Anzeige
Anzeige

Sie kennen uns vielleicht auch aus:

Hautpilz Pflanzliche Wirkstoffe

Hautpilz Pflanzliche Wirkstoffe

Hautpilz natürlich bekämpfen

Pflanzliche Wirkstoffe können auch bei Hautpilz hilfreich sein. Ihre antimykotischen, das Pilzwachstum hemmenden Eigenschaften sind jedoch wesentlich schwächer als die der chemischen Antipilzmittel. Deshalb empfiehlt sich eine Kombination oder Ergänzung der chemischen mit pflanzlichen Präparaten in Form von Umschlägen, Cremes, Ölen und Tinkturen, die auf die Haut aufgetragen oder für Bäder verwendet werden. In der Naturheilkunde wird eine Darmreinigung bei Candida-Infektionen empfohlen, diese kann zusätzlich wirksam sein, ebenso wie Mittel und Maßnahmen, die das Immunsystem stärken.

Hilfe auf einen Blick:
  • Kamillenblüten-Extrakt mit einem hohen Gehalt an alpha-Bisabolol ist nicht nur entzündungshemmend, sondern auch antimykotisch (gegen Pilze) wirksam.
  • Myrrhe-Tinktur kann bei Entzündung der Mund- und Rachenschleimhaut und Mundsoor als Mundspülung angewandt werden.
  • Teebaumöl wird direkt oder als Creme zwischen die Zehen aufgetragen und kann bei Fußpilz und Nagelpilz Beschwerden bessern.
  • Lavendelöl beruhigt und desinfiziert die Füße und hat eine schwache antimykotische Wirkung. Ein Fußbad mit Lavendelöl ist besonders wohltuend.

Kamille

Kamille

Kamillenblüten-Extrakt enthält ätherisches Öl, dessen Hauptwirkstoff alpha-Bisabolol wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung Hautentzündungen abklingen lässt. Kamillenblüten-Extrakt der reich an alpha-Bisabolol ist kann, neben einer Bakterien hemmenden Wirkung, auch Pilzwachstum bekämpfen und ist ein natürliches Antimykotikum. Für eine Spülung 1 Esslöffel Kamillenblüten mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. In der Apotheke gibt es Kamillenblüten-Konzentrate, die besonders reich an alpha-Bisabolol sind.

Myrrhe

Myrrhe

Das Harz des Myrrhestrauchs ist ein seit der Antike geschätztes Heilmittel und wurde als so wertvoll angesehen, dass es in der Mythologie zu den drei Geschenken der Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland für das Jesuskind zählt.

Myrrhe gehört zu den Riechstoffdrogen und enthält ein ätherisches Öl, Harz und Gummi. Diese drei Inhaltstoffe haben zusammenziehende, heilungsfördernde und desinfizierende Eigenschaften auf Haut und Schleimhäute sowie eine Wirkung gegen Hefepilze der Gattung Candida. Bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum, Druckstellen von Zahnprothesen sowie Mundsoor kann Myrrhentinktur als Mundspülungen unterstützend und vorbeugend gegen Hautpilz wirken.

Myrrhe

Teebaum

Aus dem australischen Teebaum wird das ätherische Öl gewonnen, dessen Hauptbestandteil der Wirkstoff Terpinen ist. Teebaumöl hat eine Wirksamkeit gegen Bakterien, Viren und Pilze, hier speziell gegen Candida und Dermatophyten. Bei Fußpilz oder Nagelpilz kann es direkt aufgetragen werden. Es hemmt das Pilzwachstum und bessert die Beschwerden, führt jedoch nicht zu einer vollständigen Abtötung des Hautpilzes.

Lavendel

Lavendel, Thymian, Rosmarin und Koriander

Diese vier Ätherisch-Öl Drogen, die wir auch aus der Gewürzküche kennen, haben eine leicht-hemmende Wirkung gegen Dermatophyten und Hefepilze. Besonders Lavendelöl beruhigt und desinfiziert die gereizten Füße. Rosmarinöl ist empfehlenswert, da es zusätzlich die Durchblutung der Beine fördert. Bei Fußpilz einem Fußbad ein paar Tropfen dieser ätherischen Öle beigeben oder zwischen die Zehen tupfen und einwirken lassen.

Lavendel

Niem

Niemöl ist ein öliger Auszug aus Blätter und Rinde des in Indien vorkommenden Niem-Baumes. Traditionell werden Niem-Extrakte gegen Krankheitserreger eingesetzt – vom Malaria-Erreger bis zur Stechmücke. Gegen Hautpilz trägt man Niemöl auf die betroffenen Hautstellen auf, eine Wirksamkeit wird auch bei Fußpilz beobachtet.

Quellen:
  • Dermatologie und Venerologie für das Studium (P. Fritsch, Springer Verlag)
  • Dermatologie (Ernst G. Jung; Duale Reihe, Hippokrates Verlag)
  • Phytotherapie bei Hauterkrankungen (M. Augustin, Y. Hoch; Urban & Fischer Verlag)
  • Leitfaden Phytotherapie (H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegnener; Urban & Fischer Verlag)
  • Pharmakognosie, Phytopharmazie (Hänsel, Sticher; Springer Verlag)
  • Heilpflanzenpraxis heute (S. Bäumler; Urban & Fischer Verlag)
Geschrieben von Redaktion 19.09.2013
Morgana Hack
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 19.09.2013
Anzeige