Anzeige
Anzeige

Sie kennen uns vielleicht auch aus:

Blähungen, Völlegefühl

Anzeige
Blähungen, Völlegefühl

Wenn sich im Darm zuviel Luft befindet, kann das zu schmerzhaften Bauchkrämpfen und ständigem Luftabgang führen. Im Regelfall sind Blähungen jedoch harmlos und verschwinden nach einigen Stunden wieder von ganz allein. 

UrsachenUrsachen von Blähungen und Völlegefühl

Übermäßig viel Gas im Magen-Darm-Trakt kann drei Ursachen haben: Entweder wurden durch zu hastiges Essen Luftblasen verschluckt, man hat kohlensäurehaltige Getränke getrunken oder, und das ist die häufigste Ursache, unverdauliche Nahrungsbestandteile aufgenommen, die im Dickdarm von Bakterien in Gase umgewandelt werden. Viele Lebensmittel wie Bohnen oder Hülsenfrüchte enthalten z.B. langkettige Zuckermoleküle, die unser Körper nicht verwerten kann. Einige Menschen können zudem keinen Milch- oder Fruchtzucker aufnehmen und überlassen so die Verdauung den Bakterien.

Blähungen, Völlegefühl im Überblick:
  • Blähungen und Völlegefühl entstehen durch bestimme Nahrungsmittel wie Bohnen oder Hülsenfrüchte, zu hastiges Essen und kohlensäurehaltige Getränke.
  • Im Normalfall verschwinden Blähungen nach einigen Stunden von selbst.
  • Bei längerfristig bestehenden Blähungen und Völlegefühl kann der Arzt durch eine gezielte Befragung und Untersuchung die Ursache herausfinden.
  • Die Behandlung besteht im Allgemeinen aus der Vermeidung von blähungsfördernden Nahrungsmitteln.

In den meisten Fällen entstehen die Blähungen, wenn im Zuge der Verdauung übermäßig viel Gas im Darm produziert wird. Es kann aus Methan, Kohlenstoffdioxid, Schwefelwasserstoff und anderen Gär- und Faulgasen bestehen. Übeltäter sind Bakterien, die zur normalen Darmflora gehören und unverdaute Nahrungsbestandteile unter Gasbildung abbauen. Normalerweise gelangen die Gase in den Blutkreislauf und werden über die Lunge abgeatmet. Jedoch kann eine erhöhte Gasproduktion, die durch bestimmte Nahrungsmittel oder bei einigen Erkrankungen des Verdauungstraktes aufritt, zu einer Ausscheidung der Gase über den Darmausgang erfolgen: Blähungen treten auf.

Dabei ist zu beachten, dass Mediziner den aufgeblähten Bauch und das Völlegefühl als Meteorismus bezeichnen und die eigentlichen Blähungen, sprich den Abgang der Gase, mit dem Begriff Flatulenz beschreiben.

Nahrungsmittel, die Blähungen und Völlegefühl begünstigen

Viele Nahrungsmittel enthalten langkettige Zuckermoleküle (z.B. Rhamnose und Stachyose), die vom Körper nicht aufgespalten werden können, da ihm das nötige Enzym fehlt. Sie passieren daher den Dünndarm und können erst im Dickdarm durch die dortigen Bakterien verwertet werden. Sie bauen den Zucker ab und erzeugen dadurch eine Menge Gas, was zu Blähungen und Völlegefühl führt. In folgenden Nahrungsmitteln sind diese Zuckerarten enthalten:

  • Hülsenfrüchte
  • Sauerkraut
  • Bohnen
  • Eier
  • Knäckebrot
  • Wassermelonen
  • Kohl
  • Vollkornbrot und frisches Brot
  • Obst
  • zuckerfreie Kaugummis

Krankheiten, die Blähungen und Völlegefühl verursachen können

Auch einige Erkrankungen können zu einem vermehrten Gasabgang führen.

