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Erschöpfung (Abgeschlagenheit, Müdigkeit)

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Erschöpfung (Abgeschlagenheit, Müdigkeit)

Jede Anstrengung, sei es sportliche Aktivität oder geistige Arbeit im Büro, verbraucht Energie. Energie, die der Körper zurückfordert. Über unsere Ernährung, Erholung und ausreichend Schlaf können wir sicherstellen, über ausreichend Power zu verfügen, um den Alltag zu meistern. Gelingt uns dies nicht, verbrauchen wir also mehr Energie als wir dem Körper zurückgeben können, reagiert er mit Abgeschlagenheit, Erschöpfung und andauernder Müdigkeit. In der Regel lässt sich den Symptomen mit einer Umstellung auf einere gesünde Lebensweise beikommen. Es können aber auch chronische Krankheiten dahinterstecken, die an die Substanz gehen. Bei dauerhafter Müdigkeit und Erschöpfung sollte daher unbedingt die Ursache abgeklärt werden.

Müdigkeit, Erschöpfung, Abgeschlagenheit

Die Begriffe Erschöpfung, Müdigkeit und Abgeschlagenheit beschreiben verschiedene Abstufungen desselben Problems: Eingeschränkte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Man erreicht seine »Betriebstemperatur« nicht und fühlt sich unausgeglichen, schwach und unkonzentriert.

Das Gefühl von Schwäche entsteht durch die mangelnde Versorgung des Körpers mit Nährstoffen (vor allem Zucker) und Sauerstoff. Das Gehirn und die Muskulatur (inklusive des Herzens) verbrauchen bereits in Ruhe etwa 50% der Energie, die in der Nahrung steckt. Der Sauerstoffverbrauch dieser Organe ist ebenfalls recht hoch. Der Bedarf an Sauerstoff und Nährstoffen steigt mit zunehmender körperlicher und geistiger Belastung steil an. Auch chronische Krankheiten können den Sauerstoff- und Nährstoffverbrauch in die Höhe treiben.

Erschöpfung im Überblick:
  • Erschöpfung, Müdigkeit und Abgeschlagenheit beschreiben den Zustand verminderter geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit.
  • Kurzfristige Erschöpfung folgt meist auf Stress am Arbeitsplatz, Schlafmangel, zu viel oder zu wenig Bewegung, lange Reisen sowie private Sorgen. Hier hilft Ruhe und Entspannung.
  • Dauert die Erschöpfung mehrere Wochen oder Monate und bleibt die Ursache unklar, könnte eine (chronische) Krankheit dahinter stecken.
  • Körperlicher und seelischer Stress können unbehandelt zu chronischen Krankheiten und Depressionen führen.
  • Für die Diagnose sind begleitende Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Fieber besonders wichtig.
  • Die Widerstandskraft von Körper und Geist kann mit pflanzlichen Arzneimitteln wie Ginseng und Taigawurzel gestärkt werden.

Ursachen und SymptomeUrsachen und Symptome

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Erschöpfungszustände lassen sich nicht vermeiden. Kurzfristige Erschöpfung hat dabei meist eine klare Ursache: Stress am Arbeitsplatz, Schlafmangel, zu viel oder zu wenig Bewegung, lange Reisen oder private Sorgen zehren an den menschlichen Kräften. Auch Über- und Unterforderung im Beruf oder in der Schule führen oft zu Erschöpfung und »Unlust«. Fühlt man sich erschöpft und müde, sollte man zuerst den Grund im eigenen Verhalten wie auch im eigenen Umfeld suchen. Dauert ein Erschöpfungszustand allerdings über mehrere Wochen oder Monate an, könnte auch eine ernstere Erkrankung ursächlich sein. 

Stress und chronische Krankheiten gehen an die Substanz

Ab wann ein Mangel der Leistungsfähigkeit als Erschöpfung empfunden wird, ist bei jedem Menschen anders. Eines ist jedoch klar: Ermüdungszustände sind ein Signal des Körpers - er braucht eine Pause.

