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Heilpflanzen für ein starkes Immunsystem

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Heilpflanzen für ein starkes Immunsystem

Bei leichten Erkältungen und banalen Infekten kann die Pflanzenheilkunde sehr hilfreich sein. Pflanzliche Arnei und Großmutters Hausmittel können effektiv Erkältungssymptome lindern und das Immunsystem stärken. Welche Heilpflanzen sind echte Erkältungskiller? Das verraten wir Ihnen in diesem Artikel!  

Auf einen Blick:

Wer die Hausmittel bei Erkältung kennt und versteht, sie richtig anzuwenden, der kann sich selbst gut helfen. Je nachdem welches Symptom im Vordergrund steht, kommen unterschiedliche pflanzliche Wirkstoffe zur Anwendung. Heilpflanzen helfen fast immer, egal ob bei

Es steht eine Vielzahl pflanzlicher Mittel und unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten zur Verfügung. Eine Vitamin-C-reiche Ernährung wird oft als erstes Hausmittel vorgeschlagen, ist jedoch nicht die einzige Maßnahme. Vitamin C kommt natürlicherweise in SanddornSchlehen- und Hagebuttenprodukten vor. ZwiebelKnoblauch und Meerrettich treiben uns roh genossen aufgrund der Schärfe schon mal die Tränen ins Gesicht. Bei Schnupfen und Verschleimung helfen sie, die Schleimhäute wieder zu durchbluten, Meerrettich befreit die verstopfte Nase. Ihre Inhaltsstoffe haben eine natürliche keimhemmende Wirkung.

Alles zu den pflanzlichen Wirkstoffen und deren Anwendungsmöglichkeite finden Sie in userer Themenwelt Hausmittel bei Erkältung und bei den jeweiligen Krankheitsbildern in der Rubrik "Pflanzliche Wirksstoffe". Damit es gar nicht erst zur Erkältung kommt, beugt man am besten frühzeitig vor und bringt die körpereigenen Abwehrkräfte auf Trab.

Pflanzliche Unterstützung für eine starke Immunabwehr

Es gibt eine Reihe pflanzlicher Helferlein, die das Immunsystem stärken und regulieren. Bei einer akuten, aber auch bei wiederkehrenden Erkältungen können sie wahre Wunder wirken. Am besten setzt man sie zu Beginn einer akuten Erkältung ein. Leidet man unter erhöhter Infektanfälligkeit, können Heilkräuter auch vorbeugend eingesetzt werden.

Auf einen Blick:
  • Purpur-Sonnenhut (Echinaceae purpurea Kraut) und die Wurzel des Blassen Sonnenhuts (Echinaceae pallida Wurzel) sind zwei pflanzliche Wirkstoffe, die das Immunsystem über eine Aktivierung der Immunzellen stärken.
  • Taigawurzel eignet sich auch für die Erholung von einer Erkältung und bei Leistungsschwäche und Müdigkeit
  • Propolis ist ein Produkt der Honigbiene und ein traditionelles Heilmittel der Imker

Von der Echinaceae purpurea wird das ganze oberirdische Kraut eingesetzt. Darin kommen die Alkamide vor, die das Immunsystem über unsere Leberenzyme modulieren können. Es kommt zu einer Steigerung der Zahl der weißen Blutkörperchen des Immunsystems, und einer Aktivierung von komplexen Immunzellreaktionen, wodurch es zu einem Fieberanstieg kommen kann. Echinacea purpurea Kraut wird bei Erkältungen, Infekten der Atemwege, der Harnwege und äußerlich in der Wundheilung eingesetzt.

Aus dem Sonnenhutkraut wird ein Frischpflanzenpressaft gewonnen, der bei den ersten Anzeichen einer Erkältung eingenommen werden kann, die Tagesdosis beträgt 6-9 ml. Zudem gibt es Fertigpräparate in Form von Tabletten, Tropfen und Lutschpastillen aus der Apotheke. Für Kinder gibt es Echinacin-Säfte.

 

Vom blassfarbenen Sonnenhut nimmt man die Wurzel als medizinisch wirksamen Bestandteil. Inhaltlich dominieren die Ketoalkene und Polysaccharide, die vor allem die Makrophagen des Immunsystems aktivieren. Makrophagen sind Freßzellen, die virale und auch bakterielle Erreger auffressen können.

Am besten nimmt man Echinaceae pallida Wurzel mit standardisierten Wirkstoffen als Fertigarzneimittel oder als Tinktur aus der Apotheke.

Da das Immunsystem sehr komplex ist, und beide Immunmodulatoren langfristig eingesetzt auch die Abwehr schwächen können, sollten diese pflanzlichen Wirkstoffe nicht länger als 6 – 8 Wochen eingesetzt werden, wobei auf je 1 Woche Einnahme je 2 Wochen Einnahmepause folgen.

Ein Kombinationspräparat dessen klinische Wirksamkeit gut belegt ist, stellt das Esberitox dar, in dem außer Sonnenhut noch Lebensbaumspitzen und die Wurzel des wilden Indigos vorkommen.

 

Die Taigawurzel wird auch sibirischer Ginseng genannt, und ist in der Taiga, den Steppen Sibiriens bis nach Japan und Nordchina beheimatet. Medizinisch verwendet wird der Wurzelstock des stacheligen, borstigen Strauches dort schon seit 2 Jahrtausenden. Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen setzen sich die Wirkstoffe der Taigawurzel-Extrakte aus einem vielfältigen Komplex zusammen, wobei Chlorogensäure und Polysaccharide für die Stimulierung der spezifischen Immunabwehr und der Freßzellen verantwortlich sind. Ein Schutz vor Stress kommt durch eine Hemmung des Adrenalins (dem Stresshormon), zustande. Ihre immunstärkende und tonisierende Wirkung kann bei akuten Erkältungen und in der Rekonvaleszenz (Erholungsphase) nach Infekten hilfreich sein, zudem bei Müdigkeit, Erschöpfung und Leistungs- und Konzentrationsabfall.