Laktoseintoleranz
Bei dieser Erkrankung fehlt das für die Laktoseverwertung notwendige Enzym Laktase. Dadurch kann der Milchzucker, der in verschiedenen Lebensmitteln enthalten ist, nicht aufgenommen werden und wird von den Dickdarmbakterien unter Bildung von Gasen abgebaut.
 
Fruktoseintoleranz
Der Darm entzieht der Nahrung aus unbekannten Gründen nicht genug Fruchtzucker (Fructose), was wiederrum zu einer anschließenden Verstoffwechselung des Zuckers im Dickdarm durch die Darmflora führt, was Blähungen und Völlegefühl nach sich zieht.
 
Zöliakie (Sprue)
Die chronische Krankheit führt zu einer körperlichen Abwehrreaktion gegen das Eiweiß Gluten, welches als Getreidebestandteil in vielen Nahrungsmitteln enthalten ist. Dadurch können neben übel riechenden Durchfällen auch Blähungen und Völlegefühl entstehen.
 
Divertikulose
Bei dieser Erkrankung sammelt sich Kot in Ausstülpungen im Dickdarm, welcher dann von den dortigen Bakterien verdaut wird. Dies hat Blähungen und Völlegefühl zur Folge.
 
Reizdarmsyndrom
Viele Menschen haben Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, für die sich keine organische Ursachefinden lässt (Reizdarmsyndrom). Neben Blähungen und Völlegefühl klagen die Patienten oft auch über BauchschmerzenVerstopfungenDurchfall und unregelmäßige Stuhlentleerungen.
 
Pankreasinsuffizienz
Diese Krankheit beschreibt eine Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse, die für die Nahrungsverwertung eine wichtige Rolle spielt. Wenn sie nur noch eingeschränkt arbeitet, dann gelangen viele unverdaute Nahrungsbestandteile in den Dickdarm und werden von den Bakterien abgebaut.
 

SymptomeSymptome bei Blähungen und Völlegefühl

Anzeige

Die Symptome sind in der Regel, jeder kennt es, eindeutig fühl- und riechbar. Der Bauch ist aufgebläht, die Medizin spricht hier von Meteorismus, der Volksmund einfach von Völlegefühl. Hinzu kommt häufiger Windabgang, also Blähungen (medizinisch: Flatulenz). 

Im Allgemeinen sind Blähungen und Völlegefühl daran zu erkennen, dass sich der Bauch nach außen wölbt und dass man öfter als 20 Mal pro Tag Windabgänge hat. Dies kann jedoch auch nur der eigene Eindruck sein, da man den vollen Bauch fühlt.

Weiterhin können durch langanhaltende Blähungen wehenartige Schmerzen im Darm auftreten. Jedoch sind Blähungen und Völlegefühl ein sehr subjektiv erlebtes Symptom. Im Normalfall werden bei gesunden Menschen ca. 500 - 1500 ml Gas pro Tag über den Darmausgang ausgestoßen. Dazu sind meist 10-20 Windabgänge notwendig. Menschen mit Blähungen können vermehrte Windabgänge haben, müssen sie jedoch nicht.

Dazu kommt, dass die Blähungsbeschwerden nicht mit dem wirklichen Darmgasgehalt korrelieren und sich daher keine Aussage über die Menge an Gas im Darm machen lässt. Oft treten zeitgleich zu den Blähungen und Völlegefühl auch weitere Symptome wie Übelkeit, Verstopfung oder Durchfall auf. Wenn dies der Fall ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

BehandlungDiagnose und Behandlung von Blähungen und Völlegefühl

Der Arzt kann durch eine ausführliche Befragung (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung der Ursache der Beschwerden auf die Spur kommen. Bei Verdacht und Nahrungsmittelunverträglichkeiten kann ein Atemtest weiterhelfen.

Der Arzt beginnt zunächst mit der Erhebung der Anamnese (Patientengespräch). Dabei fragt er, ob bei den Blähungen bzw. dem Völlegefühl Schmerzen bestehen und wie lange sie schon andauern. Wichtig ist dabei auch, ob Begleiterscheinungen wie DurchfallÜbelkeitVerstopfung, Gewichtsverlust und Erbrechen vorkommen.