Ursächlich für ständige Erschöpfung ist oft die Lebensweise. Körperlicher und seelischer Stress führen zu Schlafstörungen, Gefühlen der Überforderung und Unlust, aktiv am Leben teilzunehmen. Mangelnde körperliche Bewegung schwächt die Muskulatur, was wiederum die Leistungsfähigkeit senkt. Ständige Müdigkeit, sinkende Motivation bis hin zu Depressionen sind die Folgen. Erschöpfung als Zeichen von Stress muss man unterscheiden von Erschöpfung als Merkmal einer meist chronischen Krankheit. Mögliche Krankheiten sind:

  • Blutarmut, vor allem durch Eisen- oder Vitamin B12-Mangel (Anämie)
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • bösartige Tumore, vor allem des Blutes (Leukämien)
  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • chronische Infektionen wie HIV oder Leberentzündung (Hepatitis)
  • psychische Krankheiten wie Depressionen oder Burn-out-Syndrom
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Nebenwirkung zahlreicher Medikamente
  • Hormonstörungen (Schilddrüsenunterfunktion)

Erschöpfung ist selten das einzige Symptommann_stress_erschöpfung

Da Müdigkeit, Erschöpfung und Abgeschlagenheit zu den eher alltäglichen Symptomen gehören, sind für eine richtige Diagnose die möglicherweise begleitenden Beschwerden zu beachten. Bei stressbedingter Erschöpfung sind dies oft Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Konzentrationsmangel und Verdauungsstörungen.

Ist eine Krankheit für die Erschöpfung verantwortlich, gibt es manchmal typische Begleitsymptome:

  • Blutarmut: Blässe, Herzklopfen und Atemnot, Kopfschmerzen
  • Herzschwäche: Atemnot bei Anstrengung, Schwindel, geschwollene Beine
  • Krebserkrankungen: Nachtschweiß, Fieber, Gewichtsverlust
  • Infektionen: Fieber, Schmerzen im Bauch, geschwollene Lymphknoten
  • Zuckerkrankheit: häufiges Wasserlassen und starker Durst, verzögerte Wundheilung

Diese Symptome geben dem behandelnden Arzt wertvolle Hinweise auf die Ursache der Erschöpfung seiner Patienten.

Diagnose und BehandlungDiagnose und Therapie bei Erschöpfung

Kurzfristige Erschöpfung, Müdigkeit und Abgeschlagenheit vergehen oft, wenn das Leben nach stressigen Tagen wieder in ruhigere Bahnen zurückkehrt. Zur Unterstützung von Körper und Geist in stressigen Zeiten sind pflanzliche Energiespender wie Ginseng oder Taigawurzel hilfreich. Entspannungs- und Atemübungen vor dem Schlafengehen verbessern die Schlafqualität. Liegt der Erschöpfung eine Krankheit zugrunde, muss diese natürlich behandelt werden.

Die Lebensweise bringt es oft an den Tag

Bei lang andauernder, starker Erschöpfung und Müdigkeit ist ein Arztbesuch anzuraten. Um die Ursache der Beschwerden zu finden, ist eine sorgfältige Befragung des Patienten von entscheidender Bedeutung. Fragen nach Dauer, Auslöser und Art der Symptome geben wertvolle Hinweise auf die Diagnose. Da Erschöpfung einen Nährstoffmangel anzeigen kann, sind auch Informationen zu Ernährung und Verdauung wichtig. Auch eingenommene Medikamente können den Körper belasten oder entsprechende Nebenwirkungen zeigen. 

Bei einem Verdacht auf chronische Krankheiten folgt die körperliche Untersuchung. Je nach vermuteter Ursache werden Blutdruck, Blutzucker sowie die Blutwerte gemessen. Weitere Diagnosemethoden wie Elektrokardiografie (EKG), Röntgen und Computertomografie können die Diagnose sichern.

Bei Überlastung und Stress hilft Ruhe und Entspannung

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei Stress durch Überlastung helfen kurzfristig Ruhe und Entspannung. Belastende Situationen sollten gemieden werden. Kommen Erschöpfungszustände häufig vor, so hilft nur eine Änderung des Lebensstils. Dazu gehört gezielter Stressabbau, ausreichend Schlaf, eine gesunde Ernährung und körperliche Bewegung. Alkohol und Nikotin helfen vielleicht, den Stress kurzzeitig abzubauen. Langfristig verschärfen sie jedoch die Situation. Lassen sich stressige Umstände nicht vermeiden, kann die Widerstandskraft von Körper und Geist vorübergehend mit pflanzlichen Wirkstoffen wie Ginseng und Taigawurzel gestärkt werden.

Pflanzliche Hilfe bei ErschöpfungPflanzliche Hilfe bei Erschöpfung

Gegen Erschöpfung, Müdigkeit und Abgeschlagenheit ist das eine oder andere Kraut gewachsen. Pflanzen, die den Menschen gegenüber Stress widerstandsfähiger machen, nennt man »Adaptogene«. Einige wirken aufputschend und helfen schnell bei Müdigkeit, andere eher langfristig bei Erschöpfung und Abgeschlagenheit.

