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Erkältung Immunsystem stärken

Erkältung Immunsystem stärken

Pflanzliche Helfer zur effektiven Abwehr

Es gibt eine Reihe pflanzlicher Immunmodulatoren, die das Immunsystem stärken und regulieren, und bei einer akuten sowie bei chronisch wiederkehrenden Erkältungen eingesetzt werden können. Man setzt sie am besten zu Beginn einer akuten Erkältung ein. Leidet jemand unter erhöhter Infektanfälligkeit, so kann eine vorbeugende Gabe erfolgen.

Hilfe auf einen Blick:
  • Purpurfarbenes Sonnenhutkraut (Echinaceae purpurea Kraut) und die Wurzel des Blassfarbenen Sonnenhut (Echinaceae pallida Wurzel) sind zwei pflanzliche Wirkstoffe, die das Immunsystem über eine Aktivierung der Immunzellen stärken.
  • Taigawurzel eignet sich auch für die Erholung von einer Erkältung und bei Leistungsschwäche und Müdigkeit
  • Propolis ist ein Produkt der Honigbiene und ein traditionelles Heilmittel der Imker

Sonnenhut, purpurner und blassfarbener

Diese beiden Korbblütler aus der Gattung der Echinaceaen, Echinaceae purpurea mit purpurn imponierender Blüte (auch Sonnenhut genannt) und Echinaceae pallida mit blassfarbener Blüte stammen ursprünglich aus Nordamerika, wo sie in der Volksheilkunde von den Indianern zur Wundheilung und bei Schlangenbissen verwendet wurden.

Echinacea purpurea - Purpurfarbener Sonnenhut

Purpurfarbenes Sonnenhutkraut

Von der Echinaceae purpurea wird das ganze oberirdische Kraut eingesetzt. Darin kommen die Alkamide vor, die das Immunsystem über unsere Leberenzyme modulieren können. Es kommt zu einer Steigerung der Zahl der weißen Blutkörperchen des Immunsystems, und einer Aktivierung von komplexen Immunzellreaktionen, wodurch es zu einem Fieberanstieg kommen kann. Echinacea purpurea Kraut wird bei Erkältungen, Infekten der Atemwege, der Harnwege und äußerlich in der Wundheilung eingesetzt.

Aus dem Sonnenhutkraut wird ein Frischpflanzenpressaft gewonnen, der bei den ersten Anzeichen einer Erkältung eingenommen werden kann, die Tagesdosis beträgt 6-9 ml. Zudem gibt es Fertigpräparate in Form von Tabletten, Tropfen und Lutschpastillen aus der Apotheke. Für Kinder gibt es Echinacin-Säfte.

Echinacea pallida - Blassfarbener Sonnenhut

Blassfarbene Sonnenhutwurzel (Echinaceae pallida Wurzel)

Vom blassfarbenen Sonnenhut nimmt man die Wurzel als medizinisch wirksamen Bestandteil. Inhaltlich dominieren die Ketoalkene und Polysaccharide, die vor allem die Makrophagen des Immunsystems aktivieren. Makrophagen sind Freßzellen, die virale und auch bakterielle Erreger auffressen können.

Am besten nimmt man Echinaceae pallida Wurzel mit standardisierten Wirkstoffen als Fertigarzneimittel oder als Tinktur aus der Apotheke.

Da das Immunsystem sehr komplex ist, und beide Immunmodulatoren langfristig eingesetzt auch die Abwehr schwächen können, sollten diese pflanzlichen Wirkstoffe nicht länger als 6 – 8 Wochen eingesetzt werden, wobei auf je 1 Woche Einnahme je 2 Wochen Einnahmepause folgen.

Ein Kombinationspräparat dessen klinische Wirksamkeit gut belegt ist, stellt das Esberitox dar, in dem außer Sonnenhut noch Lebensbaumspitzen und die Wurzel des wilden Indigos vorkommen.

Borstige Taigawurzel - Eleutherococcus senticosus

Taigawurzel

Die Taigawurzel wird auch sibirischer Ginseng genannt, und ist in der Taiga, den Steppen Sibiriens bis nach Japan und Nordchina beheimatet. Medizinisch verwendet wird der Wurzelstock des stacheligen, borstigen Strauches dort schon seit 2 Jahrtausenden. Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen setzen sich die Wirkstoffe der Taigawurzel-Extrakte aus einem vielfältigen Komplex zusammen, wobei Chlorogensäure und Polysaccharide für die Stimulierung der spezifischen Immunabwehr und der Freßzellen verantwortlich sind. Ein Schutz vor Stress kommt durch eine Hemmung des Adrenalins (dem Stresshormon), zustande. Ihre immunstärkende und tonisierende Wirkung kann bei akuten Erkältungen und in der Rekonvaleszenz (Erholungsphase) nach Infekten hilfreich sein, zudem bei Müdigkeit, Erschöpfung und Leistungs- und Konzentrationsabfall.

Wegen fehlender Dosiskenntnis bei Kindern wird die Taigawurzel nur für Erwachsene eingesetzt. Bei Bluthochdruck sollte sie nur in Absprache mit dem Arzt verordnet werden. Zur Vorbeugung und als Rekonvaleszenz wird sie nicht länger als 3 Monate eingenommen, dann sollte eine 2-monatige Pause erfolgen. Sie steht als Fertigpräparat in der Apotheke zur Verfügung und kann auch als Tee zubereitet werden.

Teezubereitung: 1Teelöffel geschnittener Wurzelstock mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10-15 Minuten ziehen lassen, 3-5x täglich.

Propolis

Dies ist das Kittharz der Honigbiene und ein traditionelles Heil- und Hausmittel der Imker. Es besitzt einen hohen Stellenwert in der Volksheilkunde und wird dort gegen bakterielle und virale Infektionskrankheiten eingesetzt, wobei es entzündungshemmend und immunstimulierend wirken soll. Bei Erkältungskrankheiten wird es als alkoholische Tinktur verordnet, in der akuten Phase kann man stündlich 5-10 Tropfen einnehmen.

Quellen:
  • Leitfaden Phytotherapie (H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegnener; Urban & Fischer Verlag)
  • Leitfaden Phytotherapie (H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegnener; Urban & Fischer Verlag)
  • Heilpflanzenpraxis heute (S. Bäumler; Urban & Fischer Verlag)
  • Praxisleitfaden Allgemeinmedizin (S. Gesenhues und R. Ziesché, Urban & Fischer Verlag)
  • Medizinische Mikrobiologie (Kayser, Bienz, Eckert, Zinkernagel; Thieme Verlag)
Geschrieben von Redaktion 12.09.2013
Geschrieben von Redaktion 12.09.2013
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