Weiterhin wird zur Diagnose nach Essgewohnheiten und eingenommenen Medikamenten gefragt, um mögliche Substanzen zu identifizieren, die Blähungen auslösen können. Zum Ausschluss einer Laktoseintoleranz ist zudem die Information notwendig, ob Milch die Beschwerden auslöst und ob die Blähungen nachlassen, wenn komplett auf Milch verzichtet wird.

Im zweiten Schritt findet die körperliche Untersuchung zur Diagnosestellung statt, um bestimmte Krankheiten auszuschließen, die für Blähungen und Völlegefühl verantwortlich sein können. Dazu tastet der Arzt den Bauch ab und hört sich die Darmgeräusche mit dem Stethoskop an. Eine Stuhluntersuchung gibt Hinweise auf die Stuhlbeschaffenheit und mögliche Blutauflagerungen. Ferner wird eine Blutentnahme vorgenommen, um das Blut auf Entzündungsparameter und Leberwerte zu testen. Weiterhin kann vom Arzt ein Wasserstoff-Atemtest durchgeführt werden, um die gestörte Aufnahme von Fruchtzucker (Fruktoseintoleranz) oder Milchzucker (Laktoseintoleranz) nachzuweisen.

Dazu wird Frucht- oder Milchzucker im nüchternen Zustand gegessen. Besteht nun eine der beiden Erkrankungen, kann der Körper die Zuckerart nicht aufnehmen und sie gelangt in den Dickdarm, wo sie von den dortigen Bakterien unter Bildung von Wasserstoffgas abgebaut wird. Dieses Gas gelangt ins Blut und wird über die Lunge abgeatmet. In der Ausatemluft lässt sich daraufhin ein Anstieg der Wasserstoffkonzentration feststellen. In einigen Fällen ist auch eine Röntgenuntersuchung des Bauches oder eine Magen- bzw. Darmspiegelung sinnvoll, insbesondere wenn es um den Ausschluss von Krankheiten wie Zöliakie geht.

Bestimmte Nahrungsmittel meiden

Im Normalfall sind Blähungen und Völlegefühl harmlos und verschwinden nach einiger Zeit von selbst. Die Behandlung von längerfristigen Blähungen gründet sich im Allgemeinen auf die Vermeidung von Nahrungsmitteln, die Blähungen auslösen können.

Was Sie tun können:

  • Die Vermeidung von blähungsfördernden Nahrungsmitteln wie Bohnen, Sauerkraut, Hülsenfrüchte, Eier, Knäckebrot, Wassermelonen, Kohl, Vollkornbrot, Obst und zuckerfreien Kaugummis schafft Abhilfe.
  • Kohlensäurehaltige Getränke wie Cola oder Brause sollten nicht getrunken werden.
  • Auf beengende Kleidung und enge Gürtel sollte verzichtet werden.
  • Langsames und entspanntes Essen reduziert das Verschlucken von Luft.
  • Sport und Bewegung kann Verkrampfungen und ein Völlegefühl lösen, was zum Windabgang und zur Besserung der Blähungen führt.
  • Wärmflaschen oder warme Bäder können das Völlegefühl verbessern.

Bestimmte Medikamente können die Gasblasen im Darm zum Platzen bringen. Diese sogenannten Entschäumerpräparate können als Kautabletten oder als Getränk zur Behandlung der Blähungen eingenommen werden. Wirkstoffe sind z.B. Dimeticon und Simeticon. Die Anwendung sollte jedoch nur bei hartnäckigen Blähungen und nach Absprache mit dem Arzt erfolgen.

Wurde eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) festgestellt, dann sollte auf Milch und andere laktosehaltige Lebensmittel verzichtet werden.

Alternativ werden im Handel auch laktosefreie Milcherzeugnisse angeboten oder das fehlende Enzym kann in Form von Tabletten eingenommen werden. Bei einer Fruchtzuckerunverträglichkeit (Fruktoseintoleranz) sollte individuell entschieden werden, welches Lebensmittel vertragen wird oder nicht.