Erschöpfung und Müdigkeit als Folge von Stress kann durch Entspannungstechniken und Ausschalten der Stressursache rasch gelindert werden. Bei Müdigkeit helfen kurzfristig Kaffee oder Getränke und Präparate aus koffeinhaltigen Pflanzen wie Guarana, Kolasamen und Mate.

Ginseng wird in Asien seit tausenden von Jahren zur Stärkung der Lebensenergie (Qi) verwendet. Ginsenoside sind die wirksamen Inhaltsstoffe der Ginsengwurzel. Sie aktivieren verschiedene chemische Stoffe (Neurotransmitter) im Gehirn und regen dadurch die geistige Tätigkeit an. Ginsengpräparate stärken Körper und Geist: Deshalb sind sie geeignet bei Erschöpfung und Schwächegefühlen. Nach einer Krankheit kann Ginseng die Erholungszeit verkürzen. Ginseng gibt es im Handel in Form von Pastillen, Kapseln, Dragees, Pulver und als Teeaufgüsse. Eine Kur mit Ginsengpräparaten sollte allerdings nicht länger als drei Monate dauern. Danach wird eine Pause von zwei bis drei Monaten empfohlen. Die meisten Menschen vertragen Ginsengpräparate sehr gut. 

 

Präparate aus der Taigawurzel (»russischer Ginseng«) wirken ähnlich wie Ginseng. Taigawurzel gibt es im Handel in Form von Dragees, Kapseln, Pulver, Tees und Tinkturen zum Einnehmen. Präparate aus der Taigawurzel erhöhen die Stressresistenz des Körpers und eignen gut bei Erschöpfung und Schwäche sowie bei Konzentrationsmangel. Sie sorgen dafür, dass der Körper in Stresssituationen weniger Adrenalin ausschüttet. Man bleibt länger fit, leistungsfähig und konzentriert. Eine Kur mit Taigawurzel-Extrakten sollte wie bei Ginseng auf drei Monate beschränkt bleiben. 

 

Kolasamen enthalten Koffein. Die belebende Wirkung dieses Stoffs kennen wir vom Kaffee. Koffein wirkt anregend und hilft kurzfristig bei Müdigkeit und Konzentrationsmangel. Da der Handel derzeit keine reinen Kolasamen-Präparate anbietet, kann die anregende Wirkung aber auch mit Kaffee erzielt werden. Einen deutlich höheren Gehalt an Koffein als die Kolasamen haben die Samen von Guarana, die im Handel als Kapseln oder »Muntermacher-Drinks« (z.B. Red Bull) erhältlich sind. Benutzt man diese Präparate regelmäßig, so sollte man auf koffeinhaltige Getränke verzichten, um nicht überzudosieren. Merkmale einer Überdosis Koffein sind Schlaflosigkeit, Nervosität und saures Aufstoßen.

 

Brasilianer verwenden Getränke aus Mateblättern als Heilmittel gegen zahlreiche Beschwerden. Mate gehört zur Gattung der Stechpalmen und ist in unseren Breitengraden als Tee bekannt. Mateblätter enthalten Koffein und wirken anregend bei Müdigkeit und Konzentrationsmangel. Für eine Tasse Tee braucht man etwa 1 bis 2 g Mateblätter. Pro Tag sollten ein bis zwei Tassen morgens und mittags getrunken werden. Je kürzer man den Tee ziehen lässt (5 bis 10 Minuten), desto anregender ist seine Wirkung. Auch der Geschmack kommt bei kurzem Aufbrühen mehr zur Geltung. Achtung: Trinken Sie zuviele koffeinhaltige Getränke, kann es zu Schlafstörungen, Nervosität und saurem Aufstoßen kommen.

 

Die Inhaltsstoffe (Phytamine) der Rosenwurzwurzel steigern die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit. Präparate aus der Rosenwurzwurzel gibt es im Handel in Form von Tabletten und Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel. Der Rosenwurz bewirkt eine bessere Stressresistenz und verbessert obendrein das Langzeitgedächtnis. Auch für die Vorbeugung von Burn-Out kann man den Wirkstoff einsetzen.

Dr. med. André Lauber
Geschrieben von Dr. med. André Lauber , Arzt und Fachjournalist
Zuletzt aktualisiert am 09.10.2013
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