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Haarausfall

Haarausfall

Verlust der Haare – Krankheit oder Veranlagung?

Haare sind kulturell ein Symbol für Gesundheit, Vitalität und Attraktivität. Der Kult um die Haare hat eine lange Tradition, denn schon die alten Ägypter handelten mit Heilmittel gegen Haarausfall. Früher wie heute - besonders Frauen geben viel Geld für den Friseurbesuch aus. Auch bei gesundem Haar sind Haarverlängerung und Haarverdichtung begehrt. Kein Wunder, wenn viele Menschen wegen Haarausfall einen Verlust an Selbstwertgefühl durchleben. Dabei ist die häufigste Form des Haarausfalls erblich veranlagt und hat nichts mit Krankheit oder Gesundheit zu tun. Männer sind häufiger betroffen, vier Fünftel aller Männer entwickeln im Laufe ihres Lebens Haarausfall. Doch Frauen sind psychisch stärker betroffen wenn sie ihre Haare verlieren, immerhin für die Hälfte aller Frauen ist Haarausfall im Laufe des Lebens ein Thema. Ob kosmetisches oder gesundheitliches Problem: die Betroffenen suchen Hilfe und möchten ihre Haarpracht zurück. Dafür werden Nebenwirkungen von Medikamenten in Kauf genommen und viel Geld investiert. Doch was ist wissenschaftlich untersucht, was ist nur gute Verkaufsstrategie? Gar nicht so einfach bei der Fülle der Angebote auf dem Markt nicht den Überblick zu verlieren – so füllig wünscht sich manch einer sein Haar zurück.

Haare fallen jedem aus, denn unser Kopfhaar und Körperhaar erneuert sich ständig. Von Haarausfall (Effluvium) spricht man, wenn mehr als 100 Haare pro Tag ausfallen. Eine sichtbare Glatze nennt man Alopezie in der Medizin.

Ursachen für Haarausfall

Man unterscheidet drei Formen von Haarausfall:

  • Erblicher Haarausfall – die häufigste Ursache für Alopezie beim Mann und bei der Frau liegt also in den Genen!
  • Diffuser Haarausfall –Gifte, Medikamente, eine Chemotherapie, Mangelernährung oder Krankheiten wie Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen können diffusen Haarausfall verursachen.
  • Kreisrunder Haarausfall –Ursache ist vermutlich eine Autoimmunkrankheit.

Mehr zu den Ursachen für Haarausfall

Symptome bei Haarausfall

Beim erblichen Haarausfall unterscheidet man zwischen den Geschlechtern:

  • Männer entwickeln im Laufe des Lebens Geheimratsecken bis zur Vollglatze.
  • Frauen verlieren die Haare am Mittelscheitel.

Beim diffusen Haarausfall verlieren Betroffene ihre Haare überall am Kopf – die Haare dünnen aus. Beim kreisrunden Haarausfall kommt es zu kreisrunden, kahlen Stellen im Haar, auch das gesamte Körperhaar kann verloren werden.

Mehr zu den Symptomen bei Haarausfall

Diagnose bei Haarausfall

Das typische Muster des Haarausfalls und eine Befragung zu möglichen Ursachen wie Medikamente, Kontakt mit Giften oder Vorerkrankungen sind wegweisend. Im Trichogramm werden ein paar frisch ausgezupfte Haare unter dem Mikroskop untersucht. Das typische Muster des Haarausfalls und eine Befragung zu möglichen Ursachen wie Medikamente, Kontakt mit Giften oder Vorerkrankungen sind wegweisend. Im Trichogramm werden ein paar frisch ausgezupfte Haare unter dem Mikroskop untersucht.

Mehr zu der Diagnose bei Haarausfall

Therapie bei Haarausfall

Bei erblichem Haarausfall gibt es Medikamente wie Finasterid oder Minoxidil als Tabletten oder Haartinkturen, doch sie alle greifen massiv in den Hormonhaushalt ein und können Nebenwirkungen haben. Ob sie aufgrund eines kosmetischen Problems gerechtfertigt sind, wird kontrovers diskutiert. Bei diffusem Haarausfall spielt die richtige Nährstoffzufuhr eine große Rolle, die Grundkrankheit muss behandelt werden. Beim kreisrunden Haarausfall versucht man eine Behandlung mit Kortison.

Auch pflanzliche Wirkstoffe wie Bockshornsamen oder Sägepalmenfrüchte kommen als Versuch das Haarwachstum anzuregen in Frage.

Mehr zu der Therapie bei Haarausfall

Haarausfall im Überblick:
  • Der erbliche Haarausfall ist die häufigste Ursache und eher ein kosmetisches Problem. Glatze beim Mann, Haarausfall am Mittelscheitel bei der Frau – die Behandlung mit Medikamenten ist umstritten.
  • Der diffuse Haarausfall ist Krankheits- oder Ernährungsbedingt. Auch Gifte und Medikamente können ihn verursachen. Hier muss die Ursache behandelt werden, damit die ausgedünnten Haare nachwachsen.
  • Der kreisrunde Haarausfall ist vermutlich eine Autoimmunkrankheit, manchmal wachsen die Haare auf den runden, kahlen Stellen von selbst nach.
Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Bei Verdacht auf Haarausfall von mehr als 100 Haaren pro Tag.
  • Wenn die Haare büschelweise ausfallen, oder sich kreisrunde, münzgroße kahle Stellen auf dem Kopf bilden.
  • Wenn sich Narben auf der Kopfhaut bilden.
  • Bei geröteter, entzündeter Kopfhaut, bei starker Schuppenbildung auf dem Kopf.
  • Wenn der Haarausfall mit Allgemeinsymptomen wie Schwäche, Abgeschlagenheit, Leistungsknick oder Konzentrationsmangel einhergeht.
Geschrieben von Redaktion 19.09.2013
Morgana Hack
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 19.09.2013
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