Generell führen Obstsorten mit einem besonders hohen Fruktosegehalt wie Weintrauben oder Rosinen jedoch häufig zu Blähungen und Völlegefühl. Eine Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) kann dagegen nur durch völlige Vermeidung von Gluten, das Bestandteil zahlreicher Nahrungsmittel ist, behandelt werden.

Natürliche Hilfe bei BlähungenBlähungen natürlich behandeln

Für die Behandlung von Blähungen und Völlegefühl stehen in der Naturheilkunde eine Vielzahl von Pflanzen zur Auswahl. Viele Heilkräuter besitzen dabei eine krampflösende Wirkung, die zum schnelleren Abgang der Luft aus dem Darm führt. Weiterhin sind viele der hier genannten Heilpflanzen Bestandteil von Teemischungen und müssen daher nicht einzeln zubereitet werden und können daher gut als Hausmittel genutzt werden. 

Die besten Heilpflanzen bei Blähungen

Die Früchte des Kümmels wirken krampflösend auf die Muskulatur des Magen-Darm-Trakts und bekämpfen dadurch das Vollgefühl, was zum Abgang von Winden führt. Zudem wirken sie antibakteriell und durchblutungsfördernd und regen die Produktion von Magensaft an. Kümmelfrüchten wird auch eine appetitfördernde Wirkung nachgesagt. Die Anwendung kann als Tee erfolgen, indem Sie 1-2 Teelöffel getrocknete und frisch gequetschte Kümmelfrüchte mit heißem Wasser aufgießen und für 10 Minuten ziehen lassen. Danach die Früchte abgießen. Nur wenn die Kümmelfrüchte kurz vor der Verwendung angestoßen (zerquetscht) werden, können die wirksamen ätherischen Öle in das Wasser übergehen. Trinken Sie bis zu 3x täglich zu oder nach den Mahlzeiten eine Tasse (250 ml) des warmen Tees.

 

Der sog. "Engelwurz" oder eben auch Angelikawurzel hat ein breites Wirkungsspektrum und wirkt u.a. krampflösend auf die Muskeln des Magen-Darm-Trakts und hat so bei Völlegefühl eine entblähende Wirkung. Zudem steigert er die Magen- und Gallensaftsekretion und regt somit die Verdauung an, was sich ebenfalls positiv auf Blähungen auswirkt. Wirkstoffe sind auch hier ätherische Öle (z.B. Pinen und Phellandren). Längere Sonnenbäder oder intensive UV-Bestrahlung sollten während der Einnahme vermieden werden, da die Angelikawurzel die Haut lichtempfindlicher machen kann. Die Zubereitung erfolgt als Tee, der als Fertigpräparat im Handel erhältlich ist.

 

Die Blätter der Pfefferminze und die ätherischen Öle der Pfefferminze haben eine krampflösende Wirkung auf die Bereiche des Magen-Darm-Trakts und der Gallenwege. Sie werden daher bei Flatulenz und Völlegefühl angewendet, da sie den Magen-Darm-Trakt beruhigen. Weiterhin wirken sie desinfizierend. Hauptwirkstoff ist Menthol, wobei auch andere Substanzen wie Gerbstoffe und Flavonoide eine Rollen spielen. Die Zubereitung kann als Pfefferminztee erfolgen, der allgemeinhin im Handel erhältlich ist. Weiterhin gibt es Pfefferminzölkapseln zum Einnehmen, die in der Apotheke verkauft werden.

 

Die getrockneten Laubblätter der Melisse haben eine beruhigende, antibakterielle und krampflösende Wirkung. Bei anhaltenden Blähungen und Völlegefühl beruhigen Sie den Darm und führen so zu verminderter Gasproduktion. Die Zubereitung erfolgt generell als Tee, der im Handel erhältlich ist. Ein vielfältig gebräuchliches Hausmittel ist auch der sog. Melissengeist, der traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt wird (hier ist jedoch hochkonzentrierter Alkohol enthalten).