Wegen fehlender Dosiskenntnis bei Kindern wird die Taigawurzel nur für Erwachsene eingesetzt. Bei Bluthochdruck sollte sie nur in Absprache mit dem Arzt verordnet werden. Zur Vorbeugung und als Rekonvaleszenz wird sie nicht länger als 3 Monate eingenommen, dann sollte eine 2-monatige Pause erfolgen. Sie steht als Fertigpräparat in der Apotheke zur Verfügung und kann auch als Tee zubereitet werden.

Teezubereitung: 1Teelöffel geschnittener Wurzelstock mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10-15 Minuten ziehen lassen, 3-5x täglich.

 

Dies ist das Kittharz der Honigbiene und ein traditionelles Heil- und Hausmittel der Imker. Es besitzt einen hohen Stellenwert in der Volksheilkunde und wird dort gegen bakterielle und virale Infektionskrankheiten eingesetzt, wobei es entzündungshemmend und immunstimulierend wirken soll. Bei Erkältungskrankheiten wird es als alkoholische Tinktur verordnet, in der akuten Phase kann man stündlich 5-10 Tropfen einnehmen.

 

Holunderblüten sind ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel und seit jeher nützlich bei Erkältungsbeschwerden. Sie wirken schweißtreibend, können daher auch bei Fieber und Schüttelfrost helfen, und dabei frei von Nebenwirkungen. Außerdem stimuliert Holunder die Abwehrkraft des Immunsystems und darf daher in den frostigen Monaten nicht in der Hausapotheke fehlen. Holunderblüten und Beeren lassen sich auf vielfältige Art zubereiten. Die beliebtesten Varianten sind sicher Holunderblütentee und Holundersaft, die Blütendolden machen sich aber auch bestens als originelle Zutat beim Kochen und Backen, zum Beispiel für Pfannkuchen.

 

Die Früchte des Sanddorns sind ein hervorragender Vitaminspender. Bereitet man aus den Beeren des Dornenbuschs einen frischen Tee oder einen Sanddornsaft, erhält man gerade in der Erkältungszeit eine lecker-potente Unterstützung für gebeutelte Abwehrkräfte. Denn Sanddorn ist reich an wertvollen Fettsäuren, an natürlichem Vitamin C und Vitamin B12 und überflügelt mit seinem Vitamingehalt sogar die gute alte Zitrone. Ein wirkungsvolles und schmackhaftes Hausmittel zur Immunstirkung ist ein Sanddorntee.

 

Ingwer wird in der traditionellen indischen Medizin als immunstärkendes Mittel bei Atemwegsinfektionen eingesetzt. Diese Wirkung ist bislang allerdings nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Ingwer enthält zudem viel Vitamin C und ist schon deshalb ein gutes Hausmittel. Er wird als „Ingwerwasser“ zubereitet (1 Esslöffel der geschnittenen frischen Ingwerwurzel mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen und über den Tag verteilt trinken) oder frisch geschnitten zusammen mit Honig angerührt und gegessen (morgens vor dem Frühstück und bei Bedarf 1 Teelöffel voll zu sich nehmen).

Was sonst noch wichtig ist...

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Leichte, ballaststoffreiche Kost mit viel Obst und Gemüse, Vollkorngetreide, Linsen, Milch und Milchprodukten und ungesättigten Fettsäuren (z.B. in Olivenöl) ist die Grundlage einer gesunden Ernährung. Fleisch wird häufig überkonsumiert, auf Fertiggerichte und Tiefkühlkost sollte man ganz verzichten, ebenso auf Lebensmittelzusätze und Konservierungsstoffe. Obst, Gemüse und frische Kräuter aus dem Garten enthalten Vitamine, Spurenelemente und Antioxidantien, die eine vorzeitige Zellalterung verhindern können und wichtig zum Aufbau eines gesunden Immunsystems sind.

Missbräuchlicher Alkoholkonsum von mehr als 1 Glas Wein/Tag schränkt unser Immunsystem ein, indem es u.a. die Zahl der Makrophagen (Freßzellen des Immunsystems) reduziert.

Ein regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislaufsystem und stimuliert sehr direkt unser Immunsystem. Wichtige Zellarten werden durch viel Bewegung zum Wachstum angeregt. Haut und Schleimhäute werden widerstandsfähiger über eine Durchblutungssteigerung während des Trainings. Unsere Lungenfunktion wird durch Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Fahrradfahren und Schwimmen schon bei zweimaligem Training pro Woche gestärkt und bietet den Viren so weniger Angriffsfläche.

Umweltgifte und v.a. Tabakrauch verringern die Lungenkapazität durch schädliche Stoffe und schädigen die feinen Härchen (Zilien) der Atemschleimhäute, so dass Viren eine größere Angriffsfläche haben.

Wer regelmäßig Sport treibt und sich gesund ernährt, fühlt sich leistungsfähiger und vitaler und kann das Auftreten von Erkältungen vermeiden.

Quellen:
  • Leitfaden Phytotherapie (H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegnener; Urban & Fischer Verlag)
  • Heilpflanzenpraxis heute (S. Bäumler; Urban & Fischer Verlag)
  • Praxisleitfaden Allgemeinmedizin (S. Gesenhues und R. Ziesché, Urban & Fischer Verlag)
  • Medizinische Mikrobiologie (Kayser, Bienz, Eckert, Zinkernagel; Thieme Verlag)
Morgana Hack
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 06.07.2015
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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.