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Ekzem

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Ekzem

Wer schon mal ein Ekzem hatte, kennt den fiesen Juckreiz. Oft bleibt die gerötete Hautstelle über Monate bestehen, ohne dass sich ihre Ursache ohne weiteres nachvollziehen lässt. Menschen, die täglich in Kontakt mit Reinigungsmitteln kommen, sind möglicherweise vom, wie man es einst nannte, „Hausfrauenekzem“ an den Händen betroffen. Nickel in Schmuckstücken und Ohrringen ist ein weiterer typischer Auslöser. Giftige Industriestoffe aber auch Pflanzen stellen weitere Ursachen dar. Tatsächlich gibt es viele Möglichkeiten, Ekzeme zu vermeiden. Die Kenntnis ursächlicher Reizstoffe und Allergien ist dabei sehr wichtig.

Wissenswertes zum Ekzem

Ein Ekzem ist eine nicht-ansteckende Hautentzündung. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „aufschwellen, aufkochen“, sinnbildlich für den Hautausschlag und von Ärzten für den chronischen, langwierigen Verlauf benutzt. Der medizinische Begriff Dermatitis bezeichnet hingegen die akute Form der Hautentzündung.

Ein Ekzem entsteht am häufigsten durch Kontakt mit Giften (toxisch-irritatives Kontaktekzem) oder durch eine allergische Hautreaktion (allergisches Kontaktekzem). Sonderformen sind das atopische Ekzem – als Neurodermitis bekannt, das anstelle der genannten exogenen (von außen kommenden) Faktoren vermehrt auf endogenen (inneren) Faktoren beruht. Ferner unterscheidet man das Austrocknungsekzem, das Stauungsekzem und das seborrhoische Ekzem.

Jeder Mensch erlebt mindestens einmal in seinem Leben ein Ekzem. Die Hautkrankheit macht tatsächlich etwa die Hälfte aller Berufskrankheiten aus, da Kontakt mit Reizstoffen häufig berufsbedingt entsteht. Das toxische Kontaktekzem ist die häufigste Ekzemart. Bei Säuglingen tritt dieses Krankheitsbild häufiger als „Windeldermatitis“ auf. Am zweithäufigsten ist das allergische Kontaktekzem. Die häufigsten Allergene (Substanzen, die eine allergische Reaktion auslösen) findet man im Bereich der Industrie und der Pflanzenwelt.

Ursachen und Symptome eines Ekzems

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Ein Ekzem ist eine Überreaktion der Haut auf Auslöser aus der Umwelt. Nach Kontakt der Haut mit einem Allergen kommt es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der obersten Hautschicht, der Epidermis. Die Barrierefunktion der Haut wird gestört, was zu einem chronischen Verlauf führen kann, wenn der Kontakt mit dem Reizstoff weiter besteht.

Die Symptome eines Ekzems zeigen sich auf der Haut. Vor allem der Juckreiz kann für Betroffene eine große Belastung darstellen. Beim akuten Ekzem kommt es zu einem begrenzten rötlichen Hautausschlag. Häufig sind die Hände betroffen. Im Verlauf bilden sich nässende, stark juckende Bläschen, die eintrocknen und verkrusten, bis sie abheilen. Ein chronisches Ekzem kann über Monate und Jahre bestehen.

Mehr zu Ursachen und Symptomen eines Ekzems.

Diagnose eines Ekzems

Zur Diagnose ist neben dem Hautbild die Frage nach möglichen auslösenden Stoffen im Haushalt oder Beruf wichtig. Im sogenannten Epikutantest wird die Haut durch oberflächliches Auftragen von Reizstoffen auf toxische und allergische Reaktionen getestet.

Mehr zur Diagnose eines Ekzems.

Therapie des Ekzems

In der Therapie ist das Entfernen des Auslösers die erste Maßnahme. Bleibt der Reizstoff unerkannt oder kann nicht vermieden werden, so helfen alle Medikamente und Salben nichts. Sogar ein Berufswechsel kann nötig werden.

Die Pflege einer trockenen Haut mit den richtigen Hautpflegeprodukten stellt die Barrierefunktion der Haut wieder her. Beim akuten Ekzem können Kortisonsalben die Entzündungsreaktion unterdrücken.

Mehr zur Therapie eines Ekzems.

Ekzem im Überblick:
  • Ursache für Ekzeme sind Auslöser aus der Umwelt, die entweder als Gifte direkt wirken (toxisches Kontaktekzem) oder als Allergene ein allergisches Kontaktekzem verursachen. Häufige Allergene sind Nickel, Industriestoffe, Kosmetikprodukte und Pflanzen.
  • Sie verursachen nach Kontakt auf der Haut einen juckenden, scharf begrenzten rötlichen Hautausschlag, das Ekzem. Im Verlauf nässt und verkrustet es und kann zu einer chronischen Hautentzündung führen.
  • Eine Allergie-Abklärung mit Befragung und einem Epikutantest führt möglicherweise zur Aufdeckung der Ursache. Dabei können Alltagsgewohnheiten, Pflegeprodukte und Kontakt mit Berufsstoffen wegweisend sein.
  • Therapeutisch ist das Weglassen des Auslösers essentiell. Nur dann wirken Kortisonsalben und pflanzliche Wirkstoffe um den Juckreiz zu lindern und die Symptome abklingen zu lassen.
Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Wenn der Hautausschlag stark nässt und der Juckreiz nicht nachlässt.
  • Wenn ein Ekzem länger besteht, um die Ursache abklären zu lassen und andere Hautkrankheiten wie Neurodermitis bei Kindern, Schuppenflechte, Krebs oder Krebsvorstufen auszuschließen.
  • Um einen Allergietest beim Allergologen durchführen zu lassen.
  • Um eine nötige Schutzmaßnahme oder berufliche Veränderung mit dem Arbeitsmediziner zu besprechen (z.B. Kontaktallergie von Friseur, Bäcker, Maurer).
Morgana Hack
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 12.09.2013

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