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Angina Pectoris

Angina Pectoris

Vorboten des Herzinfarktes

Bei dem Begriff Angina Pectoris denkt man wahrscheinlich automatisch an eine Art Infektionskrankheit mit Husten Schnupfen und Halsschmerzen. Eine Angina eben. Mediziner verwenden den Begriff der Angina jedoch sehr unterschiedlich, neben der Angina Pectoris gibt es die Angina Abdominalis, die Seitenstrangangina, Streptokokkenangina, die Angina Plaut-Vincent und noch einige mehr. Wörtlich Übersetzt bedeutet „Angina“ Enge oder Beklemmung. Im vorliegenden Fall der Angina Pectoris beschreibt der lateinische Begriff das Hauptsymptom dieses Krankheitsbildes, die „Enge der Brust“. Verbunden mit Schmerzen beschreiben die Betroffenen ein beklemmendes Gefühl der Enge hinter dem Brustbein, ein Zusammenschnüren des Brustkorbes, das Gefühl plötzlich nicht mehr richtig durchatmen zu können.

Genau genommen ist die Angina Pectoris kein eigenständiges Krankheitsbild sondern eher das Symptom eines langsam fortschreitenden Gefäßprozesses der im gesamten Körper stattfindet und in unserem Falle Engstellen in den Herzkranzgefäßen verursacht, welche die Symptome hervorrufen. Durch hohe Blutfette, Nikotin, Bluthochdruck und Diabetes kommt es langsam zur Schädigung der Arterien des Körpers. Die kleinen Blutgefäße werden mit arteriosklerotischen Plaques (Einlagerungen) regelrecht ausgemauert und der Querschnitt des Gefäßes (Verengung des Gefäßes) nimmt immer weiter ab. Steigt nun zum Beispiel bei Belastung (Sport, psychischer Stress, plötzliche Kälte) der Sauerstoffbedarf des Herzmuskels bleibt das Sauerstoffangebot hinter dem Bedarf zurück und es kommt zur Angina Pectoris.

Betroffene nehmen die Symptome in der Regel als sehr bedrohlich war. Einerseits weil auch von Laien Brustschmerzen instinktiv mit dem Herzen in Verbindung gebracht werden und andererseits weil unser Körper schlauerweise im Falle der Angina Pectoris ein deutliches Zeichen setzt. Er meint es ernst. Es ist fünf vor zwölf. Nächste Station Herzinfarkt.

Unterteilt wird die Angina Pectoris in stabile (nur bei Belastung) und instabile Angina (aus völliger Ruhe heraus) wobei letztere logischerweise wesentlich gefährlicher ist.

Ursachen einer Angina Pectoris

An vorderster Front der Übeltäter stehen, wie so oft, die kleinen Freuden des Alltags. Reichliches und leider oft zu fettes Essen, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum. Mangelnde körperliche Bewegung tut ihr Übriges. In Zusammenschau mit anderen häufigen Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck bewirkt diese Lebensweise eine schrittweise Schädigung der Blutgefäße und es kommt über Jahre zur Arteriosklerose.

Mehr zu den Ursachen einer Angina Pectoris.

Symptome einer Angina Pectoris

Die Symptome zeigen viele Gemeinsamkeiten mit den Symptomen des Herzinfarktes, da beiden Krankheitsbildern die gleichen Mechanismen zu Grunde liegen und der Infarkt ja im Grunde genommen auch nur den Endpunkt/eine Komplikation einer über Jahre unbehandelten oder vernachlässigten Angina Pectoris darstellt.

Mehr zu den Symptomen einer Angina Pectoris.

Diagnose einer Angina Pectoris

Die Angina ist eine der häufigsten Gründe für eine Krankenhauseinweisung in Deutschland. Das Risikoprofil (übergewichtige Patienten mit Bluthochdruck und Diabetes mellitus als Vorerkrankungen) sowie die typische Symptomatik weisen dem Notarzt oft schon den Weg, man sagt die Diagnose wird „klinisch“ (ohne technische Hilfsmittel) gestellt.

Mehr zu der Diagnose einer Angina Pectoris.

Angina Pectoris im Überblick:
  • sehr häufig, Wohlstandskrankheit, Krankheit der 2. Lebenshälfte
  • oft assoziiert mit Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes mellitus
  • Hauptsymptome: Engegefühl der Brust, Schmerzen, Luftnot, Angst
  • stabile Angina: bekannte Symptomatik, tritt oft nach körperlicher/seelischer Belastung auf
  • instabile Angina: neu aufgetretene, in Ruhe auftretende oder in der Intensität zunehmende Symptomatik
  • oft Vorbote des Herzinfarktes
Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Schmerzen hinter dem Brustbein, Luftnot, Engegefühl, Übelkeit
  • Verschlimmerung einer bereits bekannten Angina Pectoris-Symptomatik
Geschrieben von Redaktion 05.09.2013
Geschrieben von Redaktion 05.09.2013
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