Anzeige
Anzeige

Sie kennen uns vielleicht auch aus:

Halsschmerzen, Mandelentzündung Pflanzliche Wirkstoffe

Halsschmerzen, Mandelentzündung Pflanzliche Wirkstoffe

Salbei, die Heilpflanze für den Hals

Pflanzliche Mittel helfen Halsschmerzen und Symptome wie Heiserkeit, Reizhusten und Fieber bei Rachenentzündung und Mandelentzündung zu lindern. Sie können auch begleitend zu den Antibiotika angewendet werden, die bei eitriger Mandelentzündung nötigen Antibiotika nötig sind. Die ätherischen und desinfizierenden Öle aus Salbei erweisen sich als sehr wirkungsvoll – zusammen mit vielen anderen Heilpflanzen können Salbeiblätter als Tinktur zum Gurgeln, in Lutschpastillen, in Lösungen und Tablettenform und als Kräutertee eingesetzt werden.

Hilfe auf einen Blick:
  • Salbeiblätter wirken gegen Viren, Bakterien und entzündungshemmend.
  • Kamillenblüten wirken sanft und reizlindernd besonders auf kindliche Schleimhäute. Bei einer Erkältung mit Halsschmerzen ist der Kamillentee, mit Honig gesüßt ein beliebtes Hausmittel.
  • Isländisch Moos, Spitzwegerichkraut, Süßholzwurzel und Eibischwurzel helfen bei begleitendem Husten und Heiserkeit und bringen die Stimme zurück.
  • Lindenblüten, Holunderblüten und Mädesüßkraut regen zum Schwitzen an und helfen, begleitendes Fieber zu senken.
  • Umckaloabowurzel hilft bei Sinusitis, Halsschmerzen, Husten und anderen Erkältungssymptomen.
  • Ingwerwurzel kommt aus der östlichen Medizin und wird traditionell bei Schmerzen, Halsschmerzen und Erkältungen verwendet.

Salbei

Salbei

Diese Gewürzpflanze stammt aus dem Mittelmeerraum und blüht im Sommer mit blauvioletten Blüten, die wie kleine Lippen geformt sind: Sie gehört zur Familie der Lippenblütler. Salbeiblätter aromatisieren mediterrane Pasta, duften wunderbar und wirken verdauungsfördernd und appetitanregend. Nicht nur in der Küche wird Salbei seit alters her verwendet: sein Name „Salvia“ kommt vom Lateinischen „salvara“ und bedeutet: heilen.

Die Salbeiblätter werden als pflanzlicher Wirkstoff verwendet. Aus ihnen extrahiert man Tinkturen, Lösungen und das Salbeiöl. Die Wirkstoffe Thujon, Cineol und Campher sind ihre ätherischen Öle. Sie wirken keimhemmend, gegen Bakterien und Viren, bei Herpes und Entzündungen im Mund und Rachenraum, wo ihre zusammenziehende und entschleimende Wirkung deutlich spürbar wird.

Innerlich angewandt wirken Salbeiblätter schweißhemmend, antioxidativ und sollen nach neueren Untersuchungen sogar eine positive Wirkung auf Stimmung, Konzentration und das Gedächtnis haben. 

Während der Schwangerschaft sollten Salbeiöl oder alkoholische Salbeiextrakte gemieden werden. Diese enthalten Thujon, einen Stoff, der in hoher Dosierung die Schwangerschaft abbrechen kann. Salbeiblättertees sind aber unbedenklich.

Bei Halsschmerzen bietet sich das Gurgeln mit Salbeiblättertinktur an. Hierfür gibt man 1 Teelöffel Tinktur auf ein Glas warmes Wasser und gurgelt mehrmals täglich für etwa 5 Minuten. Aus Salbeiblättern lässt sich ein Teeaufguss herstellen (1 Esslöffel zerkleinerte Salbeiblätter mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, 3-5x täglich mit Honig gesüßt trinken). Auch in Tablettenform gibt es Salbeiblätter-Extrakt in der Apotheke.

Popolis

Propolis und Honig

Beides sind Produkte der Honigbiene. Honig wirkt antibakteriell, Propolis wirkt keimhemmend und immunstimulierend. Imker kauen Propolis bei Erkältungen und Halsschmerzen, Propolis gibt es auch als alkoholische Tinktur. Honig sollte bei Halsschmerzen anstelle von Zucker zum Süßen der Erkältungstees verwendet werden. In der traditionellen indischen Medizin, dem Ayurveda, ist Honig neben Milch und Ghee (Butteröl) eine der drei hochwertigsten Heilsubstanzen und wird bei Halsschmerzen wegen seiner „abkratzenden“ und entschleimenden Wirkung gepriesen.

Weisser Senf

Senfsamen, weiße

Nicht nur was lokal angewandt wird, hilft. Ein warmes Senfmehlfußbad regt von den Füßen her die Durchblutung an, bringt zum Schwitzen und hilft bei Halsschmerzen, wie viele andere Hausmittel bei Erkältung. Man gibt 2 Esslöffel Senfmehl in eine Wanne mit 40° C warmem Wasser und badet die Füße 10-20 Minuten lang darin.

Ingwer

Ingwer

Ingwerwurzel wird neben den wissenschaftlich untersuchten Wirkungen bei Übelkeit und Verdauungsbeschwerden traditionell bei Erkältungskrankheiten eingesetzt. Sie hat eine lokal entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung. Frische, klein geschnittene Ingwerwurzel oder Ingwerwurzelpresssaft mit Honig vermischt und pur genossen, bleibt im Rachen kleben und kann dort bei Halsschmerzen lindernd wirken.

Lutschpastillen

Lutschpastillen

Es gibt ein großes Angebot an Lutschpastillen auf dem Markt. Am besten kauft man zuckerfreie Lutschbonbons aus der Apotheke mit pflanzlichen Wirkstoffen aus Salbei, Thymian, Pfefferminze und Eukalyptus, die lokal entzündungshemmend und leicht schmerzlindernd wirken. Lutschpastillen aus Süßholzwurzel (Lakritz) sind gut für die Stimme und wirken entschleimend. Lutschpastillen aus Isländisch Moos wirken gegen den lästigen Hustenreiz.
Quellen:
  • HNO (Boenninghaus, Lenarz; Springer Verlag)
  • Intensivkurs Pädiatrie (Muntau; Urban & Fischer Verlag)
  • Praxisleitfaden Allgemeinmedizin (S. Gesenhues und R. Ziesché, Urban & Fischer Verlag)
  • Praxisleitfaden Naturheilkunde (Augustin/Schmiedel; G. Fischer Verlag)
  • Leitfaden Phytotherapie (H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegnener; Urban & Fischer Verlag)
  • Pharmakognosie, Phytopharmazie (Hänsel, Sticher; Springer Verlag)
  • Heilpflanzenpraxis heute (S. Bäumler; Urban & Fischer Verlag)
Geschrieben von Redaktion 03.12.2013
Geschrieben von Redaktion 03.12.2013
Anzeige