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Blasenentzündung Ursachen

Blasenentzündung Ursachen

Wandernde Keime als Auslöser

Eine Blasenentzündung (Zystitis) entsteht, wenn Keime in die Harnblase gelangen und die Schleimhäute befallen.

Dies kann über zwei Wege geschehen: Die Keime können über die Harnröhre in die Harnblase aufsteigen (aszendierende Infektion) oder bei einer Nierenentzündung über die Harnleiter absteigen (deszendierende Infektion). Zu 98% erreichen die Erreger die Harnblase jedoch von außen über die Harnröhre. In der Harnblase können sie sich aufgrund des warmen und feuchten Milieus sehr gut vermehren.

Zur Bekämpfung der Keime reagiert der Körper mit einer Entzündung, d.h. mit einer vermehrten Durchblutung und Schwellung der Harnblasen-Schleimhaut. So gelangen Abwehrzellen des Immunsystems schneller zur Harnblase und können die Erreger zurückschlagen.

Dieser Prozess führt jedoch auch zu Schmerzen und Problemen während des Wasserlassens.
In fast allen Fällen sind Bakterien der Darmflora für eine Blasenentzündung verantwortlich. Dabei ist der häufigste bakterielle Erreger Escherichia coli. Weitere Erreger sind Proteus mirabillis, Klebsiellen und Staphylokokken. Seltener wird eine Blasenentzündung durch Pilze, Parasiten, Viren, Medikamente oder auch Bestrahlung ausgelöst.

Frauen sind besonders von Blasenentzündungen betroffen, da ihre Harnröhre mit 3-5 cm sehr kurz ist (beim Mann ca. 20 cm). Bakterien aus dem After können somit leicht in die Harnblase gelangen, etwa durch falsches Wischen nach dem Toilettengang oder beim Geschlechtsverkehr. Demzufolge leiden etwa 15 % aller Frauen einmal pro Jahr an einer Blasenentzündung. Beim Mann tritt eine Infektion der Harnblase oft erst in höherem Alter auf, meist verursacht durch eine Prostatavergrößerung und einer damit einhergehenden Verengung der Harnröhre.

Risikofaktoren

Neben den Ursachen spielen auch Risikofaktoren bei der Ausbildung einer Blasenentzündung eine wichtige Rolle. Wichtigster Parameter dabei ist der Harnfluss. Ist er vermindert oder die Ableitung gestört, können Erreger die Harnröhre leichter erklimmen und so die Harnblase erreichen, da sie durch den Urin nicht mehr weggespült werden. Folgende Risikofaktoren können eine Blasenentzündung begünstigen:

  • Harnabflussstörungen (z.B. durch Steine, Tumoren oder Harnrückfluss)
    Wenn der Abfluss des Harns gestört ist, kann sich Urin in der Harnblase sammeln, Bakterien werden nicht ausreichend weggespült und können sich in der Harnblase vermehren.
  • Anlage eines Blasenkatheters
    Ein Blasenkatheter ist eine optimale Eintrittspforte für Bakterien in die Harnblase. Daher ist eine sterile Anlage des Katheters im Krankenhaus sehr wichtig.
  • Schwangerschaft
    Während einer Schwangerschaft drückt der Uterus auf die Harnleiter und behindert somit den Harnfluss.
  • Schwaches Immunsystem
    Ein schwaches Immunsystem, z.B. infolge einer Therapie mit immunsuppressiven Medikamenten, begünstigt die Ansiedelung und Vermehrung von Erregern im Harntrakt.
  • Blasenfunktionsstörungen
    Ist die Entleerung der Blase gestört, z.B. bei Schädigung der Harnblasen-Nerven infolge einer Querschnittslähmung, können Erreger die Harnröhre leichter hinaufklettern.
  • Häufiger Geschlechtsverkehr bei Frauen ("Honeymoon"-Zystitis)
    Beim Sex werden Erreger vom Geschlechtspartner und aus dem Darm im Intimbereich der Frau verteilt und gelangen so leichter in die Harnröhre.
  • Mangelnde Flüssigkeitszufuhr.
    Wenn man wenig trinkt, bilden die Nieren weniger Harn und man muss weniger häufig Wasser lassen. Dadurch können sich die Erreger in der Harnblase vermehren.
  • Durchnässung, Unterkühlung
    Kälte und Nässe vermindert die Durchblutung. Dadurch ist die  Körperabwehr eingeschränkt und Bakterien können sich leichter vermehren.
Symptome & Diagnose

Urintest gibt Aufschluss

Das wichtigste Mittel zur Diagnose einer Blasenentzündung stellt der Urin dar. Dazu wird eine Urinprobe abgegeben.

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Geschrieben von Redaktion 07.09.2013
Geschrieben von Redaktion 07.09.2013
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