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Blasenentzündung Therapie

Blasenentzündung Therapie

Wärme und trinken, trinken, trinken...

Eine Blasenentzündung (Zystitis) sollte ernst genommen und von einem Arzt behandelt werden, da sonst die Gefahr der Verschleppung der Krankheit droht, was zu einer Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) oder im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung (Urosepsis) führen kann.

Eine unkomplizierte Blasenentzündung kann vom Arzt mit verschreibungspflichtigen Antibiotika behandelt werden. Dazu eignet sich im Normalfall eine Kombination der Antibiotika Trimethoprim und Sulfamethoxazol mit einer Einnahmedauer von bis zu 3 Tagen. Bei jungen Frauen genügt oft eine einmalige Gabe des Antibiotikums. In jedem Fall sollten die Anweisungen des Arztes beachtet werden.

Sollte innerhalb von 24 Stunden keine Besserung eintreten, könnten die Erreger gegen die Antibiotika resistent sein. Der häufigste Erreger der Blasenentzündung, Escherichia coli, ist in 25 % der Fälle gegen Trimethoprim und Sulfamethoxazol resistent. In diesem Fall können Antibiotika aus der Gruppe der Gyrasehemmer (Chinolone oder Fluorchinolone), wie z.B. Levofloxacin oder Ciprofloxacin, Abhilfe verschaffen. Besteht die Blasenentzündung während einer Schwangerschaft, können Aminopenicilline oder Ceftriaxon eingesetzt werden.

Eine komplizierte Blasenentzündung besteht, wenn bestimmte Risikofaktoren das Auftreten von Blasenentzündungen begünstigen. In diesem Fall wird die Antibiotikatherapie auf 10 Tage oder länger ausgedehnt. Tritt eine komplizierte Blasenentzündung erneut auf, bietet sich die Anfertigung eines Antibiogramms zur Identifikation und gezielten Bekämpfung des Erregers an. Zudem kann sich bei wiederauftretenden Blasenentzündungen das Ansäuern des Harns durch Einnahme von L-Methionin als hilfreich erweisen, da saurer Harn die Ansiedlung von Bakterien in der Harnröhre vermindert.

Da die Blasenentleerung infolge einer Blasenentzündung sehr schmerzhaft und krampfartig ist, können darüber hinaus krampflösende Medikamente (sog. Spasmolytika) verabreicht werden. Dies vereinfacht die Blasenentleerung. Zusätzlich kann die ärztliche Therapie durch folgende Maßnahmen unterstützt werden:

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (2 bis 3 Liter pro Tag).
    Durch vermehrtes Trinken werden die Erreger weggespült und die Harnröhre wird gereinigt.
  • Lokale Wärme (heißes Bad oder Wärmflasche).
    Wärme hilft dem Körper die Durchblutung zu verbessern und somit die Bakterien effektiver zu bekämpfen.
  • Bettruhe

Die Prognose einer akuten Blasenentzündung ist bei rechtzeitiger Therapie mit Antibiotika sehr gut. In der Regel erfolgt eine rasche Ausheilung innerhalb weniger Tage.

Zur Vorbeugung von weiteren Harnwegsinfekten sollte Kälte vermieden und das Wasserlassen nicht hinausgezögert werden.

Frauen verringern zudem ihr Risiko, wenn sie direkt nach dem Geschlechtsverkehr Wasser lassen und bei der Benutzung von Toilettenpapier die Wischrichtung "von vorne nach hinten" einhalten. Einen natürlichen Schutz der Blase scheinen Cranberries als Saft oder in Tablettenform zu bieten.

Link- und Buchtipps:
  • Leitlinie für betroffene Patienten  Link
  • Angela Klimartin. "Blasenentzündung: Anleitung zur Selbsthilfe. Die richtige Diagnose. Antworten auf Patientenfragen. Das Selbsthilfe-Sofortprogramm." Trias Verlag (2002)
  • Eva Marbach. "Gesundheitsratgeber Blasenentzündung: Blasenentzündungen mit Naturheilkunde und Schulmedizin erfolgreich behandeln." (2009)
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Geschrieben von Redaktion 07.09.2013
Geschrieben von Redaktion 07.09.2013
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