Anzeige
Anzeige

Sie kennen uns vielleicht auch aus:

Hausmittel bei Erkältung

Hausmittel bei Erkältung

Bei einer Erkältung ist die Anwendung von Hausmitteln eine beliebte und wichtige Maßnahme. Denn bei diesen meist viralen Atemwegsinfektionen gibt es keine ursächliche chemische oder pflanzliche Therapie. Dafür gibt es für den Laien zuhause eine Reihe traditioneller Anwendungen und Möglichkeiten die lästigen Erkältungssymptome zu lindern, Fieber zu senken, Schleim zu lösen, Hustenreiz zu reduzieren, und noch wichtiger: das Immunsystem wieder aufzubauen. Deshalb kommen die althergebrachten Hausmittel nicht nur während einer akuten Erkältung zum Einsatz, während des ganzen Jahres sind v.a. regelmäßige Saunagänge eine wirkungsvolle Maßnahme um einer Erkältung im Winter vorzubeugen, uns abzuhärten und unser Immunsystem zu stärken.

Doch wer versteht es heute noch, diese Hausmittel gezielt und richtig anzuwenden? Wann ist Sauna förderlich, wann ist sie kontraindiziert (nicht angebracht). Wie führe ich einen Saunagang richtig durch? Reicht es, einen Teebeutel in eine Tasse heißes Wasser zu hängen, oder wie bereite ich einen Heilkräutertee richtig zu? Wer weiß noch, wie die Oma oder Mutter einen Wadenwickel bei Fieber angelegt hat? Wann sind Hausmittel das beste rezeptfreie Mittel, und wann sollte der Gang zum Arzt nicht länger hinausgezögert werden?

Wann zum Arzt:


Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • wenn hohes Fieber eintritt (>39° C)
  • bei grünlich-gelblichem Schleim (Gefahr einer bakteriellen Superinfektion)
  • wenn die Erkältung länger als 10 Tage andauert
  • wenn die Erkältung nicht auf den Einsatz von Hausmitteln reagiert könnte eine schwerere Erkrankung vorliegen
  • mit fiebernden Kindern; mit Kindern grundsätzlich früher als später zum Arzt

Äußere und innere Anwendung

Hausmittel kann man in Mittel für die äußere Anwendung und für die innere Anwendung einteilen. Sauna, Dampfbad, Erkältungsbäder, Güsse, Wickel und Kompressen gehören zu den schweißtreibenden, lindernden und immunstärkenden Maßnahmen von außen. Hierbei wird das Immunsystem durch den Einsatz von Wasser (Hydrotherapie) und den Wechsel von Wärme und Kälte stimuliert. Bäder, Wickel und Einreibungen öffnen die Poren der Haut und sorgen so für einen Austausch und Abtransport von Schweiß und Schlacken nach außen, und für den Transport von pflanzlichen Wirkstoffen über die Haut nach innen. Inhalationen, Nasenspülungen und Kräutertees wirken direkt auf die betroffenen Schleimhäute oder über den Magen von innen.

Akute Symptome der Erkältung lindern und vorbeugende Maßnahmen

Bei einer akuten Erkältung kommen bevorzugt Erkältungsbäder, Wickel, Einreibungen, Inhalationen zum Einsatz, die Sauna zur Vorbeugung und Immunsystemstärkung. Kräutertees und eine ganzjährige gesunde Ernährung und Bewegung helfen ebenso akut wie in der Prävention von Erkältungen.

Phytotherapien bei Erkältungen

Pflanzliche Wirkstoffe spielen eine wichtige Rolle bei den Hausmitteln, sie können über die Haut von außen wirken (ätherische Öle im Erkältungsbad, Senfmehlwickel, Balsam zum Einreiben der Brust mit Eukalyptusöl) oder über die Inhalation (Kamillendampf), einem Kräutertee und nicht zuletzt auch über die Ernährung dem Körper zugeführt werden und helfen, die Erkältung „auszutreiben“.

Die gebräuchlichen Hausmittel bei Erkältung sind im Einzelnen in Indikation (Einsatzgebiet), Kontraindikation (wann werden sie nicht angewandt, können sogar kränker machen), richtiger Herstellung/ Anwendung und richtiger Dosierung beschrieben. Wer noch mehr wissen möchte:

Buchtipps:
  • „Meine besten Hausmittel. Krankheiten vorbeugen und natürlich behandeln“ von Dr. med. F. Rubin (Zabert Sandmann Verlag 1. Auflage 2011)
  • „Hausmittel: Geprüfte Naturheilmittel ohne Nebenwirkungen“ von Dr. J. Zittlau und Dr. N. Kriegisch (Südwest Verlag; 2. Auflage 2007)
  • „Sanfte Medizin: 1.000 Hausmittel für Ihre Gesundheit“ von Prof. H. Bankhofer (Goldmann Verlag 1. Auflage 2006)
Geschrieben von Redaktion 12.09.2013
Morgana Hack
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 12.09.2013
Anzeige