 

Die allseits hilfreiche Kamille ist bekannt für ihre wohltuende Wirkung auf das Verdauungssystem. Ursächlich dafür sind Inhaltsstoffe wie Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, Cumarine und ätherische Öle. Kamillenblüten-Extrakt beruhigt den Magen-Darm-Trakt, indem es krampflösend, antientzündlich und antibakteriell wirkt. Dadurch entspannt sich die Darmmuskulatur, was Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl verringert. Die Zubereitung erfolgt als Tee oder Extrakt, der im Handel erhältlich ist. Bei der Teezubereitung gehen wertvolle fettlösliche Inhaltsstoffe nur in unzureichender Menge in den Tee über. Um die therapeutischen Eigenschaften der Kamille optimal zu nutzen, ist ein mit einer Alkohol-Wasser-Mischung hergestellter Trockenextrakt besonders geeignet.

 

Das Harz des Myrrhenstrauchs ist generell hilfreich bei Magen-Darm-Beschwerden, besonders aber bei chronischen Beschwerden wie Reizdarm und anderen entzündlichen Darmerkrankungen kann der Wirkstoff eine gute Therapieoption sein. Die Heilpflanze senkt den Spannungszustand der glatten Darmmuskulatur, verringert die Zahl der Darmkontraktionen und lindert so Darmkrämpfe. Fertige Myrrhe-Arzneimittel sind in der Apotheke erhältlich.

DocJones.de empfiehlt die Informationsbroschüre des Naturheilmittelherstellers Repha "Aus dem Schatz der Natur - Pflanzliche Hilfe beim Reizdarmsyndrom".
 

Die für ihren sehr speziellen Geschmack bekannte Pflanze Anis erweist sich als sehr wirksam zur Bekämpfung von Blähungen. Denn sie hat eine krampflösende Wirkung auf die Muskulatur des Magen-Darm-Trakts, was Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen effektiv lindern kann. Hauptinhaltsstoff ist das ätherische Öl Anethol. Tee aus Anisfrüchten ist im Handel erhältlich und muss daher nicht selbst zubereitet werden.

 

Die ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet stammenden Fenchelfrüchte regen dank ihrer ätherischen Öle (hauptsächlich Anethol), Phenole und Cumarine die Magen-Darm-Bewegungen an, wodurch der Darminhalt schnell abtransportiert wird. Ferner wirken sie auch krampflösend auf die Darmmuskulatur und eignen sich somit zur effektiven Behandlung von Blähungen und krampfartigem Völlegefühl. Die Anwendung erfolgt normalerweise als Tee, jedoch gibt es auch Fenchelöl im Handel. Dies kann auf dem Bauch verrieben werden. Diese Maßnahme ist besonders bei Säuglingen sinnvoll, die an Blähungen leiden.

Die Anwendung als Tee erfolgt indem Sie 1 Teelöffel getrockneter und soeben gequetschte Fenchelfrüchte mit heißem Wasser aufgießen und für 5 Minuten ziehen lassen, danach die Früchte abgießen. Nur wenn die Fenchelfrüchte  kurz vor der Verwendung angestoßen (zerquetscht) werden, können die wirksamen ätherischen Öle in das Wasser übergehen. Trinken Sie diesen Tee warm nach den Mahlzeiten.

 

Die getrocknete Rinde des Ceylon Zimtbaums oder des Chinesischen Zimtbaums hat eine antibakterielle Wirkung und steigert die Bewegungen des Magen-Darm-Trakts. So gelangt der Stuhl schneller durch den Dickdarm, so dass die Darmbakterien keine Zeit zur Verwertung der Nährstoffe haben. Dies hilft bei krampfartigen Beschwerden des Oberbauchs wie Völlegefühl und Blähungen. Weiterhin bekämpft sie auch Pilzwuchs. Die Zimtrinde ist lose als Tee erhältlich und muss nur noch aufgebrüht werden.

