Bluterguss (Hämatom)

Der „blaue Fleck“
Ein Bluterguss entsteht schnell bei kleinen Zusammenstößen oder Prellungen im Alltag und beim Sport. Man stößt sich an einer Tischkante, rutscht im Schwimmbad oder im Schnee aus und landet unsanft auf dem Hinterteil. Man fällt auf die Knie oder das Handgelenk beim Sturz vom Fahrrad, beim Inlineskaten oder beim Fußballspielen.
Ein blauer Fleck ist zwar schmerzhaft, jedoch harmlos und beeindruckt am ehesten durch sein Farbspiel in der Haut. Den Bluterguss kann man gut mit natürlichen Mitteln behandeln, so dass ein Gang zum Arzt ist meist unnötig bleibt.
Der medizinische Fachausdruck „Hämatom“ kommt vom altgriechischen Wort „haima“ für „Blut“. Ein Bluterguss ist, wie der Name verrät ein Erguss von Blut aus verletzten Blutgefäßen ins Körpergewebe. Dabei kommt es zu einer Ansammlung von Blut meist unter der Haut, aber auch an anderen Körperstellen oder in Körperhöhlen.
Man unterscheidet je nach Lage und betroffener Körperstelle verschiedene Arten von Blutergüssen:
- Subkutanes Hämatom: Bluterguss unter der Haut
- Intramuskuläres Hämatom: Bluterguss im Muskelgewebe
- Periostales Hämatom: Bluterguss in der Knochenhaut
- Hämatothorax: Bluterguss in den Brustraum
- Hämarthros: Bluterguss in das Gelenk
- Subdurales Hämatom: Bluterguss unter die „Dura“ – eine Hirnhaut, also eine gefährliche Hirnblutung
Ursachen eines Blutergusses
Mit dem „blauen Fleck“ ist das „subkutane Hämatom“ gemeint, das ungefährlich ist und meist gut abheilt. Ursache für solche typischen Blutergüsse sind Prellungen und Quetschungen beim Sport und im Alltag. Durch diese stumpfen Verletzungen reißen kleinere Blutgefäße und Blut tritt in das Bindegewebe unter der Haut aus.
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Symptome eines Blutergusses
Dadurch kommt es zu einer typischen Hautverfärbung – erst rötlich-blau, dann dunkelblau und grünlich-gelb bis die begleitenden Schmerzen und Schwellung abklingen und der Bluterguss nach 2-3 Wochen folgenlos abheilt.
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Diagnose eines Blutergusses
Deshalb ist der Bluterguss meist eine Eigendiagnose. Nur größere Blutergüsse untersucht der Arzt im Ultraschall. Eine Röntgenaufnahme kann klären, ob ein Knochen gebrochen oder ein Gelenk mitverletzt wurde.
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Therapie eines Blutergusses
Maßnahmen zur Ersten Hilfe sind Kühlen, Hochlagern und Ruhigstellen der betroffenen Stelle. Das verringert die Durchblutung und schließt die Gefäße, wodurch der blaue Fleck klein gehalten werden kann. Bei größeren, schmerzhaften Blutergüssen können Schmerzmittel als Salben oder Tabletten angewandt werden.
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Bluterguss im Überblick:
- Ursache für den Bluterguss unter der Haut sind Sportverletzungen oder Prellungen im Alltag. Dadurch werden kleine Blutgefäße verletzt, Blut tritt ins Körpergewebe aus und sammelt sich an.
- Es kommt zur Schwellung, Schmerzen und der typischen Hautverfärbung, dem „blauen Fleck“. Nach 2-3 Wochen heilt dieser meist folgenlos ab.
- Deshalb bedarf es bei kleinen Blutergüssen keiner aufwendigen Diagnose – nur bei Verdacht auf Gelenkverletzung oder Knochenbruch macht der Arzt eine Ultraschalluntersuchung oder ein Röntgenbild.
- Erste Hilfe daheim besteht im Kühlen, Hochlagern und Ruhigstellen der betroffenen Stelle. Selten braucht es Schmerzmittel oder ärztliche Maßnahmen.
Wann zum Arzt:Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:
- Bei einem großen, sich schnell ausbreitenden Bluterguss sollte man einen Arzt aufsuchen, denn durch große Blutverluste kann es schlimmstenfalls zu einem lebensbedrohlichen Schockzustand kommen.
- Bei stärkeren Schmerzen, Schwellungen, Fieber und schlechter Abheilung wegen der Infektionsgefahr
- Bei einem Bluterguss in Gelenknähe und bei eingeschränkter Beweglichkeit um Knochenbrüche, Gelenkverletzungen, Bänderrisse und Verstauchungen auszuschließen
- Bei einer Schädelprellung, Kopfverletzung oder Prellung am Auge immer zum Arzt, um eine Hirnblutung oder Erblindungsgefahr auszuschließen
- Bei einer Prellung oder Quetschung an den Geschlechtsorganen
- Wenn Blutergüsse wiederholt ohne erkennbaren Grund auftreten, um auf eine mögliche Blutgerinnungsstörung oder Bluterkrankheit (Hämophilie) zu untersuchen