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Hausmittel bei Erkältung: Das Erkältungsbad

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Hausmittel bei Erkältung: Das Erkältungsbad

Wohltuende Wannenkräuter und ätherische Öle - Baden Sie sich gesund!

Ein Erkältungsbad sollte am besten zu Beginn einer Erkältung durchgeführt werden. Es eignet sich, um das Gefühl von Unterkühlung zu lindern, den Gliedmaßen wohlige Wärme zu spenden und die ganze Hautdurchblutung anzuregen. Es reduziert Stress und führt Entspannung herbei und hat dadurch auch einen vorbeugenden Effekt.

Erkältungsbäder gibt es als Voll- und Teilbäder und Kneipp-Wechselbäder. Sie wirken primär über die Wärmezufuhr und über die pflanzlichen Zusätze, die über die Poren der Haut und Schleimhäute aufgenommen werden können, meist sind dies ätherische Öle. Kräuterzusätze im Badewasser haben vielseitige Effekte auf den Organismus. Sie wirken anregend, erfrischend oder beruhigend, können die Muskulatur entspannen, Schmerzen lindern, das Immunsystem stimulieren und Krankheitserreger abtöten. Also nichts wie ab in die Wanne! So ein wohliges Kräutervollbad ist sicher die angenehmste Erkältungstherapie, die man sich vorstellen kann...

Bei Fieber lieber nicht in die Wanne!

Besser im Bett bleiben sollte man, wenn bereits Fieber besteht. Außerdem bei schwerem Bluthochdruck und schwerer Herzinsuffizienz und bei ausgedehnten Hauterkrankungen. Auch Kleinkinder unter drei Jahren dürfen noch nicht ins Erkältungsbad, da die ätherischen Öle bei ihnen einen Glottiskrampf auslösen können: einen Kehlkopfkrampf mit Erstickungsgefahr. 

Das richtige Erkältungsbad: So geht's

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Vollbad. Wohl dem, der eine Badewanne hat! Aber bitte nicht heißer baden als 42°C. Allgemein wird eine Wassertemperatur von 35° bis 38° Grad angenehm empfunden, wobei Kinder nicht so heiß baden sollten wie Erwachsene.  Hinterher ist es am besten, sich warm einzupacken und im Bett nachzuruhen.

Teilbad. Ein ansteigendes Fußbad ist empfehlenswert, weil es den Blutdruck schont. Dabei lässt man in eine kleine Wanne, in der die Füße gut Platz haben 35-38° C warmes Wasser einlaufen, und erhöht die Temperatur langsam durch zulaufendes heißeres Wasser bis auf 42 °C. Dies kann übrigens auch beim Vollbad gemacht werden.

Wechselbäder. Die Arm- und Fuß-Wechselbäder nach Sebastian Kneipp sind ein gutes Hausmittel, um durch den Wechsel zwischen warm und kalt den Kreislauf zu stimulieren. Dabei kann dem warmem Bad ein Kräuterzusatz hinzugegeben werden. Es wird mit zwei kleinen Wannen, eine mit kaltem, eine mit warmem Wasser, durchgeführt, abwechselnd werden erst der linke Arm/Fuß, dann der rechte Arm/Fuß für je ein paar Minuten in die Wannen gehalten.

Badezusätze. Ätherische Öle aus Eukalyptus, Pfefferminze, Fichtennadel, Kiefernadel, Campher, Salbei oder Majoran steigern die Durchblutung von Nasen- und Rachenschleimhaut und regen dadurch direkt die Immunabwehr in diesem Gebiet an. Es gibt sie als Ölbäder und in Kombination mit Badesalzen oder anderen Arzneipflanzen wie Arnika (bei Verspannungen) und Thymian (schleimlösend).

Natürliche Zusätze für Wohlfühlbäder mit Heilkräutern kann man ganz einfach selber machen. Dafür nimmt man getrocknete Pflanzenteile, die man in der Regel in der Apotheke bekommt. Für Erwachsene reichen 50 bis 100 Gramm Kräuter, die dann mit einem Liter Wasser aufgekocht werden und anschließend noch eine Viertelstunde ziehen sollten, bevor man sie abseiht und den Sud ins Badewasser gibt. Bei Kindern reduziert man diese Menge auf 10 bis 30 Gramm.

Auch aus ätherischen Ölen lassen sich problemlos Kräuterbäder zusammenbrauen. Damit sich Öl aber im Wasser lösen kann, muss es erst mit einem sogenannten Emulgator vermengt werden. Hier nimmt man meist Sahne, Milch, Honig oder ein grobes Meersalz. 2 bis 5 Esslöffel Emulgator werden mit allerhöchstens 10 Tropfen des ätherischen Öls verrührt und ins Wasser gegeben. Bei Kindern sollte man damit aber sehr vorsichtig sein, da ätherische Öle ihre empfindlichen Schleimhäute reizen können. 

Heilsame Kräuter für die Badewanne und ihre Wirkungen

Salbei ist reich an den ätherischen Ölen Thujon, Cineol und Campher. Ihnen wurden antibakterielle und schweiß- und entzündungshemmende Wirkungen nachgewiesen. Ein duftendes Kräuterbad mit Salbeiblättern eignet sich daher sehr gut zur Linderung von Erkältungen.
 
Thymiankraut und Thymianöl sind bekanntermaßen tolle natürliche Mittel bei Erkältungskrankheiten. Ein Thymianbad wirkt anregend auf den Geist und bekämpft mit seinen ätherischen Ölen Krankheitserreger direkt in den Atemwegen. 
 
Junge Eukalyptusblätter entfalten beim Zerreiben den typisch-aromatischen Duft des ätherischen Öls Cineol. Der Körper nimmt die hochwirksame Substanz vor allem über die Lunge auf, darum entfaltet Eukalyptus seine antibakterielle und schleimlösende Wirkung direkt in den Atemwegen.  
 
Fichtennadeln (oder Fichtenspitzen) gehören zu den wenigen Heikräutern, die am besten wild gesammelt und frisch verwendet werden sollten. Die ätherischen Öle des Wirkstoffes können sowohl durch Inhalation mit der Atemluft eingenommen oder durch Einreibung über die Haut aufgenommen werden. Ein Fichtennadelbad kann hierbei beide Aufgaben erfüllen. Ganz genau so ist das auch bei Kiefernadeln
 
Die Blüten der Linde zählen seit jeher zu den beliebtesten Pflanzenarzneien bei fiebrigen Erkältungen. Sie wirken schweißtreibend und beruhigend. Ein Lindenblütenvollbad sollte am besten direkt vor dem Schlafengehen genommen werden. Nicht länger als 10 Minuten im Wasser bleiben.
Morgana Hack
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 06.07.2015
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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.