächtliches Wasserlassen
  • Unvermögen in der Horizontalen zu schlafen (sondern nur noch mit erhöhtem Oberkörper)
  • plötzliche und andauernde Steigerung der Herzfrequenz ohne adäquate Belastung verbunden mit Kaltschweißigkeit, flachem Puls/Pulslosigkeit und Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit - Notfall!
  • generell gilt: Normalerweise entwickeln sich die Symptome langsam (chronische Herzinsuffizienz) und den Zeitpunkt zu erkennen ab dem man einen Arzt aufsuchen sollte ist sehr schwierig. Handelt es sich jedoch um eine akute Herzinsuffizienz (plötzliches Auftreten), sind die Symptome so ausgeprägt, das die Dringlichkeit der Situation nicht zu verkennen ist. Die Betroffenen sind zudem meist nicht mehr in der Lage selbständig einen Arzt aufzusuchen, weshalb Handlungsbedarf seitens anderer, anwesender Personen besteht.
Geschrieben von Redaktion 22.09.2013