Hautpilz

Lästige Mitbewohner auf der Haut
Hautpilz entsteht durch eine Reihe von Pilzarten, die befähigt sind, menschliche Haut, Haare, Nägel und Schleimhäute zu besiedeln und dort lästige, vor allem aber langwierige und schwer zu behandelnde Symptome wie Rötung, Schuppung und Juckreiz zu verursachen. Sowohl Tiere als auch Menschen können den Hautpilz übertragen. Häufig entsteht die Infektion über verseuchte Gegenstände, wie Badematten im Schwimmbad in einem feucht-heißen Klima, das die Pilze lieben.
Dieser Übertragungsweg deutet auf den häufigsten Hautpilz überhaupt hin: den Fußpilz, der mindestens die Hälfte aller Menschen einmal im Leben belästigt. Der verwandte Nagelpilz betrifft 20-30% der Bevölkerung. Darüber hinaus gibt es eine Reihe anderer Dermatomykosen, die nach bestimmten Kriterien eingeteilt werden. Dermatomykose ist der medizinische Fachbegriff für Hautpilz. Dabei steht „Dermis“ für Haut und „Mykose“ für Pilzinfektion.
Das DHS-System kategorisiert Pilze in folgende Gruppen:
- D für Dermatophyten – Fadenpilze. Sie verursachen Tinea – eine oberflächliche Hautpilzerkrankung wie Fußpilz und Nagelpilz.
- H für Hefepilze – die zum Soor (Mundsoor, Scheidenpilz) führen können, meist verursacht durch Candida albicans.
- S für Schimmelpilze – sie verursachen eher Allergien über Inhalation der Sporen, wie z.B. von Aspergillen, seltener Hautpilz.
Übertragungswege bestimmen die Art der Hautpilzinfektion. Verseuchte Böden in Bädern übertragen häufig Fußpilz. Kinder, die mit Haustieren kuscheln, können Hautpilz entwickeln. Zusätzlich braucht es begünstigende Faktoren wie Schweißfüße in geschlossenen Schuhen. Soor entsteht häufig nur bei Immungeschwächten (HIV-Infektion, nach Operationen). Der harmlose Scheidenpilz kommt bei der gesunden Frau vor.
Symptome bei Hautpilz
Hautpilz verursacht lästige, oft langwierige jedoch harmlose Symptome. Es kann zu Hautrötung, Bläschenbildung, Juckreiz, Schuppung, Verhornung der Füße, schmerzhaften Hautrissen, weißlichen Belägen, Haarausfall oder Nagelzerstörung kommen, je nach Pilzart und betroffener Haut-, Schleimhaut-, Haar- oder Nagelregion.
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Diagnose bei Hautpilz
Für die Diagnose wird eine Hautprobe unter dem Mikroskop begutachtet. Unter der Wood-Licht Lampe reflektieren manche Pilzarten verschiedenfarbig. Normalerweise lässt sich eine Pilzinfektion gut am Hautbild erkennen. Eine Verwechslung mit anderen ansteckenden oder chronischen Hautkrankheiten muss ausgeschlossen werden.
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Therapie bei Hautpilz
Die Therapie erfolgt mit Antimykotika, Medikamente die das Pilzwachstum hemmen oder Pilze abtöten. Sie werden meist als Salben aufgetragen. Beim schwer zu behandelnden Nagelpilz oder einem Soor bei Immunschwäche bedarf es manchmal einer innerlichen Einnahme. Sehr wichtig sind allgemeine Maßnahmen wie Trockenhalten der Haut, Schweißvermeidung, gute Hygiene, Durchblutungsförderung der Beine und eine Ernährungsumstellung mit Vollwertkost.
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Hautpilz im Überblick:
- Ursächliche Erreger für Hautpilz sind verschiedene Pilzarten (Dermatophyten, Hefepilze, Schimmelpilze), die begünstigt durch feucht-warmes Hautklima zu Fußpilz, Nagelpilz oder Körperpilz führen können. Immunschwäche begünstigt Soor (Candida-Infektion).
- Hautrötung, Bläschen und Schuppung mit Juckreiz oder Nagelablösung bestehen unbehandelt meist sehr lang, eine Verwechslung mit anderen Hautkrankheiten muss in der Diagnose ausgeschlossen werden.
- Antimykotika, Mittel gegen Pilze werden als Salben meist nur äußerlich aufgetragen. Allgemeine Maßnahmen wie Trockenhalten der Zehenzwischenräume und gute Hygiene sind sehr wichtig.
Wann zum Arzt:Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:
- Jede unklare Hautveränderung sollte frühzeitig ärztlich untersucht werden.
- Mit Kindern, bei denen Hautrötung und andere Symptome auftreten, gleich zum Arzt!
- Wenn zusätzlich Allgemeinsymptome wie Fieber oder Abgeschlagenheit bestehen.
- Bei bekannter Immunschwäche sollte immer an eine mögliche Hautpilzinfektion (Soor) gedacht werden.
- Bestehen Hautbildveränderungen und Beschwerden im Genitalbereich (Scheide, Penis, Leisten), gleich zum Arzt. Mit Geschlechtsverkehr warten, bis die Hautkrankheit (eventuell ansteckend) abgeklärt werden konnte. Grundsätzlich empfiehlt sich geschützter Geschlechtsverkehr (Kondome verwenden), um ansteckende Hautkrankheiten, auch Hautpilz, zu vermeiden.