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Erbrechen

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Erbrechen

Erbrechen (Emesis) ist neben Durchfall eines der häufigsten Symptome bei Krankheiten des Magen-Darm-Trakts. Doch es kann auch unter anderen Bedingungen auftreten, die nicht direkt in Zusammenhang mit der Verdauung stehen, wie z.B. bei Störungen des Gleichgewichtsorgans oder einer Schwangerschaft. Generell spielen die Begleitumstände bei Erbrechen eine wichtige Rolle, um dessen Ursache zu klären.

Der Brechreflex ist ein natürlicher Reflex unseres Körpers, um Giftstoffe und andere unerwünschte Nahrungsmittel aus dem Magen wieder nach außen zu befördern, bevor sie über den Darm in den Körper gelangen können. Eine spezielle Hirnregion, das sogenannte Brechzentrum, überprüft daher das Blut ständig auf kleinste Giftbestandteile und löst wenn nötig einen Brechreiz aus. Das Brechzentrum steht jedoch noch mit anderen Hirnregionen in Kontakt und kann ebenfalls aus anderen Gründen aktiviert werden, was die vielfältigen Ursachen des Erbrechens erklärt.

Erbrechen tritt nur selten selbstständig auf, sondern ist erfahrungsgemäß von anderen Krankheitszeichen begleitet. So spricht ein akuter Beginn mit Durchfall für einen Magen-Darm-Infekt, Kopfschmerzen dagegen eher für eine Gehirnerkrankung wie Migräne. Auch die Beschaffenheit des Erbrochenen (blutig, gallig, kaffeesatzartig) kann Hinweise auf die Ursache geben. Langanhaltendes Erbrechen kann zu einem starken Verlust von Wasser und Salzen führen und muss dringlich behandelt werden.

Um die Ursache des Erbrechens herauszufinden, führt der Arzt ein Patientengespräch sowie eine anschließende körperliche Untersuchung durch. Weiterhin wird Blut abgenommen und gegebenenfalls eine Magenspiegelung und eine Röntgenaufnahme des Bauches durchgeführt.

Mehr zu Ursachen und Symptomen des Erbrechens.

Was tun bei Erbrechen?

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In vielen Fällen ist Erbrechen auf einen Magen-Darm-Infekt zurückzuführen und dauert nur ein bis maximal zwei Tage an. Hier ist nur selten eine Behandlung erforderlich. Man sollte jedoch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (3 bis 4 Liter am Tag) achten, damit der Körper das verlorengegangene Wasser wieder ausgleichen kann. Zusätzlich können einige Medikamente das Erbrechen unterbinden, indem sie hemmend auf das Brechzentrum wirken.

Mehr zur Therapie bei Erbrechen.

Erbrechen im Überblick:
  • Erbrechen ist ein natürlicher Reflex unseres Körpers, der durch das Brechzentrum im Gehirn ausgelöst wird.
  • Die Ursachen von Erbrechen sind vielfältig und reichen von Verdauungskrankheiten über Störungen des Gleichgewichtsorgans bis hin zu Hirntumoren.
  • Erbrechen ist meist von weiteren Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Kopfschmerzen begleitet.
  • Im Regelfall ist keine Behandlung erforderlich. Jedoch muss auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.
  • Bestimmte Medikamente (Antiemetika) unterbinden das Erbrechen.
Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • wenn man nach zwei Tagen noch erbricht
  • wenn neben dem Erbrechen noch Fieber und Bauchkrämpfe existieren
  • wenn man Blut, Kot oder kaffeesatzartigen Mageninhalt erbricht
  • wenn man an sich stehende Hautfalten und trockene Schleimhäute beobachtet.
Dr. med. Tim Hollstein
Geschrieben von Dr. med. Tim Hollstein , Arzt
Zuletzt aktualisiert am 12.09.2013
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