 

Diese weißfilzig behaarte Pflanze wird eigentlich aufgrund der schleimlösenden Wirkung zur Behandlung von Erkältungskrankheiten eingesetzt. Traditionell verabreicht man es jedoch auch bei Verdauungsproblemen und Blähungen. Die wirksamen Inhaltsstoffe sind der Bitterstoff Marubiin, Gerbstoffe, Phenolcarbonsäuren und Spuren von ätherischen Ölen. Zur Teezubereitung sollten zwei Teelöffel Andornkraut für ca. fünf Minuten in eine Tasse mit kochendem Wasser gegeben werden.

 
Wann zum Arzt? 

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Wenn die Blähungen nach 7 Tagen nicht nachgelassen haben.
  • Wenn weitere Beschwerden wie Darmkrämpfe, Übelkeit, Durchfall, Verstopfung oder Erbrechen hinzukommen.
  • Blähungen und Völlegefühl bei leerem Magen.
  • Bei sehr schmerzhaften Blähungen.
  Buchtipps:
  • Heinz Wagner. "Diagnose Reizdarm: Übelkeit, Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Verstopfung, Schmerzen und anhaltende Darmkrämpfe - Mein Weg zur Gesundung - Betroffenenratgeber". Books on Demand (2009)
  • Nicole Schaenzler. "Magen und Darm natürlich behandeln (GU Ratgeber Gesundheit)". Gräfe und Unzer Verlag (2009)
  • Volker Schmiedel. "Verdauung - 99 verblüffende Tatsachen: Endlich Klarheit: Reizdarm die häufigste Fehldiagnose / Welche Untersuchungen und Therapien wirklich helfen". Trias Verlag (2008)

 

Quellen:
  • Herold. "Innere Medizin". Herold Verlag (2011)
  • Arastéh et al. "Duale Reihe - Innere Medizin". Thieme Verlag (2009)
  • Koop. "Gastroenterologie compact; Alles für Klinik und Praxis". Thieme Verlag (2010)
  • Caspary et al. "Therapie gastroenterologischer Krankheiten". Springer Verlag (2005)
  • Block. "POL-Leitsymptome, Gastrointestinaltrakt; Leber, Pankreas und biliäres System". Thieme Verlag (2006)
  • Hänsel et al. "Pharmakognosie - Phytopharmazie". Springer Verlag (2010)
  • Wiesenauer et al. " PhytoPraxis". Springer Verlag (2008)
Dr. med. Tim Hollstein
Geschrieben von Dr. med. Tim Hollstein , Arzt
Zuletzt aktualisiert am 05.09.2013
Anzeige
   Diese Heilpflanzen können helfen:
   Pflanzliche Medikamente bei Blähungen, Völlegefühl:
* Hinweis
Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

News zu Blähungen, Völlegefühl

Nicht nur Likören und Süßwaren verleiht Anis das gewisse Etwas, er ist auch ein exzellentes Naturheilmittel. Ob Husten, Völlegefühl, Blähungen oder Hitzewallungen – das Einsatzgebiet von Anis ist so vielfälti...
Die blass-gelbe Knolle genießt einen ausgezeichneten Ruf als Heilpflanze. Doch ihr Geschmack polarisiert. Die einen schwören auf die durchaus scharfe Note der Knolle, andere gehen ihr wenn möglich aus dem Weg. Dabei soll Ingwer bei za...
Alle anzeigen

Studien zu Blähungen, Völlegefühl

Studientitel
Effect of ferulic acid and Angelica archangelica extract on behavioral and psychological symptoms of dementia in frontotemporal lobar degeneration and dementia with Lewy bodies. (und weitere 4 Studien)
Jahr
2011, 2010, 2007, 2005, 2005
Kurzinfo
Die meisten der heute vermuteten Wirkungen beruhen allein auf den über die Generationen erworbenen Erfahrungen der einfachen Volksmedizin. Welche dieser Effekte können durch aktuelle wissenschaftliche  Mehr...Studien bestätigt werden und welchen Stellenwert besitzt die Echte Engelwurz eigentlich in der Wissenschaft?